Episodi

  • #167 Trauer im Herbst: Drei Dinge, die du jetzt tun solltest
    Oct 18 2026
    „Die Trauer ist ja kein Störfaktor. Sie ist die Liebe, die einfach einen Platz braucht.“ Wenn es draußen früh dunkel wird, spürst du deine Trauer vielleicht wieder deutlicher: mehr Tränen, mehr Müdigkeit, eine Erkältung nach der anderen. In dieser Folge teile ich drei Dinge, die ich gerade selbst für mich und meine Trauer im Herbst umsetze. Dazu bringe ich Studien mit, die zeigen, wie tief Trauer in den Körper hineinwirkt, bis ins Immunsystem. Es geht nie darum, die Trauer in den Griff zu kriegen, sondern dir gute Bedingungen zu schaffen, in denen sie Raum haben darf. Zum Schluss zeige ich dir meine Herbstvariante der SeelenSport-Übung Pfau, den Pfau im Herbstkleid, mit Händen voller Blätter. Du musst nicht alles auf einmal machen, eine kleine Sache reicht für den Anfang. ✅ Gönn dir deine Trauer: Wer Gefühle häufig unterdrückt, zeigt laut einer Studie stärkere Entzündungsreaktionen im Körper. ✅ Kleine, warme, nährende Dinge stärken dein Immunsystem: Suppe auf Vorrat, eine Kanne Kräutertee, Vitamin D ärztlich abchecken lassen. ✅ Tageslicht und Bewegung gehören zusammen: Schon 10 Minuten Spaziergang zur Mittagszeit zählen.
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    36 min
  • #166 Trainerin Evelyn Kolfen über frühe Trauer um ihren Papa und ein Leben nach der Wende
    Oct 11 2026
    „Heb mal den Blick und schau, ob schon ein paar Blumen aufgegangen sind.“ Vielleicht kennst du das: Die Trauer ist schon lange da, und trotzdem kommt sie manchmal wie eine Welle, die dir den Atem nimmt und die Schultern zusammenzieht. In dieser Folge nimmt mich SeelenSport®-Trainerin Evelyn Kolfen mit in die Zeit kurz vor der Wende, als sie mit 17 ihren Papa zu Hause gepflegt und verloren hat. Sie erzählt, wie sich ihre Wut in einer Straßenbahn plötzlich in Freude verwandelt hat, wie ein Traum ihr in der Schwangerschaft half, der Liebe mehr Raum zu geben als den Sorgen, und was ihr der Glaube in der größten Einsamkeit geschenkt hat. Wir sprechen auch darüber, wie Evelyn mit SeelenSport® zu einer aufrechteren Haltung und einem freieren Atem gefunden hat und warum es so wertvoll ist, sich in traurigen Momenten selbst in den Arm zu nehmen. Zum Schluss liest Evelyn ihre eigene Trostbankgeschichte, die sie für den Hospizverein in Bramsche geschrieben hat. ✅ Wut, Angst und Scham dürfen da sein, und mit der Zeit darf auch ein neues Gefühl wieder Platz bekommen. ✅ Trauer geht nicht einfach weg, sie wird Teil deines Lebens, wie ein Krug mit einem Riss, an dessen Weg trotzdem Blumen wachsen. ✅ Sich selbst in den Arm zu nehmen und sich Liebe zu schenken kann in traurigen Momenten Halt geben.
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    1 ora e 4 min
  • #165 „Irgendwann kommt das Licht": Anna über viele Verluste, Sternenkinder und ihren langen Trauerweg
    Oct 4 2026
    „Es gibt immer ein Ende des Tunnels, auch wenn der Tunnel lange ist." Vielleicht kennst du das: Ein Verlust ist noch gar nicht richtig angekommen, und schon kommt der nächste. Der Körper bleibt dann dauernd in Alarmbereitschaft, der Schlaf wird unruhig und die Kraft immer weniger. In dieser Folge erzählt mir Anna von vielen Jahren voller Abschiede: Sie hat ihre beste Freundin bis zum Tod begleitet, ihren Papa verloren und mehrere Fehlgeburten erlebt, darunter eine Eileiterschwangerschaft mitten im Lockdown, die sie ganz allein durchstehen musste. Anna erzählt, was ihr geholfen hat: Schreiben, Singen, nächtliche Gespräche am Friedhof, eine Sternenkinder-Gedenkstätte in ihrem Ort, der SeelenSport und Winterkraft. Und sie erzählt, wie seit diesem Sommer ein kleines Mädchen als Pflegekind bei ihr und ihrem Mann lebt. Hör rein, wenn du magst. Vielleicht findest du dich in Annas Geschichte ein Stück wieder. ✅ Trauer um eine Freundin ist genauso echt wie jede andere Trauer, auch wenn sie im Umfeld oft übersehen wird. ✅ Jeder Verlust hat seinen eigenen Platz, weil wir zu jedem Menschen eine andere Beziehung hatten. ✅ Anna sagt: Such dir einen Kanal, um deine Gefühle ins Fließen zu bringen, ob Schreiben, Singen oder Bewegung, und trau dich, Neues auszuprobieren.
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    1 ora e 14 min
  • #164 Eine Hochzeit und meine heftigste Trauerwelle seit Jahren
    Sep 27 2026
    Es gibt Momente, die dich völlig unvorbereitet erwischen, und manchmal sind es ausgerechnet die schönen. Ich war auf der Hochzeit von Nina, der besten Freundin meiner verstorbenen Schwester Larissa, und schon Tage davor hat mein Körper reagiert: Albträume, schlechter Schlaf und ein Kiefer, der so verspannt war wie seit Jahren nicht mehr. Auf der Feier lag dann alles gleichzeitig übereinander, die Sehnsucht nach Larissa und eine riesige Liebe zu all den Menschen, die dort zusammen gefeiert haben, und als ihr Lieblingslied gespielt wurde, hätte ich fast den Raum verlassen. In dieser Folge erzähle ich dir ganz offen, wie ich mich durch dieses Wochenende getragen habe, welche SeelenSport-Übungen mir mitten im Trubel und am Tag danach geholfen haben und warum meine Kieferschmerzen am Montag plötzlich weg waren. Wenn du gerade selbst vor einem Fest, einem Jahrestag oder einer großen Veränderung stehst, ist diese Folge eine Einladung, deinem Körper zuzuhören. ✅ Auch nach 13 Jahren können heftigste Trauerwellen kommen, besonders rund um Hochzeiten, Geburten und andere große Lebensmomente. Das ist vollkommen okay. ✅ Dein Körper spricht mit: Bei mir war es der Kiefer, der sich erst wieder gelöst hat, als ich die Trauer bewusst zugelassen habe, statt sie wegzudrücken. ✅ Du darfst eine Welle im Moment selbst „parken" und dich spätestens am nächsten Tag gezielt um sie kümmern, mit Bewegung, Zeit für dich und ganz viel Weinen dürfen.
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    33 min
  • #163 Wenn vor dem Todestag alles kippt: Meine Übungen in der akuten Trauerkrise
    Sep 20 2026
    „Auch mein Hirn ist nach 13 Jahren noch ziemlich durcheinander, wenn es um solche besonderen Tage geht." Eigentlich war für diese Woche eine ganz andere Folge geplant – und dann war das Wochenende vor Larissas Todestag so wild, dass ich dir lieber ganz ehrlich erzähle, was da wirklich passiert ist. Ich habe im Geschäft Preisschilder gelesen, bei denen mein Kopf die Hälfte der Zahl einfach ausgeblendet hat. Ich bin im Wald in einen Hundehaufen gesessen und habe den Bach direkt neben mir schlicht nicht mehr wahrgenommen. Und auf der Wanderung am nächsten Tag war da erst Panik wegen einer giftigen Blume, dann ein Bienenstich, dann eine Herde Kühe – während meine Knie und Füße schon seit Wochen mitgeteilt haben, unter welcher Spannung ich stehe. Was mich da durchgetragen hat, waren nicht gute Vorsätze, sondern Übungen, die mittlerweile ganz von allein anspringen: Antlia, Widder und der Große Bär. Am Ende der Folge gebe ich dir Antlia als Bewegungsimpuls mit, damit du sie selbst ausprobieren kannst. ✅ Trauer frisst Konzentration und Arbeitsgedächtnis – Vergesslichkeit und „dumme Fehler" rund um besondere Tage sind normal, auch nach vielen Jahren. ✅ Der Körper spricht mit: Knieschmerzen, Fußschmerzen, Halsweh vor dem Todestag – und oft ist es kurz danach wieder weg. ✅ Regelmäßig geübte Körperübungen stehen dir in der Krise automatisch zur Verfügung: Du wirst nicht panikfrei, aber du bleibst handlungsfähig.
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    47 min
  • #162 Wenn der Todestag näher rückt: Körpersignale und meine Erfahrung nach 13 Jahren
    Sep 13 2026
    Manchmal wird man plötzlich unrund, gereizt, bekommt Halsschmerzen oder schläft schlechter – und erst Tage später fällt einem auf: Ach ja, der Todestag steht bevor. Genau davon erzähle ich in dieser Folge: 13 Jahre nach dem Mord an meiner Schwester Larissa blicke ich darauf, wie sich diese Zeit für mich Jahr für Jahr verändert hat – vom Kloß im Hals, mit dem ich damals von Arzt zu Arzt gelaufen bin, bis zu dem Nachlauf, der oft erst kommt, wenn der Tag längst vorbei ist. Ich spreche darüber, warum ein Todestag nach Mord, Suizid oder Unfall eine doppelte Schicht hat, warum es auch völlig in Ordnung ist, an diesem Tag gar nichts zu fühlen, und wie sich Rituale über die Jahre verändern dürfen. Aus der SeelenSport-Perspektive gebe ich dir am Ende einen Bewegungsimpuls mit – die Übung „Die Pendeluhr liegend" –, der dich daran erinnert, dass du dein eigenes Tempo schwingen darfst. ✅ Der Todestag ist kein einzelner Punkt, sondern eine Zeitspanne: Wochen davor, der Tag selbst und ein oft unterschätzter Nachlauf. ✅ Halsschmerzen, innere Unruhe, kurze Zündschnur, Schlafprobleme oder unregelmäßige Zyklen – dein Körper zählt mit, auch ohne bewussten Gedanken. ✅ Rituale dürfen sich jedes Jahr verändern – und ein Todestag ohne Tränen sagt nichts über die Tiefe deiner Bindung aus.
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    31 min
  • #161 „Meinen Hass kriegst du nicht": Annika über den Prozess, das Urteil und ihre Trauer als Mama (Teil 2)
    Sep 6 2026
    „Meinen Hass kriegst du nicht. Du bist nicht ein Gedanke wert. Hier ist nur Liebe, und die gilt einzig und allein Hannah." Es gibt eine Trauer, die kaum jemand kennt: die Trauer, die parallel zu Aktenzeichen, Gutachten und Verhandlungstagen läuft. Im zweiten Teil unseres Gesprächs erzählt Annika, wie ihre Familie nach dem Mord an ihrer Tochter Hannah von der Presse überrollt wurde, wie sie sich bewusst gegen jedes Interview entschieden hat und was zehn Prozesstage über Monate hinweg mit einem Körper machen, der ohnehin schon im Ausnahmezustand ist. Sie spricht sehr offen darüber, was sie im Gerichtssaal gespürt hat – und was nicht –, warum sie sogar Mitgefühl für die Mutter des Täters hat und wie ihre zweite Tochter Hannah im Prozess eine Stimme gegeben hat. Aus meiner SeelenSport-Perspektive höre ich hier vor allem eines: wie viel Kraft dieser Ausnahmezustand kostet und wie wichtig es ist, dass der Körper danach überhaupt wieder ankommen darf. Im letzten Teil sprechen wir über Gewalt an Frauen, über Täter-Opfer-Umkehr im Fernsehen und darüber, was sich gesellschaftlich verändern muss. ✅ Warum Medienberichte, Falschinformationen und Fotos vom Abschied für Angehörige ein eigener Schmerz sind – und wie eine Familie sich davor schützen kann ✅ Was ein monatelanger Prozess körperlich und seelisch abverlangt, und was Annika in dieser Zeit Halt gegeben hat ✅ Warum wir beide über einen Satz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen fassungslos waren – und warum es Männer braucht, die laut werden
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    1 ora e 42 min
  • #160 „Ein letztes Blaulicht für Hannah": Annika über den Femizid an ihrer Tochter (Teil 1)
    Aug 30 2026
    „Hannahs Mörder hat 13 Jahre bekommen – und wir haben lebenslang." Manchmal ist es nicht der Verlust selbst, der dich als Erstes trifft, sondern die Unwirklichkeit: Der Kopf sagt, das kann nicht sein, während der Körper längst kalt wird und nichts mehr isst. Genau davon erzählt mir Annika in diesem Gespräch. Ihre Tochter Hannah, 21 Jahre alt und mit ganzem Herzen Rettungssanitäterin, wurde im Oktober 2023 von einem Kollegen getötet – und Annika nimmt dich mit in die Stunden danach, in die Beerdigung mit Blaulicht und Klopfern, und in einen Alltag, in dem plötzlich die eigene Küche zum unbetretbaren Ort wird. Aus SeelenSport-Perspektive höre ich hier sehr deutlich, wie stark Trauer im Körper sitzt: in Messern, die man nicht anfassen kann, in Bildern, die in Dauerschleife laufen, in einer Tür, durch die man nicht mehr gehen mag. Dieses Gespräch ist der erste von zwei Teilen – wir haben mitten in der Aufnahme gemerkt, dass es zu viel für eine Folge ist, und veröffentlichen den zweiten Teil direkt am Sonntag darauf. Nimm dir dafür Zeit und hör so weit, wie es dir heute gut tut. ✅ Wer Hannah war: die junge Frau, die trotz chronischer Erkrankung für ihren Platz im Rettungsdienst gekämpft hat – und wie ihre Kolleg:innen ihr das letzte Blaulicht gaben. ✅ Warum Orte und Gegenstände zu Triggern werden – Küche, Messer, ein einziger Satz – und wie Annika mit EMDR in der Therapie die schlimmsten Bilder entschärfen konnte. ✅ Warum „Wie geht's dir?" eine gefährliche Frage sein kann und wieso Annika irgendwann eine E-Mail an Familie, Freunde und Kolleg:innen geschrieben hat, in der sie sagt, was sie wirklich braucht.
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    1 ora e 36 min