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Di: Der Podcaster Bandi Koeck
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Bandi Koeck erzählt Geschichten, die sonst niemand hört. Als Journalist interviewte er prominente Persönlichkeiten aus Musik, Kultur und Sport. Doch irgendwann erkannte er: Die wichtigsten Geschichten beginnen oft dort, wo niemand zuhört. Deshalb wurde er Lehrer. Heute begleitet er junge Menschen dabei, ihre eigene Geschichte zu schreiben – weil er aus eigener Erfahrung weiß, wie es sich anfühlt, nicht gehört zu werden. Sein 14-jähriges Ich trägt er bis heute in sich. Ehrlich tiefgründig, inspirierend. Podcast über Bildung, Gesellschaft, Kunst, Storytelling, Mut und Menschen, die bewegen....Der Podcaster Bandi Koeck Scienze sociali
  • 100 - Die Eselversteherin - Julia Marte-Schwald
    Oct 12 2026

    Mag. Julia Marte-Schwald hat einen ungewöhnlichen Zugang zum Lernen. Wer mit ihr über Pädagogik spricht, landet früher oder später im Stall – bei Cleo und ihren Eselkollegen. Denn für die Pädagogin sind die Tiere weit mehr als liebenswerte Begleiter: Sie sind geduldige Lernpartner, Beziehungsexperten und manchmal auch kleine Lehrmeister in Sachen Langsamkeit.

    Text, Fotos und Podcast: Bandi Koeck

    Seit August 2026 ist Marte-Schwald Schulleiterin am Schulstandort Eschen in Liechtenstein. Zuvor leitete sie die Praxisvolks- und Praxismittelschule an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg in Feldkirch. Ihr beruflicher Weg führte sie von der klassischen Lehramtsausbildung über Legasthenietraining und Lerncoaching bis zur Schulentwicklung. Parallel dazu entstand aus ihrer Begeisterung für Tiere ein zweites pädagogisches Standbein: der Verein LEB – „Lernen, Erleben und Begegnen“.

    Von der Tierärztin zur Pädagogin

    Eigentlich schien ihr beruflicher Weg schon früh vorgezeichnet. Als Kind wollte Julia Marte-Schwald Tierärztin werden. Tiere gehörten immer zu ihrem Leben. Doch für das Studium hätte sie nach Wien gehen müssen – und dieser Weg ließ sich damals nicht mit ihrer Lebenssituation vereinbaren.

    Stattdessen entschied sie sich für das Lehramt. Eine Entscheidung, die sie bis heute nicht bereut. Im Gegenteil: Für Marte-Schwald gehört der Lehrerberuf zu den schönsten Berufen überhaupt. Kinder und Jugendliche zu begleiten, ihnen Wissen und Fähigkeiten mitzugeben und damit ein Stück Gesellschaft mitzugestalten, empfindet sie als besondere Aufgabe.

    Ihr Interesse geht dabei über den Unterricht hinaus. Schulentwicklung, Teamarbeit und Veränderungsprozesse faszinieren sie. Sie beschreibt es als besonders erfüllend, gemeinsam mit einem Team Visionen zu entwickeln, Konflikte auszuhalten und am Ende zu sehen, dass eine gemeinsame Idee tatsächlich Wirklichkeit wird.

    Seit ihrem Start als Schulleiterin in Eschen steht eine große Aufgabe bevor: Zwei Schulen sollen zu einem gemeinsamen Schulstandort zusammengeführt werden. Für eine Pädagogin, die Entwicklung ausdrücklich als Chance begreift, ist das eine anspruchsvolle, aber passende Aufgabe.

    Und dann kamen die Esel

    Dass ausgerechnet Esel eine zentrale Rolle in ihrem pädagogischen Konzept spielen würden, war zunächst keineswegs geplant.

    Marte-Schwald hatte bereits Pferde. Ihr Mann wollte ein eigenes Tier, um sich im Stall ebenfalls kümmern zu können – und entschied sich für einen Esel. Aus einem Esel wurden drei. Und aus der privaten Tierhaltung entwickelte sich schließlich ein pädagogisches Projekt.

    Marte-Schwald beobachtete, dass die Esel viel Zeit im Stall verbrachten und vergleichsweise wenig Beschäftigung hatten. Während man mit Pferden reitet, sind Esel häufig einfach da. Also begann sie, intensiver mit ihnen zu arbeiten, absolvierte entsprechende Ausbildungen und besuchte Kurse.

    Dabei entdeckte sie Eigenschaften, die die Tiere für die pädagogische Arbeit geradezu prädestinieren.

    Esel lassen sich nicht einfach herumkommandieren. Sie machen mit, wenn sie den Sinn einer Aufgabe erkennen. Für Marte-Schwald liegt darin ein wesentlicher Unterschied zum Pferd: Beim Esel müsse man stärker über Beziehung arbeiten. Autorität allein funktioniere nicht.

    Genau diese Eigenart macht die Tiere für sie so interessant. „Die akzeptieren nicht einfach so eine Autorität, da muss man wirklich an der Beziehung arbeiten“, beschreibt sie im Gespräch.

    Die Kunst der Langsamkeit

    Esel bringen etwas mit, das im hektischen Alltag selten geworden ist: Ruhe.

    Sie sind keine Fluchttiere und strahlen eine besondere Gelassenheit aus. Im Umgang mit Kindern wirken sie entschleunigend. Diese Ruhe kann sich auf den Menschen übertragen – und auch Marte-Schwald selbst spricht davon, dass ihre Tiere sie „erden“.



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    17 min
  • Der Podcaster Bandi Koeck stellt sich kurz vor
    Oct 6 2026

    Kurz vor der hundertsten Folge in einem kurzen Videobeitrag eine kleine Vorstellung:


    Willkommen bei „derpodcaster.com“ – deiner wöchentlichen Dosis Vorarlberg, Liechtenstein, Schweiz, Deutschland bis Südtirol sowie den specials "derpodcaster auf Reisen"!

    Aus einem gemütlichen Studio im Herzen des Ländles nimmt dich Bandi Koeck mit auf eine unterhaltsame Reise durch Kultur, Kunst und Leben. Mit einer einzigartigen Mischung aus spannenden Interviews, humorvollen Einblicken und tiefgründigen Gesprächen bringt dir dieser Podcast das Beste aus der deutschsprachigen Region und darüber hinaus. Lass dich von authentischen Geschichten inspirieren und sei Teil einer wachsenden Community von Gleichgesinnten.

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    1 min
  • 099 - Der kritische Freigeister - Hannes Steinhauser-Teufel
    Oct 4 2026

    Hannes Steinhauser-Teufel ist kein Mensch für einfache Antworten. Der 1971 in Bregenz geborene und heute in Feldkirch lebende Lehrer, Reisende, Rechercheur und leidenschaftliche Autodidakt kann sich stundenlang mit einer geologischen Formation, einer antiken Schiffsreise, einem griechischen Wort oder einer medizinischen Fragestellung beschäftigen. Auffällig ist dabei weniger die Zahl seiner Interessen als die Konsequenz, mit der er ihnen nachgeht. Hat ihn ein Thema gepackt, will er es genau wissen. Und wenn eine etablierte Erklärung für ihn nicht schlüssig erscheint, beginnt die eigentliche Arbeit erst.

    Steinhauser-Teufel ist ein kritischer Freigeist im eigentlichen Sinn: nicht deshalb, weil er grundsätzlich gegen etablierte Auffassungen wäre, sondern weil er ihnen nicht allein aufgrund ihrer Autorität vertraut. Er möchte Quellen sehen, Zusammenhänge verstehen, Begriffe auf ihre ursprüngliche Bedeutung zurückführen und Widersprüche aufspüren. Seine Neugier bewegt sich dabei erstaunlich frei zwischen Naturwissenschaft, Geschichte, Religion, Medizin, Sprache, Archäologie und körperlicher Selbsterfahrung.

    Seine Denkweise ist von einem Grundimpuls geprägt: Was wissen wir tatsächlich – und was glauben wir nur zu wissen?

    Seine Beschäftigung mit der Geologie begann schon in der Kindheit. Aufgewachsen am Blasenberg bei Feldkirch, blickte Steinhauser-Teufel früh auf die Landschaft, die später zu einem seiner großen Forschungsfelder werden sollte. Die Erklärung, die er in der Volksschule für die Entstehung der Illschluchten bekam, überzeugte ihn bereits damals nicht vollständig. Die Ill, so wurde es vermittelt, habe sich über Jahrtausende und Jahrmillionen ihren Weg durch das Gestein gegraben. Für den jungen Hannes passte dieses Bild jedoch nicht recht zu den geradlinigen Schluchten und den auffallend schmalen Bergkämmen der Umgebung.

    Bemerkenswert ist, dass aus diesem kindlichen Zweifel keine Ablehnung von Wissenschaft entstand, sondern ein lebenslanges Bedürfnis, wissenschaftliche Erklärungen selbst zu prüfen. Die Landschaft vor seiner Haustür wurde für ihn zu einem offenen Geschichtsbuch.

    Heute beschäftigt er sich intensiv mit der Entstehung der Alpen und mit den geologischen Vorgängen, die Vorarlberg, die Ostschweiz, Tirol und Liechtenstein geprägt haben. Dabei interessiert ihn besonders die lange Geschichte der Region vor dem Menschen – eine Zeit, in der die heutige Alpenlandschaft noch nicht existierte und große Teile Europas unter dem Meer lagen.

    Steinhauser-Teufel verweist auf die Tethys, jenes urzeitliche Meer, das im Zusammenhang mit der Entwicklung des Superkontinents Pangaea eine zentrale Rolle spielte. Die Region des heutigen Alpenraums war einst von Meer bedeckt. Aus Ablagerungen, Bewegungen der Erdkruste und späteren geologischen Prozessen entstand schließlich die Landschaft, die wir heute als Alpen kennen.

    Dabei begnügt er sich nicht mit der geläufigen Darstellung. Er entwickelt eigene Erklärungsansätze und stellt insbesondere Fragen nach der Wirkung gewaltiger Eismassen und deren Druck auf die Erdkruste. Seine Überlegungen stehen teilweise deutlich außerhalb etablierter wissenschaftlicher Erklärungsmodelle. Gerade das macht die Geologie für ihn interessant: Sie ist für ihn kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein Feld, in dem Beobachtung, Überlieferung und Interpretation miteinander ringen.

    Ähnlich kritisch nähert sich Steinhauser-Teufel dem Thema Klima. Er weist die Bezeichnung „Klimaleugner“, die ihm zugeschrieben wird, zurück und bezeichnet sich selbst vielmehr als „Klimabefürworter“. Seine Vorstellung eines stabilen Klimasystems basiert auf der Annahme, dass natürliche Rückkopplungsmechanismen eine wesentlich größere Rolle spielen, als dies in öffentlichen Debatten häufig dargestellt werde.


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    43 min
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