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Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

Di: Isabelle Armani
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Ich möchte Dich einladen mit mir in die Tiefen des Baugewerbes einzutauchen! In meinem Podcast "Tiefgründig" lenke ich den Fokus auf den oft übersehenen Infrastrukturbau und gebe den Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine Bühne, um Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu teilen. Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Branche habe ich ein klares Bild davon, wo die Potenziale liegen und bin bestens vernetzt. Dieser Podcast ist deine Chance davon zu profitieren. Tiefbau ist anspruchsvoll, vielseitig und vielleicht sogar innovativer und nachhaltiger als Du denkst? Finden wir es gemeinsam heraus!Isabelle Armani Economia Scienza Scienze biologiche
  • 060 RoadPartner: Wie zwei Jugendfreunde die Beschaffung im Straßenbau digitalisieren [Werbung]
    Oct 11 2026

    Die Straßenbaubranche ist 2025 noch überraschend analog.

    Claas und Moritz, zwei Jugendfreunde mit unterschiedlichen Backgrounds, haben das erkannt. Der eine Bauingenieur, der andere Finanzexperte. Zusammen gründeten sie das Unternehmen Asphalt Partner und starteten nebenbei den Podcast "Road Talk", um ihre Branche transparenter zu machen.

    Das Kernproblem, das sie täglich auf Baustellen sahen: Bestellungen, Angebotsanfragen, Personalvermittlung – vieles läuft noch per Telefon und E-Mail. Dabei kostet jeder dieser Anrufe kostbare Arbeitszeit. Und Zeit ist Geld.

    Ihre Lösung:

    Roadpartner digitalisiert genau diese Prozesse. Eine B2B-Plattform, auf der Straßenbauunternehmen und Kommunen nicht nur Materialien, sondern auch Dienstleistungen und Maschinen buchen können. Kostenlos für Käufer, provisioniert für Anbieter.

    Aber hier die wichtigste Erkenntnis:

    Der größte Reibungspunkt war nicht die Technologie. Es war das Vertrauen. In einer konservativen, wenig digitalisierten Branche. Datenschutz, Preishoheit, Glaubwürdigkeit – diese Fragen mussten erst gelöst werden.

    Was sie überraschte:

    Selbst kleine Bauunternehmen wünschen sich keine Standardsoftware. Sie brauchen branchenspezifische Anpassungen. Also entwickelten sie eine passgenaue Branchenlösung, nicht ein Standardprodukt.

    Die nächste Innovation steht bereits in der Pipeline: Ein Marktplatz für Mitarbeiter, um Personalausfälle flexibel zu kompensieren. Ein alltägliches Problem mit großem Lösungspotenzial.

    • 00:00:00 Straßenbau trifft digitale Innovation

    • 00:06:14 Vom Bankier in den Straßenbau

    • 00:08:23 Die Gründung von AsphaltPartner

    • 00:10:07 Technik und Vertrauen aufbauen

    • 00:12:40 Einkaufsplattform für effiziente Beschaffung

    • 00:18:25 Zielgruppen und aktuelle Nachfrage im Straßenbau

    • 00:24:06 Zeitersparnis und Qualität durch strukturierte Prozesse

    • 00:25:39 Nachhaltigkeit in der Webseite bewusst zurückhaltend

    • 00:27:58 Nachhaltigkeit durch bessere Baustellenplanung

    • 00:30:59 Neutralität und Nachhaltigkeitsbewertungen im Marktplatz

    • 00:34:06 Marktplatz für Personalvermittlung im Bau

    • 00:37:08 Nachhaltigkeit im Straßenbau vorantreiben

      🎧 Hör rein und erfahre mehr darüber, wie transparent eine neutrale Plattform sein sollte und ob Nachhaltigkeitsbadges die Marktplatzposition gefährden oder bereichern.

      Diese Folge enthält Werbung durch Produktnennungen und wird unterstützt von meinem heutigen Gast und seinem Unternehmen. Vielen Dank!

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    39 min
  • 059 Rohstoffströme über Gewerke hinweg neu denken: regional, vernetzt, zirkulär
    Oct 4 2026

    Die Bauindustrie verursacht über die Hälfte des deutschen Abfallaufkommens und verbraucht mehr als 60 Prozent unserer natürlichen Rohstoffe. Klingt dramatisch? Das ist es auch. Gleichzeitig schlummert hier ein enormes Potenzial.

    Genau darüber spreche ich in der aktuellen Podcastfolge mit Ole Weber, der an am IWARU - FH Münster zu diesem Thema forscht.

    🫣 Die unbequeme Wahrheit:
    Eine 90-Prozent-Verwertungsquote klingt beeindruckend, ist aber Augenwischerei. Große Mengen landen in Verfüllungen, was kaum besser ist als Deponierung. Die echte Substitutionsquote durch Recyclingmaterialien beträgt nur etwas mehr als 10 Prozent.

    Das Kernproblem ist nicht die Technik, sondern die Kommunikation. Baustoffhersteller, Bauunternehmen, Planer und Recyclinganlagen verfügen oft nicht über die relevanten Informationen zur richtigen Zeit.

    Was sich ändern muss:

    ♻️ Selektiver Rückbau statt Massenabbruch
    Die Qualität von Recyclingmaterialien steigt drastisch, wenn sie beim Rückbau sorgfältig getrennt werden.

    ♻️ Regionale Denke statt globale Logistik
    Bei Transportradien über 40 Kilometern übersteigen die CO₂-Emissionen häufig bereits den Materialwert. Dezentrale Recyclinganlagen sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll.

    ♻️ Anreizmechanismen statt starre Quoten
    Öffentliche Ausschreibungen sollten Recyclingmaterialien bevorzugen. Praxisorientierte Regelwerke, die einfach umsetzbar und flexibel steuerbar sind, ändern mehr als starre Vorgaben.

    ♻️ Sekundärmaterialien als Rohstoffe denken, nicht als Abfall
    Sprache schafft Realität. Wer von „Demontage, Rückbau und Sekundärrohstoffen" spricht, verändert die Wahrnehmung.

    Die Chancen sind wirtschaftlich:
    Selektiver Rückbau sichert Wertströme und senkt Entsorgungskosten. Jede Region braucht ein strategisches Stoffstrommanagement, das ähnlich wie die kommunale Wärmeplanung funktioniert. Mit den richtigen Netzwerken zwischen Herstellern und Recyclingunternehmen können kreislaufwirtschaftliche Marktmechanismen in Gang gesetzt werden.

    Die Grundlagen existieren bereits. Wir müssen nur ins Handeln kommen.

    Wie nehmt ihr das Thema Kreislaufwirtschaft in euren Projekten an?

    🎧 Hört jetzt rein und erfahrt mehr über den aktuellen Stand der Forschung!

    • 00:00:07 - Bauabfälle als Rohstoffquelle nutzen

    • 00:02:25 - Bauschutt als größter Abfallstrom Deutschlands

    • 00:04:55 - Verwertungsquoten im Baubereich kritisch hinterfragen

    • 00:09:58 - Mineralische Stoffströme im Bauwesen

    • 00:13:12 - Transportentfernung und CO2-Emissionen bei Rohstoffen

    • 00:15:49 - Ineffizienzen in Baustoffverwertung und Recycling

    • 00:18:30 - Regionale Bewirtschaftung und Hoch- und Tiefbau

    • 00:22:15 - Zirkuläre Bauwirtschaft und Akteure der Wertschöpfung

    • 00:25:27 - Sprache schafft Realität: Ressourcen statt Abfall

    • 00:29:32 - Materialkataster und Stoffstromprognosen

    • 00:39:16 - Hotspots für Sekundärrohstoffe in Ballungsräumen

    • 00:42:30 - Transportdistanzen und Sekundärrohstoffe

    • 00:44:59 - Regionales Stoffstrommanagement und Sekundärrohstoffe

    • 00:48:45 - Stakeholder-Rollen im Kreislaufbau-Ökosystem

    • 00:51:25 - Netzwerke als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft


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  • 058 Grau, blau, grün: Wie wir Wasser in Städten neu denken müssen
    Sep 20 2026

    Die unsichtbare Infrastruktur unserer Städte ist ihr größtes Vermögen und ihre größte Herausforderung.

    Das erklärt Stephan Ellerhorst von Sweco.

    Während wir insbesondere über sichtbare Stadtentwicklung, also nachhaltige Gebäude, Nahverkehrsanbindungen oder Beschattung sprechen, funktionieren die Kanalsysteme unter der Erde rund um die Uhr.

    Sie werden für etwa hundert Jahre geplant und sind oft das größte kommunale Vermögen. Gleichzeitig sind sie vielerorts in kritischem Zustand.

    🤔 Das Kernproblem?
    Ein Paradigmenwechsel, den viele Kommunen noch nicht vollzogen haben.

    Jahrzehntelang lautete die Strategie, das Regenwasser schnell aus der Stadt abzuleiten. Heute wissen wir es besser. Der moderne Ansatz heißt dezentrales Wassermanagement. Das bedeutet Regenwasser dort versickern zu lassen, wo es anfällt, Stadtbäume mit Wasser zu versorgen und gleichzeitig Hitze zu reduzieren.

    Das klingt logisch, doch die Umsetzung scheitert oft an fehlender interdisziplinärer Zusammenarbeit. Wasserwirtschaftler, Grünplaner und Verkehrsexperten planen noch zu häufig isoliert voneinander.

    Kopenhagens Cloudburst-Plan zeigt, was möglich ist:
    Nach einem verheerenden Hochwasser 2011 investierte die Stadt 1,5 Milliarden Euro über 20 Jahre in 300 Projekte. Nicht zur Schadensbekämpfung allein, sondern zur Schaffung multifunktionaler Flächen. Das Ergebnis? Weniger Überflutungsrisiko UND mehr Lebensqualität.

    Die zentrale Erkenntnis daraus lautet, dass Infrastrukturinvestitionen zur Klimaanpassung keine Lasten, sondern Chancen für lebenswertere Städte sind.

    Drei konkrete Erkenntnisse aus diesem Austausch:

    🏡 Grüne und blaue Infrastruktur nicht als separate Projekte, sondern als integriertes System zusammen denken
    🖥️ Der Großteil der Nachhaltigkeitsmöglichkeiten liegt in der Planungsphase, nicht in der Umsetzung
    🛣️ Mut und Experimente sind notwendig, z.B. Pop-up-Radwege, die zeigen, dass verschiedene Nutzungen koexistieren können

    Die größte Herausforderung liegt nicht im fehlenden Willen, sondern in der Finanzierungslücke zwischen kommunalen Budgets und notwendigen Investitionen.

    🎧 Neugierig, wie wir Wasser in unseren Städten neu denken können? Dann hör rein!

    • 00:00:07 - Regenwasser- und Abwassermanagement in der Infrastruktur

    • 00:03:43 - Unterirdische Infrastruktur und Nachhaltigkeit

    • 00:06:14 - Nachhaltige Infrastruktur und Umweltschutz in Städten

    • 00:10:11 - Naturnaher Wasserhaushalt statt Ableitung

    • 00:12:14 - Wasser und Lebensqualität in Städten

    • 00:16:12 - Kommunale Infrastruktur und Gewässerschutz

    • 00:21:07 - Oberflächenmodelle und Starkregen-Gefahrenkarten

    • 00:40:22 - Nachhaltige Stadtplanung mit Grün und Wasser

    • 00:42:56 - Mobilitätskonzepte und interdisziplinäre Stadtplanung

    • 00:46:37 - Infrastruktur-Sanierungsstau und Finanzierungsfragen

    • 00:49:24 - BIM im Tiefbau und Nachhaltigkeit

    • 00:53:12 - Nachhaltigkeit im Tiefbau: Mut statt Ladenhüter

    • 00:56:27 - Mut zur Veränderung in Kommunen

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    59 min
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