Zwei Searcher, zwei Unternehmenskäufe – aber zwei komplett unterschiedliche Wege zum Closing.
Während Micha einen klassischen Unternehmenskauf mit Bankfinanzierung umgesetzt hat, ist Alex einen anderen Weg gegangen: Asset Deal aus einer Insolvenz in Eigenverwaltung, finanziert mit Eigenkapital und gemeinsam mit einem Co-Investor.
In dieser Folge vergleichen wir unsere beiden Transaktionen erstmals direkt miteinander. Denn obwohl wir unsere Suche nahezu zeitgleich gestartet und unsere Unternehmen am Ende sogar fast gleichzeitig übernommen haben, hätten die letzten Monate kaum unterschiedlicher laufen können.
Was unterscheidet einen klassischen Unternehmenskauf von einem Kauf aus der Insolvenz? Wo liegen die Chancen – und wo die zusätzlichen Risiken?
Wir sprechen unter anderem darüber:
– warum eine Insolvenz nicht automatisch bedeutet, dass ein Unternehmen ein schlechter Deal ist
– weshalb Insolvenz nicht gleich Insolvenz ist und welche Rolle die Eigenverwaltung spielt
– wie unterschiedlich Geschwindigkeit und Zeitdruck in beiden Transaktionsformen sind
– warum bei einem Insolvenz-Deal neben Verkäufer und Käufer plötzlich Sachwalter und Sanierungsberater mit am Tisch sitzen
– wie sich Kaufpreisverhandlungen und Due Diligence unterscheiden
– warum klassische Bankfinanzierung bei einem Insolvenz-Deal schnell an ihre Grenzen kommen kann
– wie Alex den Deal stattdessen mit Co-Investor und Eigenkapital strukturiert hat
– weshalb Micha dagegen stark mit Fremdkapital und Verkäuferdarlehen gearbeitet hat
– wie unterschiedlich dadurch auch das persönliche Risiko beider Käufer aussieht
– und warum ein vermeintlich günstiger Kaufpreis noch lange kein Schnäppchen bedeutet.
Alex erzählt außerdem, warum er zu Beginn seiner Suche Insolvenzunternehmen eigentlich kategorisch ausgeschlossen hatte – und was ihn schließlich doch dazu gebracht hat, sich genau so einen Deal anzuschauen. Entscheidend war dabei nicht nur der Preis, sondern vor allem die Frage: Warum ist das Unternehmen überhaupt in die Insolvenz geraten – und lassen sich die Ursachen nachhaltig beheben?
Denn ein funktionierendes Geschäftsmodell, ein attraktiver Markt und ein gutes Produkt können auch in einem insolventen Unternehmen vorhanden sein. Gleichzeitig braucht es Kapital, operative Arbeit und die Bereitschaft, Risiken zu übernehmen, die bei einem klassischen Nachfolge-Case vielleicht nicht in gleicher Form bestehen.
Und auch für uns gab es dabei eine wichtige Erkenntnis: Nach Monaten der Unternehmenssuche dachten wir eigentlich, den M&A-Prozess inzwischen verstanden zu haben. Mit dem Insolvenz-Deal begann die Lernkurve für Alex jedoch noch einmal fast von vorne.
Zwei Runways, zwei unterschiedliche Risiko-Rendite-Profile und zwei Wege ins Unternehmertum. Eine Folge für alle, die nicht nur klassische Nachfolge-Deals anschauen, sondern verstehen wollen, wann auch ein Unternehmenskauf aus der Insolvenz eine echte Chance sein kann. ✈️
Partner der zweiten Staffel
Die zweite Staffel der Mittelstandspiloten entsteht gemeinsam mit unserem Partner DUB – Deutsche Unternehmerbörse. Uns verbindet ein gemeinsames Ziel: Wissen rund um Unternehmensnachfolge zugänglicher zu machen und damit mehr erfolgreiche Nachfolgen im deutschen Mittelstand möglich zu machen.
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