• 053 Nachhaltige Baugrundverstärkung: Polyurethan-Injektionen statt Neubau
    Jul 12 2026

    [Werbung] Wir unterschätzen die Rolle des Tiefbaus für Gebäude massiv. Ja, richtig gehört!

    Während nämlich alle über nachhaltiges Bauen sprechen, wird der Untergrund dabei noch immer zu oft ignoriert.

    Axel Bergforth von URETEK begutachtet jährlich 300-400 Schadensfälle, während das Unternehmen in diesem Zeitraum zwischen 500-600 Gebäude saniert. Seine zentrale Erkenntnis ist, dass viele Hausbesitzer unter Gebäudeschäden leiden, die vermeidbar wären.

    Das Problem? Mangelnde Baugrunduntersuchungen.
    Er vergleicht die Situation mit einem hochwertigen Auto auf minderwertigen Reifen. Das ist genauso riskant wie eine Immobilie auf unzureichend untersuchtem Untergrund zu gründen.

    URETEK nutzt Polyurethan-Injektionen, ein Material aus dem auch Matratzen und Schuhsohlen hergestellt werden, um Bodensetzungen auszugleichen und den Untergrund dauerhaft zu stabilisieren. Das Verfahren ist umweltfreundlich, chemisch inert und sogar in Trinkwasserschutzgebieten zugelassen.

    Der Mehrwert?
    🏡 Erhalt statt Abriss und Neubau
    🏗️ Einsetzbar im Hoch- und Tiefbau
    🌱 Deutlich weniger CO₂-Emissionen und Ressourcenverschwendung
    ⏱️ Minimale Baustellenzeiten, besonders im Infrastrukturbau
    👨‍👩‍👧‍👧 Private Haushalte mit begrenzten Mitteln behalten ihre Häuser

    Natürlich erklärt der Bauingenieur auch, wo die Methode an Grenzen stößt. Außerdem erfährst du, wie es dieses technisch hoch komplexe Thema in die Sendung mit der Maus geschafft hat.

    Die zentralen Erkenntnisse für Bauherren:

    - Investiert in seriöse Baugrundgutachten. Das ist keine Kosteneinsparung, das ist aktives Risikomanagement.

    - Nachhaltigkeit im Tiefbau ist noch Neuland und der Erhalt des Bestands ist eine enrom wirksame Strategie.

    🎧 Hört rein und erfahrt mehr darüber, was Polyurethan-Injektionen im Hoch- und Tiefbau leisten können!

    • 00:03:13 - Injektionsverfahren für Bodenstabilisierung

    • 00:06:11 - Bauen im Bestand und Baugrundverstärkung

    • 00:09:33 - Grenzen der Bauwerksanhebung und Schadensanalyse

    • 00:11:57 - Infrastrukturanwendungen und Brückenrampen

    • 00:14:57 - Unterpressen: Straßenschäden ohne große Sperrungen

    • 00:17:51 - Schnelle Aushärtung und CO2-Reduktion

    • 00:20:31 - Tiefbau als Grundlage für stabilen Gebäudeerhalt

    • 00:23:50 - Baugrundrisiko und Verantwortung beim Bauen

    • 00:26:23 - Auftritt in der Sendung mit der Maus

    • 00:29:28 - Harzinjektionen wie Tortenschichten erklären

    • 00:31:58 - Kirchensanierung mit Injektionstechnik

    • 00:34:51 - Nachhaltigkeit im Tiefbau: Klimawandel und Baugrund

    • 00:37:20 - Bäume und Bauschäden in Städten

    • 00:39:07 - Präventive Anwendung vor dem Bauen


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      Diese Folge enthält Werbung durch Produktnennungen und wird unterstützt von meinem Gast und seinem Unternehmen. Vielen Dank an die URETEK Deutschland GmbH, dass Ihr meine Arbeit ermöglicht!🎙️💚

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    41 min
  • 052 Georadar: Die unsichtbare Infrastruktur sichtbar machen
    Jun 21 2026

    Können wir die unsichtbare Infrastruktur sichtbar machen?🔎

    Stell dir vor, du planst ein Bauprojekt und entdeckst statt einer erwarteten Leitung plötzlich sieben. Daniela Hofmann, Geophysikerin und Leiterin des Georadars bei der DB Engineering & Consulting, erzählt von genau solchen Überraschungen. Seit knapp zwanzig Jahren arbeitet sie mit dieser faszinierenden Technologie, die wie ein Röntgenblick in den Untergrund funktioniert und sich stetig weiter verbessert.

    Das Problem mit Leitungsplänen ist oft gravierend: Die tatsächliche Position kann um zehn Meter oder mehr von den Unterlagen abweichen, und diese sind an sich schon häufig veraltet oder schlichtweg ungenau. Das führt häufig zu teuren Planungsfehlern oder sogar zu bösen Überraschungen beim Baggern, von denen wir dass über die Medien erfahren.

    Nicht ohne Grund ist das Georadar also auch international gefragt. Die Technologie hat sich von einer einzelnen Antenne vor dreißig Jahren zu Systemen mit 28 Antennen entwickelt, die bei 120 km/h arbeiten. Wie wird sich das Georadar in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Werden KI-gestützte Auswertung die Analyse revolutionieren?

    🎧 Hör rein und erfahre, wie diese Technologie nachhaltigeren Infrastrukturbau ermöglicht!

    Die Folge im Überblick:

    00:00:07 - Georadar: Technologie für unterirdische Infrastruktur

    00:04:54 - Georadar: Blick unter die Oberfläche

    00:13:19 - Georadar: Zerstörungsfreie Untergrunderkundung

    00:17:10 - Georadar: Kontinuierliche Untergrunderkundung ohne Lücken

    00:21:34 - Georadar-Daten in BIM-Modelle integrieren

    00:26:02 - Grenzen und Einsatzbereiche des Georadars

    00:31:53 - Georadar findet unbekannte Tunnel und Leitungen

    00:34:43 - Geo-Radar und Nachhaltigkeit im Untergrund

    00:38:17 - Nachhaltige Infrastruktur durch Generalsanierung

    00:42:29 - Zukunftspläne: KI-gestützte Auswertungen und Multisensor-Plattformen

    00:47:45 - Georadar als Standardverfahren der Zukunft

    00:51:53 - Normen und Georadar in der Infrastrukturplanung

    00:55:17 - Zentrales Leitungsregister und Datensicherheit

    00:58:14 - Nachhaltigkeit beginnt jetzt umzudenken


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    48 min
  • 051 Die Planung: DER Schlüssel für Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau
    May 31 2026

    Viele wissen es bereits: Der Schlüssel zu nachhaltigen Infrastrukturprojekten liegt in der Planung!

    Aber wie können Planer:innen die Baubranche wirklich etwas verändern?

    Hannes Herzog, Projektingenieur bei CDM Smith in Leipzig, zeigt konkrete Wege auf. Trotz eines Studiums ohne Nachhaltigkeitsschwerpunkt entwickelte er sich zum Experten und gründete mit Kollegen ein Kernteam Nachhaltigkeit.

    Er betont die zentrale Rolle von Planern, die bereits in frühen Projektphasen entscheidende Weichen stellen können. Die Aufgabe besteht darin, Transparenz über Umweltauswirkungen zu schaffen und technische Machbarkeit mit Wirtschaftlichkeit zu vereinbaren. Hier erfahrt ihr, ob das auch Hand in Hand geht.

    Fakt ist, dass immer mehr Projekte konkrete Ergebnisse liefern. Hier zwei Beispiele:

    👉 Bei einem Spundwandverbau etwa stammen etwa zwei Drittel der CO₂-Emissionen aus Materialien wie Stahl und ein Drittel aus Transport und Dieselgeräten.

    👉 Überraschenderweise entstehen beim Deponiebauten 80 bis 85 Prozent der Emissionen durch die Anlieferung von Abfällen und nicht durch die Baumaßnahmen selbst. Hättest du das gedacht?

    Die Erkenntnisse können genutzt werden, um Bauprojekte neu zu denken. Die thermische Aktivierung von Tiefbauteilen zur Geothermie-Nutzung ist so eine Möglichkeit.

    Hannes Herzog fordert von der Politik konkrete Vorgaben zur Treibhausgaseinsparung und von Fachverbänden einheitliche Standards. Er betont aber auch, dass es manchmal so wirkt, als ob der Tiefbau hinter dem Hochbau zurückhinkt, obwohl Materialwiederverwendung bereits seit Jahrzehnten praktiziert und nur nicht explizit als Nachhaltigkeit bezeichnet wird.

    🎧 Hör rein und erfahre mehr über die Hebel in der Planung sowie konkrete Anwendungsfälle!

    Die Folge im Überblick:

    00:00:06 - Nachhaltigkeit in der Infrastrukturplanung

    00:01:49 - Die Rolle des Planers für Nachhaltigkeit

    00:05:22 - Nachhaltigkeitsherausforderungen in Geotechnik und Infrastruktur

    00:08:08 - Lebenszyklusanalysen im Infrastrukturbau

    00:28:44 - Tools und Datenqualität für LCA-Analysen

    00:33:16 - Transportwege und BIM-Integration im Tiefbau

    00:36:06 - Wissensaufbau in nachhaltiger Planung

    00:39:06 - Forderungen an Politik und Fachverbände für Kreislaufwirtschaft

    00:42:04 - Nachhaltigkeit im Tiefbau: Potenziale und Handabdruck


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    45 min
  • 050 Moore, Klimaschutz und Heavy Metal: Nachhaltige Erosionsschutzmatten von der Klimafarm
    May 10 2026

    Was haben Moore, Klimaschutz und Heavy Metal gemeinsam? Richtig, nachhaltige Erosionsschutzmatten von der Klimafarm!

    Dr. Elena Zydeck leitet seit 2022 "Die Klimafarm" für die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und steht vor einer kniffligen Aufgabe: Moore müssen nass sein, um CO₂ zu binden, aber gleichzeitig muss die Landwirtschaft auf diesen Flächen wirtschaftlich arbeiten können. Die Bundesregierung fördert neun Pilotprojekte mit etwa 50 Millionen Euro über zehn Jahre, um genau diese Balance zu finden und Innovationspotenziale zu identifizieren.

    Bis 2031 werden auf 400 Hektar Flächen wiedervernässt und mit speziellen Raupenfahrzeugen bewirtschaftet. Das Ergebnis? Ein artenreicher Rohstoff aus Paludikultur, der sowohl die Klima- als auch die Biodiversitätskrise bekämpft. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und umfassen beispielsweise Erosionsschutzmatten.

    Funfact: Den ultimativen Härtetest beim Wacken-Festival haben die “Moormatten” bereits bestanden! 🤘

    Dr. Elena Zydeck sieht das große Potenzial der Landwirtschaft, gleichzeitig Rohstoffe, Energie und Lebensmittel zu produzieren sowie das Klima zu schützen. Die größte Herausforderung besteht darin, bei Landwirten wie bei Unternehmen den Mut für diese tiefgreifenden Veränderungen zu schaffen.

    🎧 Hör rein und erfahre, wie aus vernässten Mooren ein ernsthafter Wirtschaftssektor entsteht!

    Die Folge im Überblick:

    00:00:06 - Moore und Klimaschutz in der Landwirtschaft

    00:03:48 - Moorvernässung und spezialisierte Landwirtschaftstechnik

    00:07:10 - Landwirtschaftliche Transformation mit Mut und Innovation

    00:10:46 - Moore als Rohstoff für Klimaschutz und Artenvielfalt

    00:13:59 - Ernte, Rohstoffverkauf und Projektmeilensteine

    00:17:48 - Moormatten: Vom Projekt zur Wacken-Premiere

    00:22:12 - Härtetest beim Wacken Festival erfolgreich bestanden

    00:24:38 - Nachhaltige Produkte aus Moorprojekten

    00:27:26 - Paludikultur als Rohstoff der Zukunft

    00:38:04 - Politik und Wirtschaft für nachwachsende Rohstoffe

    00:42:13 - Mittelstand als Treiber der nachhaltigen Transformation

    00:45:07 - Moore und Klimaschutz für die Gesellschaft

    00:48:39 - Nachhaltigkeit braucht Mut und Innovation


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    50 min
  • 049 Flüssigboden: Der Alleskönner für nachhaltigen Tief- und Infrastrukturbau
    Apr 19 2026

    Wie können wir Baustellen revolutionieren und dabei gleichzeitig die Umwelt schonen? In dieser Episode lade ich euch in die faszinierende Welt des Flüssigbodens ein!

    Wolf-Hagen Stolzenburg, der in zweiter Generation die Flüssigboden Engineering GmbH führt, erklärt uns in dieser Folge ganz genau, wie man jeden Ausgangsboden zeitweise fließfähig macht und ihn später wieder verfestigt. Das Besondere ist die Möglichkeit, spezifische Eigenschaften direkt auf der Baustelle zu definieren.

    Die Technologie besteht zu 95 Prozent aus Ausgangsboden und ermöglicht echte Kreislaufwirtschaft. Statt den Aushub zu transportieren, zu entsorgen und neues Material zu kaufen, wird vorhandener Boden vor Ort aufbereitet und wieder eingebaut.

    Dies reduziert Transportkosten erheblich und spart CO₂-Emissionen ein. Die Technologie macht Platz in beengten Innenstädten, optimiert Bauabläufe und reduziert Lärm sowie Umweltbelastungen erheblich. Bei Linienbauwerken, wie Kanalleitungen, Fernwärme oder Stromkabeln schafft sie zusätzliche Vorteile wie bessere Wärmeabfuhr und Schwingungsisolierung.

    Besonders hervorzuheben ist auch, dass durch Tonmineralogie sogar Schadstoffe wie PFAS und Schwermetalle immobilisiert werden können, und zwar ohne den Boden zu verschlechtern. Flüssigboden ist eine Möglichkeit, sich von traditionellen Entsorgungswegen zu befreien. Das ist nicht nur ökologisch klug, sondern wirtschaftlich intelligent.

    Was mich außerdem überrascht hat, ist, dass man damit sogar den Japanischen Knöterich, eine wahre Plage im Infrastrukturbau, bekämpfen kann.

    🎧 Hört rein und erfahrt mehr über Flüssigboden, seine Einsatzmöglichkeiten und ganz konkrete Beispiele aus der Praxis!

    Die Folge im Überblick:

    00:00:17 - Flüssigboden: Material und Einsatzmöglichkeiten

    00:05:25 - Flüssigboden in der Infrastruktur und Nachhaltigkeit

    00:07:56 - Flüssigboden: Material, Logistik und Arbeitsabläufe

    00:11:38 - Flüssigboden bei kontaminierten Böden einsetzen

    00:17:27 - CO2-Bilanz von Flüssigboden und Verbautechniken

    00:20:53 - Flüssigboden in Linienbauwerken: Vielseitige Anwendungen

    00:29:06 - Kommunales Stoffstrommanagement mit Flüssigboden

    00:38:07 - Kommunale Partnerschaften und Wärmplanung

    00:41:19 - Japanischen Knöterich mit Flüssigboden bekämpfen

    00:47:52 - Funktionsnachweise und Grenzen von Flüssigboden

    00:53:40 - Nachhaltigkeit im Tiefbau: Ökologie und Ökonomie


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    56 min
  • 048 Zertifiziert nachhaltig: Die Rolle des Concrete Sustainability Council im Bauwesen
    Mar 30 2026

    Wusstest du, dass Beton einer der meistgenutzten Baustoffe der Welt ist, aber seine Nachhaltigkeit oft im Dunkeln bleibt?

    Die gute Nachricht: Das ändert sich gerade.

    Andreas Tuan Phan vom Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie zeigt, wie das Concrete Sustainability Council (CSC) durch ein internationales Zertifizierungssystem Transparenz schafft. Nicht durch Marketing-Versprechen, sondern durch verifizierte Umweltproduktdeklarationen und strenge Kriterien.

    Das Interessante: Die Nachfrage kommt nur indirekt von der Politik. Bauherren setzen Gold- oder Platin-Standards für ihre Gebäude und das treibt Planer und Hersteller automatisch zu nachhaltigeren Lösungen. DGNB-Zertifizierungen wie diese werden zum Wettbewerbsvorteil und versprechen höhere Mieteinnahmen bei ESG-orientierten Kundengruppen.

    Besonders in Ballungszentren ist CSC-zertifizierter Beton mittlerweile gängig in Ausschreibungen. Für Betonhersteller entstehen dadurch echte Geschäftschancen und gleichzeitig interne Effekte durch bessere Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung.

    Ein großes Potenzial liegt noch weitgehend brach: Der Infrastruktur- und Tiefbau. Zertifizierungssysteme wie im Hochbau stehen hier noch ganz am Anfang. Die Bundesregierung könnte durch ihre Infrastrukturoffensive Vorreiter werden und nachhaltige Standards in Ausschreibungen verankern. Ob dieses Potenzial wohl genutzt wird?

    Positiv sehe ich insbesondere, dass das CSC-System ist nicht statisch. Version 3.0 ist aktuell und bis 2027 plant man bereits eine stärkere Fokussierung auf Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz. Alle Kriterien sind öffentlich dokumentiert und können diskutiert werden, was für echte Transparenz statt Greenwashing spricht.

    Glaubt ihr, dass Zertifizierungssysteme wie CSC die Baustoffindustrie wirklich transformieren? Oder braucht es stärkere regulatorische Hebel?

    🎧 Höre jetzt rein und mach dir ein eigenes Bild!

    Die Folge im Überblick:

    00:00:06 - Beton nachhaltiger machen mit CSC-Zertifizierung

    00:05:16 - CSC-Zertifikat: Verbreitung in Europa

    00:08:02 - CSC-Zertifizierung im Infrastrukturbau verankern

    00:12:14 - CSC-Zertifikat für nachhaltige Betonbauweise

    00:16:32 - CSD-Zertifizierungskriterien und Bewertungssystem

    00:19:14 - CSC-Zertifizierung: Prozess und Herausforderungen

    00:22:46 - Kosten der CSC-Zertifizierung im Überblick

    00:25:36 - CSC-Zertifikat als Wettbewerbsvorteil

    00:29:59 - CSC-Zertifikat: Transparenz und Weiterentwicklung

    00:33:09 - Digitalisierung und Weiterentwicklung des Systems

    00:36:04 - CSC-Zertifizierung und Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

    00:39:09 - Digitale Modelle und Nachhaltigkeit im Tiefbau

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    43 min
  • 047 Kreislaufwirtschaft im Hafen Neuss: Bauabfälle in Rohstoffe verwandeln
    Mar 8 2026

    Wusstest du, dass die Baubranche etwa 60 Prozent der Abfälle in Deutschland verursacht?

    Doch was, wenn wir diesen Abfall als Rohstoff betrachten würden?

    Genau das macht die STRABAG jetzt konkret: Mit dem neuen Wertstrommanagement-Standort im Hafen von Neuss wird Bauabfall in hochwertige Rohstoffe umgewandelt.

    Darüber spreche ich mit der Technischen Betriebsleiterin Melanie Hegemann und dem Kaufmännischen Bereichsleiter Andreas Thull.

    Der Prozess ist elegant: Mineralische Abfälle werden mit modernster Technik in drei Fraktionen getrennt, zertifiziert und direkt als Ersatzbaustoffe weiterverwendet. Kapazität: 250.000 Tonnen pro Jahr. Gelebte Kreislaufwirtschaft.

    Was mich außerdem beeindruckt hat ist, dass das Team sowohl HVO-Treibstoff als auch vollständig elektrisch betriebene Maschinen nutzt. Der elektrische Radlader, liebevoll "Biene" genannt, wurde anfangs skeptisch betrachtet, ist jetzt aber das Lieblingsgerät aller Mitarbeitenden.

    Auch die Trimodalität des Standorts macht diesen nachhaltig. Materialien können per Lkw, Schiff oder Schiene an- und aptransportiert werden. Ein Schiff ersetzt etwa hundert Lastwagen. Das senkt CO₂-Emissionen deutlich. Gleiches gilt auch für Zugtransporte.

    Die eigentliche Erkenntnis: Nachhaltigkeit entsteht durch Überzeugung, Offenheit für Neues und aktives Gestalten.

    🎧 Höre jetzt rein und erfahre alles über den neuen Wertstrommanagement Standort, seine Entstehung und Möglichkeiten!

    Die Folge im Überblick:

    00:00:06 - Kreislaufwirtschaft im Infrastrukturbau

    00:01:58 - Wertstrommanagement bei der Strabag Nordrhein-Westfalen

    00:04:06 - Strabags Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft

    00:06:10 - Standortwahl Hafen Neuss durch Netzwerkanalyse

    00:08:01 - Genehmigung und Flächenübernahme

    00:10:27 - Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz umsetzen

    00:13:33 - Kreislaufwirtschaft in der Praxis umsetzen

    00:16:04 - Technischer Ablauf der Bauabfallverarbeitung

    00:17:59 - Nachhaltige Materialaufbereitung und elektrische Maschinen

    00:20:41 - Neue Recycling-Anlage mit trimodalem Anschluss

    00:28:11 - Trimodalität als Schlüssel zur Nachhaltigkeit

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    35 min
  • 046 Nachhaltigkeitszertifizierungen im Bau: Den Dschungel der Labels durchblicken
    Feb 15 2026

    Die verwirrende Vielfalt an Nachhaltigkeitszertifikaten im Bauwesen ist ein echtes Problem für viele Unternehmen.

    Diana Krüger und Alice Becke vom Bayerischen Industrieverband und der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau haben deshalb eine umfassende Orientierungshilfe veröffentlicht, die endlich Klarheit in diesen Dschungel bringt.

    Warum war das nötig? Weil Baustoffhersteller zunehmend unter Druck stehen, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen nachzuweisen. Doch welche Zertifikate sind wirklich relevant? Was ist der Unterschied zwischen einer EPD und einem CO₂-Fußabdruck und wann braucht man was?

    DIE HARTE REALITÄT:
    Es gibt keine universelle Empfehlung. ISO 14001, EMAS, EPDs, Cradle to Cradle, CSC-Zertifikate, der Blaue Engel – jedes System hat eigene Stärken. Die richtige Wahl hängt ab von den jeweiligen Zielen, Kundenanforderungen und verfügbaren Ressourcen.

    WARUM ZÖGERN VIELE UNTERNEHMEN?
    Die umfangreiche Datensammlung entlang des gesamten Produktionsprozesses ist aufwändig. Audits, Validierung und Rezertifizierungen verursachen darüber hinaus erhebliche Kosten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine echte Herausforderung.

    ABER:
    Verschiedene Systeme lassen sich kombinieren. EPDs und CSC-Zertifikate bauen zum Beispiel auf derselben Ökobilanz-Grundlage auf, so dass hier echte Synergien entstehen.

    ZWEI KONKRETE ERKENNTNISSE:
    • Nachhaltigkeit ist inzwischen ein wirtschaftlicher Faktor, der in Ausschreibungen zunehmend gefordert wird
    • Die neue Bauproduktenverordnung bringt endlich mehr Harmonisierung durch einheitliche Umweltmerkmale

    🎧 Höre jetzt rein und bahne dir deinen Weg durch den Dschungel der Umweltproduktinformationen gemeinsam mit den Experinnen!

    Die Folge im Überblick:

    00:00:16 - Nachhaltigkeitszertifikate im Baubereich erklärt

    00:09:19 - Lebenszyklusanalyse und Ökobilanz erklärt

    00:14:35 - Einheiten und Datenbanken bei Ökobilanzen

    00:17:32 - Zielgruppen und Umweltzertifizierungen in der Branche

    00:21:20 - Umweltproduktdeklaration und ihre Bedeutung

    00:24:50 - Zertifizierungssysteme und Datenerfassung für Unternehmen

    00:28:31 - CSC und SPC Zertifizierungen für Beton

    00:32:21 - CO2-Fußabdruck im Baubereich richtig einordnen

    00:35:09 - Cradle to Cradle: Vision und praktische Herausforderungen

    00:38:26 - Cradle-to-Cradle Zertifikat und Kreislaufwirtschaft

    01:00:52 - Zertifikate und Nachhaltigkeitsziele richtig wählen

    01:04:58 - Umweltmerkmale und EPD in Bauprodukten

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