Hätten wir's mal aufgezeichnet...! copertina

Hätten wir's mal aufgezeichnet...!

Hätten wir's mal aufgezeichnet...!

Di: Kimberly und Jón
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Wir sind ein Juristenpärchen, dass neben all den Jura-Themen vor allem über das Leben zwischen den Paragrafen plaudert. Es geht um Entscheidungen, Zweifel, Perspektiven, Gesellschaftliches und auch Beziehungsfragen. Viele bereits geführte Gespräche hätten eigentlich ins Mikro gehört. Jetzt tun wir's - der Name ist Programm. Hier gibt's ehrliche Einblicke, eine Prise Selbstironie und Denkanstöße, die Euch vielleicht länger begleiten als der letzte Kaffeefleck im Gesetzestext. Nehmt mit, was taugt und vergesst, was niemand braucht.Kimberly und Jón Economia Relazioni Ricerca del lavoro Scienze sociali Successo personale
  • #20 Beziehung als Investment: Wie viel Bilanz verträgt die Liebe?
    Nov 1 2026

    Ist es unromantisch, eine Beziehung als Investment zu betrachten? Wir sprechen über Geben und Nehmen im Alltag, über Kompromisse zwischen Leipzig, München, Boston und Frankfurt, warum Streiten einer Beziehung guttun kann und was gegen die Schnelllebigkeit moderner Beziehungen hilft.



    Die Idee kam uns bei einer Autofahrt: Zeit, Energie, Aufmerksamkeit – in eine Beziehung investiert man ziemlich viel. Aber darf man das so nüchtern sehen? Wir reden über Bilanzlogik, also die Frage „Was gebe ich, was bekomme ich?“, und warum sie gerade dann verführerisch wird, wenn alle „grade total im Stress“ sind. Unsere These: Es kommt weniger auf die großen Gesten an als auf die kleinen Investments, etwa fünf Minuten länger beim Frühstück oder abends noch zuhören, obwohl man eigentlich durch ist. Und zum Jura-Aufhänger: Selbst das Gesetz rechnet bei der Zugewinngemeinschaft wirtschaftlich, stellt aber die Lebensgemeinschaft in den Mittelpunkt.

    Danach geht es um Kompromisse als Einzahlung in die Beziehungskasse. Am Beispiel unseres eigenen Wegs nach dem Examen und des anstehenden Referendariats in Hessen fragen wir uns, ob Kompromisse die Selbstverwirklichung bremsen oder ob die Beziehung selbst ein Teil davon ist und Kompromisse sogar neue Chancen öffnen.

    Zum Schluss sprechen wir über Swipe-Kultur und Schnelllebigkeit, über Streiten als Zeichen von Sicherheit, über das Aufstauen von Gedanken, Geduld mit der Entwicklung einer Beziehung und warum eine Fernbeziehung manchmal zeigt, was man wirklich investiert.


    Kapitel

    • (00:00) Food-Koma und Wäscheberge
    • (01:18) Beziehung als Investment?
    • (04:59) Bilanzlogik: Was gebe ich, was bekomme ich?
    • (06:17) Die kleinen Investments
    • (07:46) Alle sind gestresst, und jetzt?
    • (10:45) Das große Ganze statt kleiner Rechnungen
    • (11:27) Jura-Exkurs: Zugewinngemeinschaft
    • (13:55) Jeder Kompromiss ist eine Einzahlung
    • (15:39) Kompromiss vs. Selbstverwirklichung
    • (16:48) Unser Weg: Leipzig, München, Boston
    • (17:59) Nächster Halt: Referendariat in Hessen
    • (22:17) Ist Beziehung selbst Selbstverwirklichung?
    • (24:06) Kompromisse als Chance
    • (25:32) Warum schon wieder umziehen?
    • (29:58) Schnelllebigkeit und Swipe-Kultur
    • (34:06) Was wir dagegen tun
    • (35:44) Warum Streiten guttut
    • (39:50) Nichts aufstauen
    • (42:16) Geduld mit der Beziehung
    • (44:23) Sich immer wieder bewusst entscheiden
    • (45:59) Kein Pauschalrezept
    • (47:14) Die Bilanz der Bilanz
    • (50:05) Plädoyer für die Fernbeziehung
    • (52:00) Schreibt uns!

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    Wie seht ihr das: Darf man in einer Beziehung Bilanz ziehen? Schreibt uns per DM oder in die Kommentare.

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    50 min
  • # 19 Ersti-Folge: Was wir zum Start ins Jurastudium gern gewusst hätten
    Oct 16 2026

    Die Ersti-Woche läuft, die ersten Vorlesungen stehen an, und plötzlich ist alles neu. Wir blicken zurück auf unseren eigenen Start ins Jurastudium in Leipzig und geben euch die Tipps, die wir damals gern gehabt hätten: von AGs und Lehrbüchern über Gutachtenstil und Remonstration bis zu Freundschaften außerhalb der Jura-Bubble.



    Kim und Jón sind ins Jurastudium gestartet, wie man unterschiedlicher kaum starten kann. Kim hat ihren Stundenplan so gelegt, dass jedes Wochenende frei zum Feiern blieb, und ist mit dem Motto „Be open” in die Ersti-Woche gegangen. Jón hat die Ersti-Woche bewusst ausgelassen und zu Hause behauptet, es fände gar nichts statt. In dieser Folge erzählen wir, wie sich unser Studienstart angefühlt hat, was Corona daran verändert hat und was wir heute anders machen würden.

    Daraus sind ganz praktische Tipps für Jura-Erstis entstanden: Warum eine gute AG fast immer mehr bringt als die Vorlesung, warum ihr nicht jedes Lehrbuch kaufen müsst, das der Professor empfiehlt, und warum Folien ausdrucken oder Wort für Wort abschreiben reine Zeitverschwendung ist. Wir sprechen darüber, warum ihr früh Fälle lösen und den Gutachtenstil üben solltet, wie ihr mit schlechten Noten umgeht und warum ihr vor einer Remonstration keine Angst haben müsst.

    Außerdem geht es um die soziale Seite des Studiums: Mentoring-Programme wie das von Legally Female, Lerngruppen, die Zeit brauchen, das Gefühl, am Anfang ein bisschen verloren zu sein, Freunde außerhalb der Jura-Bubble und Werkstudentenjobs als Ausgleich. Zum Schluss klären wir, ob wir noch einmal Erstis sein wollen, ob Jón je ein echtes Studentenleben hatte und wie es sich anfühlt, dass seine kleine Schwester jetzt selbst mit Jura anfängt.

    Die Folge ist für alle, die gerade ins Jurastudium starten, bald anfangen oder sich an ihre eigene Ersti-Zeit zurückerinnern wollen.



    Kapitel

    • (00:00) Zettel, Stift und Ersti-Woche
    • (02:26) Unser Plan: Tipps aus heutiger Sicht
    • (03:56) Jóns Start: AGs statt großer Lerngruppen
    • (05:32) Raus aus dem Nest: Leipzig als Kompromiss
    • (07:32) Kims Start: Zu Hause wohnen, Corona und „unbothered”
    • (09:23) Stundenplan fürs Wochenende und der Tipp: Geht zur Ersti-Woche
    • (11:34) Jón schwänzt die Ersti-Woche
    • (12:46) „Be open”, Mentorenprogramm und der Kirschschnaps
    • (15:53) Sucht euch eine Mentorin: Legally Female
    • (18:04) Lerngruppen: ausprobieren, aber kein Muss
    • (19:19) Corona, AGs und der eigene Lerntyp
    • (21:44) Eine gute AG schlägt eine schlechte Vorlesung
    • (23:58) Lehrbücher: Bib statt Kaufzwang
    • (26:05) Vier Bäume pro Semester: Folien drucken und abschreiben
    • (29:48) Früh mit Fällen anfangen
    • (30:47) Gutachtenstil üben und durchhalten
    • (31:55) Noten sind Feedback, kein Urteil
    • (33:17) Zwischenprüfungszeugnis und Praktika
    • (33:51) Durchgefallen? Keine Scheu vor Remonstration
    • (36:05) Am Anfang einsam? Das ist normal
    • (37:59) Freunde außerhalb der Jura-Bubble und alte Freunde
    • (40:35) Tunnelblick: Kommunikation ist der Schlüssel
    • (41:28) Werkstudentenjob als Ausgleich
    • (43:53) Würdest du noch mal Ersti sein?
    • (45:36) Hattest du ein Studentenleben?
    • (47:12) Jóns Schwester startet ins Jurastudium
    • (50:05) Toi, toi, toi: Verabschiedung


    Unsere letzte Folge: Referendariat ja, nein, warum? (Apple)

    Unsere Folge zu Arbeiten während des Studiums (Apple)

    Spotify jeweils unten.


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    51 min
  • #18 Referendariat: Ja, nein, warum? - Zwischen KI, Zweifeln und Zukunftsplänen
    Oct 2 2026

    Zwei Jahre Referendariat oder direkt in den Job? Kim ist sich sicher, Jón schwankt, und ein Anruf bei einer Personalvermittlerin bringt alles noch mal ins Wanken. Wir sprechen über das zweite Staatsexamen, Notendruck, KI auf dem Rechtsmarkt und darüber, was das alles für uns als Paar bedeutet.



    Die Frage stellt sich früher oder später jedem, der Jura studiert: Mache ich nach dem ersten Staatsexamen auch noch das Referendariat? Bei uns ist sie gerade sehr präsent, denn der Start rückt näher, und wir sehen die Sache ziemlich unterschiedlich.


    Kim war immer klar, dass sie die Ausbildung abschließt, weil ihr das Vollständigkeit und Sicherheit gibt. Jón hatte das Ref nach dem ersten Examen eigentlich schon abgehakt. Er sieht sich nicht im klassischen juristischen Beruf, macht seinen MBA und zieht es eher in Richtung M&A und Private Equity. Seitdem schwankt er, mal mehr, mal weniger, je nachdem, was gerade passiert.


    Den Anstoß für diese Folge gab ein Gespräch mit einer Personalvermittlerin. Ihre These: Wer nicht mit sehr guten Noten heraussticht, wird es auf dem Rechtsmarkt künftig schwerer haben, weil Kanzleien und Unternehmen Routinearbeit zunehmend mit KI erledigen. Daraus ergeben sich mehrere Fragen. Macht KI das Referendariat weniger wert oder erhöht sie nur den Druck, es richtig gut zu machen? Was heißt das für alle, die gerade erst mit dem Jurastudium anfangen?


    Für alle, die nicht Jura studiert haben, erklären wir kurz, wie das Referendariat aufgebaut ist: Stationen bei Gericht, Staatsanwaltschaft, Verwaltung und Anwaltschaft, die Wahlstation, Unterhaltsbeihilfe und am Ende der Titel Volljurist:in. Wir sprechen darüber, was an der breiten deutschen Ausbildung im internationalen Vergleich gut ist, ob Auslandserfahrung im Ref etwas bringt und wie KI bei Gericht und in Kanzleien schon jetzt eingesetzt wird.


    Zum Schluss wird es persönlich. Was bedeutet es für uns als Paar, wenn beide gleichzeitig in die Examensphase gehen, oder eben nicht? Unser Plan: München verlassen und für das Ref nach Hessen gehen. Ob Jón mitzieht, ist noch offen. Wir halten euch auf dem Laufenden.


    Steckt ihr im Referendariat, habt es hinter euch oder überlegt noch? Schreibt uns, wie ihr das seht und ob euch KI eher Sorgen macht oder Chancen eröffnet.




    00:00:00 Cold Open: Die freche Augenbraue

    00:01:26 Intro

    00:01:40 Warum wir über das Ref sprechen müssen

    00:04:24 Der Anstoß: Anruf bei der Personalvermittlerin

    00:06:04 Wo wir stehen: Erstes Examen, LL.M., MBA

    00:08:36 Jóns Hin und Her

    00:10:13 Was ist das Referendariat überhaupt?

    00:13:23 Acht Jahre Ausbildung – lohnt sich das?

    00:16:45 Kims Sicht: Vollständigkeit und Absicherung

    00:19:11 Jóns Gründe gegen das Ref

    00:21:18 Breite Ausbildung, Stationen und Auslandserfahrung

    00:26:57 KI auf dem Rechtsmarkt: Top oder austauschbar?

    00:29:42 Macht KI das Ref weniger wert oder den Druck höher?

    00:33:43 Jura heute: Von Anfang an Vollgas

    00:35:45 Zwischen zwei Stühlen: Wie entscheidet man?

    00:36:50 Kims mulmiges Gefühl und der Druck

    00:38:20 Der Plan: Von München nach Hessen

    00:40:10 KI bei Gericht und in der Verwaltung

    00:43:26 Ref als Paar: Gemeinsam durch oder ausgleichend?

    00:46:10 Eure Meinung und Verabschiedung



    Begriffe aus der Folge: Referendariat, zweites Staatsexamen, Volljurist:in, Befähigung zum Richteramt, Stationen (Zivil, Straf, Verwaltung, Anwalt, Wahl), Unterhaltsbeihilfe, Diplom-Jurist:in, LL.M., MBA


    Kontakt: Instagram @hwma_podcast. Erzählt uns eure Ref-Geschichte in den Kommentaren oder per DM.

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    48 min
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