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Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast

Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast

Di: Nelia und Alexander
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Offerte di stagione | 0,99 €/mese per i primi 3 mesi

A seguire 9,99 €/mese – si applicano condizioni. Puoi disdire mensilmente.

Willkommen bei „Ungehalten“ – dem autobiografischen Podcast der Wochenkinder. Wir sind Nelia und Alexander. Wir wollen herausfinden, wie die Kindheit mit dem Erwachsenenleben zusammenhängt und ob es tatsächlich nie zu spät ist, eine glückliche Kindheit zu haben.
Wir wollen erklären, was Wochenkinder sind, was das mit den Kindern, den Eltern und Erziehern gemacht hat und wie es den Wochenkindern heute geht. Wir werden unsere Geschichten erzählen und Erziehungswissenschaftler, Psychotherapeuten sowie Kulturschaffende zur Kinderbetreuung befragen. Denn die Frage wann gebe ich mein Kind erstmals dauerhaft in fremden Händen ist auch heute umstritten und ein hoch emotionales Thema.
Ungehalten ist ein Podcast von Wochenkindern für Wochenkinder und alle, die herausfinden wollen, warum wir so ticken, wie wir ticken und was das mit unserer Kindheit zu tun hat.
Beginnend am 1. Juni 2026 erscheint alle zwei Wochen eine neue Folge immer am Montagmorgen.
Der Podcast ist ein Projekt des „Wochenkinder eV“ und wurde durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

© 2026 Ungehalten - Der Wochenkinder-Podcast
Genitorialità e famiglie Igiene e vita sana Psicologia Psicologia e salute mentale Relazioni Successo personale Sviluppo personale
  • 11 - Auf den Anfang kommt es an - was braucht ein Baby fürs Leben?
    Oct 18 2026

    Was braucht ein Baby, um sich sicher in der Welt zu fühlen? Warum sind Berührung, Geruch und Stimme so wichtig? Und was geschieht, wenn in dieser frühen Zeit etwas fehlt?

    Darüber sprechen wir in der neuen Folge von „Ungehalten“ mit Dr. Agathe Israel. Die Kinderpsychiaterin, Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit frühester Entwicklung und den Folgen früher Trennung. Schon zu DDR-Zeiten setzte sie sich kritisch mit der Betreuung kleiner Kinder auseinander. Später untersuchte sie die Erfahrungen ehemaliger Krippenkinder. Heute engagiert sie sich in der Gesellschaft für frühkindliche Bindung für, die Bedürfnisse von Babys und Kleinkindern stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

    Unser Gespräch führt deshalb von der Wochenkrippe bis in die Gegenwart: Was prägen die allerersten Erfahrungen für das spätere Leben? Was lässt sich später noch verändern? Wann ist ein Kind bereit für institutionelle Betreuung? Und warum wird über diese Frage bis heute so erbittert gestritten?

    Am Ende geht es um eine Frage, die weit über die Wochenkrippe hinausreicht: Was brauchen Kinder am Anfang ihres Lebens und was müssen Eltern und Gesellschaft dafür möglich machen?

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    1 ora e 20 min
  • 10 - Was wirklich geschah: Die führende Forscherin zu DDR-Wochenkrippen
    Oct 4 2026

    In dieser Folge von „Ungehalten" spricht die Historikerin Dr. Heike Liebsch über ihre zehnjährige Forschung zu Wochenkrippen in der DDR – einem Thema, das lange als bloße „Marginalie" abgetan wurde und dennoch bis zu 680.000 Kinder betraf. Sie erläutert, wie diese Zahlen wissenschaftlich ermittelt wurden, und schildert den streng reglementierten Alltag in den Einrichtungen: eine tägliche Kontaktzeit zu Erwachsenen von nur rund 20 Minuten, sowie bislang kaum dokumentierte Praktiken wie das Fixieren von Kindern in Gitterbetten mit Lederriemen, an denen sich mehrfach Kinder strangulierten.

    Besonders eindringlich berichtet Liebsch von den Zuständen bei Nacht – einer Nachtwache, die für 25 Kinder allein zuständig war und selbst schlief, oder einem Hausmeister als einziger Aufsicht für 80 Kinder. Sie erzählt von jungen Erzieherinnen, die heimlich mit den Kindern spielten, weil Zärtlichkeit offiziell als „Verwöhnung" galt, und von zwei ehemaligen Erzieherinnen, die in Tränen ausbrachen, als sie zum ersten Mal von der Bindungstheorie erfuhren.

    Ausführlich geht Liebsch zudem auf die Rolle der Pädiaterin Eva Schmidt-Kollmer ein, die die DDR-Erziehungspläne prägte, sowie auf den internationalen Vergleich mit der Tschechoslowakei, wo der kritische Dokumentarfilm „Kinder ohne Liebe" eine öffentliche Debatte auslöste – in der DDR hingegen verboten blieb. Ohne Schuldzuweisungen, aber mit schonungsloser Klarheit zieht sie abschließend Parallelen zu heutigen 24-Stunden-Kitas und plädiert für einen gesellschaftlichen Diskurs über frühe Fremdbetreuung.

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    1 ora e 18 min
  • 09 - Kann man Geborgenheit lernen? Wege aus dem Trauma
    Sep 20 2026

    In dieser Folge von „Ungehalten" führt die Diplom-Psychologin und systemische Therapeutin Katharina Kautzsch das Gespräch über Trauma fort und richtet den Blick nach vorn: Wie lässt sich das Erlebte verarbeiten?

    Sie erklärt, dass Traumafolgen neurowissenschaftlich betrachtet nicht „überschrieben", aber durch neue neuronale Vernetzung und positive Erfahrungen verändert werden können. Ausführlich beantwortet sie eine Zuhörerfrage zum Thema Urvertrauen und erläutert den Unterschied zwischen Selbstmitleid und Selbstmitgefühl als zentralem Konzept der Traumaverarbeitung. Kautzsch schildert, wie ehemalige Wochenkinder in ihrer Praxis vorkommen und plädiert dafür, dass Betroffene ihre frühe Geschichte aktiv in Therapien einbringen sollten.

    Breiten Raum nimmt ihr Buch „Geborgenheitserleben in Krisen, Leid und Trauer" ein, in dem sie den Begriff der Geborgenheit als Zustand des Gesehen-, Gehalten- und Aufgehobenseins definiert. Sie beschreibt praktische Übungen zur Selbstberuhigung, etwa gezielte Selbstberührung, Körperwahrnehmung und Imagination sicherer Orte, sowie den Unterschied zwischen Bottom-up- und Top-down-Ansätzen in der Traumaarbeit. Weitere Themen sind die Klopftechnik nach Fred Gallo, die neue Therapieform Sinosomatics, die Rolle von Spiritualität als Schutzfaktor gegen Depression nach Forschung von Lisa Miller sowie künstlerische Ausdrucksformen als Bewältigungshilfe.

    Abschließend reflektiert Kautzsch über die eigene Betroffenheit von Therapeutinnen und Therapeuten im Umgang mit traumatisierten Klienten und gibt anhand eines eigenen Fallbeispiels Einblick in ihre Arbeitsweise.

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    55 min
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