NICHT VERRÜCKT. NUR MENSCHLICH. copertina

NICHT VERRÜCKT. NUR MENSCHLICH.

NICHT VERRÜCKT. NUR MENSCHLICH.

Di: Melle Siegfried
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Warum reagieren wir manchmal völlig anders, als wir eigentlich wollen? Warum wiederholen wir Muster, die uns längst nicht mehr guttun? Und warum ergibt das oft mehr Sinn, als wir glauben? In „NICHT VERRÜCKT. NUR MENSCHLICH“ geht es um Gefühle, Prägungen, innere Schutzmechanismen und die erstaunliche Logik hinter unserem Verhalten. Mit persönlichen Geschichten, Erkenntnissen aus meiner Arbeit und Gesprächen mit spannenden Gästen. Für alle, die sich selbst besser verstehen wollen – ohne Schubladen, Selbstoptimierungsdruck oder toxische Positivität.Melle Siegfried Successo personale Sviluppo personale
  • Wenn dir der Draht aus der Mütze fliegt – Der Körperseufzer für große Gefühle | 24
    Oct 13 2026

    Manchmal ist dein Körper einfach schneller als dein Kopf.

    Du bekommst eine Nachricht und merkst schon bei der ersten Zeile, wie dir heiß wird. Ein Gespräch steht an und dein Magen übt bereits am Vorabend den Ausnahmezustand. Oder dir nimmt ein sehr gepflegter älterer Herr die Vorfahrt – und du spürst, wie die Wut vom Bauch über die Brust direkt in den Kiefer wandert.

    So ungefähr war es bei mir.

    Und diesmal wollte ich ausprobieren, ob zwischen „runterschlucken“ und „explodieren“ vielleicht noch etwas anderes passt.

    In dieser Folge geht es deshalb um den Körperseufzer – eine ziemlich unspektakuläre Atemtechnik für Momente, in denen ein großes Gefühl gerade das Steuer übernehmen möchte.

    Ich zeige dir, wie er funktioniert, was dabei im Körper passiert und warum ein langes Ausatmen deinem inneren Security-Beauftragten ein anderes Signal geben kann als ein gut gemeintes „Jetzt beruhig dich doch mal!“.

    Und nein: Es geht nicht darum, Wut, Angst oder Aufregung wegzuatmen.

    Es geht darum, wieder ein kleines bisschen mehr Platz zwischen das Gefühl und das zu bekommen, was du als Nächstes tust.

    In dieser Folge erfährst du unter anderem:

    • wie der Körperseufzer funktioniert,

    • warum dein Körper manchmal längst Alarm geschlagen hat, bevor dein Kopf überhaupt weiß, was los ist,

    • warum „Beruhig dich!“ dann erstaunlich wenig beeindruckt,

    • und was passieren kann, wenn die erste große Gefühlswelle vorbei ist und plötzlich Scham um die Ecke kommt.

    Und natürlich erfährst du auch, wie die Geschichte mit dem gepflegten älteren Herrn ausgegangen ist.

    Nur so viel: Es sind keine Anime-Feuerbälle geflogen.

    Na ja. Fast keine. 😄

    Zum Weiterdenken:
    Wenn ein Gefühl sehr viel größer wird als der Moment: Woher kennst du dieses Gefühl?

    Die erwähnten Links und Studien zum Körperseufzer findest du hier:


    Stanford Medicine – gut verständliche Zusammenfassung: Erklärt Durchführung und Ergebnisse der Studie ohne Wissenschafts-Kauderwelsch.

    https://med.stanford.edu/news/insights/2023/02/cyclic-sighing-can-help-breathe-away-anxiety.html?utm_source=chatgpt.com


    Und wenn du tiefer einsteigen willst, hier die Originalstudie (2023): „Brief structured respiration practices enhance mood and reduce physiological arousal“ – hier wurde u. a. fünf Minuten tägliches „cyclic sighing“ über einen Monat mit anderen Atemübungen und Achtsamkeitsmeditation verglichen.

    https://hubermanlab.stanford.edu/publications/brief-structured-respiration-practices-enhance-mood-and-reduce-physiological-arousal?utm_source=chatgpt.com

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    22 min
  • Was ist eigentlich normal? – Mit Jule über Arschengel, Gefühle und andere menschliche Eigenarten | 23
    Oct 6 2026
    Heute wird's persönlich, lustig und an einigen Stellen natürlich auch tiefgründig.Mein zweiter Interviewgast ist da: Jule vom Podcast „Kannste dir nicht ausdenken“. Und wir sprechen über genau die Dinge, die uns beide faszinieren:Was ist eigentlich normal?Viel fühlen? Schnell wütend werden? Barfuß durchs Leben laufen? Oder sich morgens auf dem Feldweg dabei erwischen, einem unfreundlichen Radfahrer in Gedanken einen Anime-Feuerball hinterherzuschießen?In dieser Folge ist Jule Kieseler zu Gast – Personal Trainerin, Ernährungsberaterin, Coach und Host des Podcasts „Kannste dir nicht ausdenken“.Und ziemlich schnell wird aus einem Gespräch über Gefühle eine kleine Reise durch all die Dinge, bei denen wir Menschen uns selbst und andere gern mal in Schubladen stecken.Wir sprechen darüber, warum Jule ihre vermeintliche „Heulsusigkeit“ heute nicht mehr loswerden möchte, warum Wut nicht automatisch etwas ist, das wir wegregulieren müssen, und warum es bei anderen oft viel leichter ist, verständnisvoll und gelassen zu bleiben als bei uns selbst.Es geht um Arschengel und Ungerechtigkeitsallergien, Menschen, die irgendwie anders sind, um das Bedürfnis dazuzugehören – und darum, wie schnell wir etwas für falsch oder merkwürdig halten, nur weil es außerhalb unseres eigenen Erfahrungshorizonts liegt.Und natürlich geht es auch um Jules großes Spezialgebiet: barfuß durchs Leben. Inklusive der wichtigen Erkenntnis, dass man Kuchen nicht mit den Füßen backen muss. 😄Vor allem aber geht es um etwas, das unsere beiden Podcasts verbindet: einen neugierigen Blick auf das, was Menschen tun – gerade dann, wenn es schräg, widersprüchlich oder nicht besonders souverän ist.Jule erzählt von den Dingen, bei denen wir erleichtert feststellen: Ach guck. Nicht nur ich.Und ich stelle fest, dass man ziemlich viel über innere Muster wissen kann – und mir trotzdem gelegentlich der Draht aus der Mütze fliegt.Zwei Menschen beobachten sich beim Menschsein.Mit Neugier, Tiefgang, Humor – und gelegentlich einem imaginären Feuerball.Denn all das ist nicht verrückt. Nur menschlich.HÖR UNBEDINGT IN JULEs PODCAST REIN!🎙️ „KANNSTE DIR NICHT AUSDENKEN" findest du hier:https://open.spotify.com/show/6UkpHpI4L57Mht8Jcld99W?si=8cabbc40b2964409Jule auf Instagram:https://www.instagram.com/personal_training_rostock/Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich wie immer über eine Bewertung, ein Abo oder wenn du den Podcast mit einem Menschen teilst, der manchmal auch denkt:„Was ist eigentlich normal?“Denn meistens lautet die Antwort: „Das alles ist ..."Nicht verrückt. Nur menschlich.Wenn du mich suchst, findest du mich auch hier:https://www.mellesiegfried.de/ Und wenn du einen ersten Schritt zurückzu dir selbst gehenwillst, findest du hier meinen 0€-Kurs „Spür dich wieder“⁠https://www.mellesiegfried.de/mini-modul/⁠ 1:1-Coaching -> KostenlosesKennenlerngespräch vereinbaren⁠https://www.mellesiegfried.de/kontakt/#buchung⁠ Instagram⁠https://www.instagram.com/mellesiegfried/⁠ Facebook⁠https://www.facebook.com/melle.siegfried⁠ LinkedIn⁠www.linkedin.com/in/melle-siegfried-b6550266⁠
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    33 min
  • Was reg ich mich eigentlich so auf? – Über Wut, wunde Punkte und alte Geschichten| 22
    Sep 29 2026

    Ich sitze auf einem Supermarktparkplatz und sehe, wie ein junger Mann ganz entspannt auf einem Behindertenparkplatz parkt, in den Laden geht und mit einer Dose Cola wieder rauskommt.

    Und ich? Sitze im Auto und bin auf 180.

    So sehr, dass ich kurz darüber nachdenke, wie ich ihm einen reinwürgen könnte. Nicht meine glorreichste Stunde. 😅

    Die Wut hatte einen Grund. Auf einem Behindertenparkplatz zu parken, wenn man da nicht hingehört, ist rücksichtslos.

    Aber die Größe meiner Wut? Die hatte mit diesem Parkplatz nur noch bedingt zu tun.

    In dieser Folge geht es darum, wofür Wut eigentlich da ist, warum so viele von uns früh gelernt haben, sie wegzudrücken – und woran du merken kannst, ob deine Wut gerade wirklich zu diesem Moment gehört oder ob da noch etwas Älteres mit an Bord ist.

    Ich erzähle dir von „frischer“ und „alter“ Wut, von meinem persönlichen Detektorwort „Ach komm“ und davon, warum ausgerechnet dieser junge Mann mit seiner Cola zu meinem allerersten Arschengel wurde.

    Denn irgendwann habe ich mich gefragt:

    Was genau tut dieser Mensch eigentlich, das mich so auf die Palme bringt?

    Die Antwort war ziemlich eindeutig:

    „Der nimmt sich einfach, was ihm nicht zusteht.“

    Und genau da wurde es interessant.

    Denn ich hatte mir bis dahin oft nicht einmal genommen, was mir sehr wohl zustand.

    Wut ist nicht Schreien. Wut ist nicht Türenknallen. Und Wut ist nicht Gewalt.

    Wut ist erst einmal eine Information.

    Und manchmal lohnt es sich, ihr zuzuhören.

    Vier Fragen für den nächsten Moment, in dem es in dir hochkocht:

    1. Was ist mir hier gerade wichtig? Was wird verletzt?
      Mein Raum? Respekt? Meine Zeit? Eine Grenze? Ein Wert?


    2. Passt die Größe meiner Wut zu dem, was gerade passiert?
      Oder ist sie deutlich größer, bleibt länger oder dreht sich immer wieder im Kreis?


    3. Was genau tut dieser Mensch, das mich so auf die Palme bringt?
      Und vielleicht auch: Was nimmt er sich gerade raus, das ich mir selbst nicht erlaube?


    4. Was will meine Wut, was ich tue?
      Braucht es ein klares Nein? Einen Satz, den ich schon viel zu lange runterschlucke? Will ich gehen? Oder mir endlich etwas nehmen, das mir zusteht?

    Du musst diese Fragen übrigens nicht beantworten, während du innerlich noch kochst. Manchmal geht das erst später.

    Die Wut läuft dir nicht weg. Und die Antwort auch nicht.

    Denn deine Wut ist kein Charakterfehler.

    Sie ist eine Botschaft.

    Manchmal eine über den Moment. Manchmal eine über dich.

    Meine Wut darf inzwischen mit an den Tisch.

    Sie darf nur nicht allein entscheiden.



    Mehr über mich und meine Arbeit findest du hier:

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    19 min
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