Episodi

  • Ep. 348: Warum Horrorfilme immer häufiger frustrieren
    Nov 1 2026

    Horrorfilme haben mit dazu beigetragen, dass wieder mehr Menschen, vor allem jüngere, ins Kino strömen. Nicht selten entstehen die Hypes um die neuen Filme im Netz, die Trailer und Prämissen wecken Erwartungen. Immer häufiger stellt sich aber inzwischen ein Gefühl ein, nachdem der Film etwa 30 Minuten lang läuft, das auf einen Begriff gebracht werden kann: Frustration. Was gut und interessant beginnt, wird schnell ermüdend und schal. Woran liegt das? An Rob Savages „Other Mommy“ mit Jessica Chastain lässt sich das Entstehen dieser Enttäuschung gut studieren. Zunächst beginnt der Film vielversprechend, wenn er von einem 7-jährigen Mädchen erzählt, das merkt, dass die Ehe der Eltern angeknackst ist und es sich eine andere Mutter, ein gummiartiges, gleich aussehendes Wesen, herbeiruft. Ein Konkurrenzkampf zwischen der richtigen und der anderen Mutter entsteht. „Other Mommy“ könnte von dort ausgehend ein gruseliger Film über die Fremdheit zwischen Kindern und ihren Eltern werden, doch es kommt anders. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!

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    19 min
  • Q&A 12 (Teaser): Unabomber-Film, GTA bei Netflix, gute Filmmusik, nuschelnde Schauspieler u.v.m.
    Oct 31 2026

    Im zwölften Q&A der Filmanalyse+ spreche ich über den neuen Netflix-Film über den Unabomber, der mehr als zwei Jahrzehnte lang Angst und Schrecken verbreitete, die teuerste Ermittlung des FBI in Gang setzte und ein noch heute rezipiertes Manifest schrieb. Außerdem ist bei Netflix noch die Doku „In His Own Words“ zu sehen, in der das familiäre Umfeld und der politische Kontext von Ted Kaczynski beleuchtet wird. Auch bei Netflix zu sehen ist der 26-minüte Trailer zum mit Spannung erwarteten neuen Teil von GTA. Der Streaming-Dienst erlebte durch die für nur sechs Stunden exklusive Veröffentlichung einen enormen Abonnentenzuwachs. Schaut man sich den Trailer an, stellt sich die Frage, ist das satirisch gemeint? Außerdem geht es im Q&A um gute und schlechte Filmmusik, um „Corpus Delicti“ und Clayface“, sowie um den Film „How to Blow Up A Pipeline“.


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    16 min
  • Ep. 347: 8 Thesen zu JOKER - Kritik & Analyse
    Oct 28 2026

    Es sind verrückte Zeiten: Seit Wochen wird heftig darüber diskutiert, ob der Film „Joker“ gefährlich und unmoralisch ist, ja, ob man ihn überhaupt in den Kinos zeigen sollte. Kunstferner könnte eine #Debatte gar nicht sein, und schon deshalb lohnt sich die Beschäftigung mit Todd Phillips Film. Der durch die #Hangover-Reihe bekannt gewordene Regisseur führt „Joker“ sehr weit weg von den üblichen DC-Großproduktionen und zitiert ausgiebig das Kino der 70er-Jahre – namentlich „Taxi Driver“, „Network“, „Ein Mann sieht rot“ und „Dirty Harry“. Bereits das weist darauf hin, dass dieser Film politisch zu verstehen ist. Das aber galt auch bereits für die #Batman-Reihe von Christopher Nolan. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Robert Darnton: Literaten im Untergrund. Lesen, Schreiben und Publizieren im vorrevolutionären Frankreich. Hanser.


    Den zweistündigen DeepDive zu „Naza“, „The Zone of Interest“, „Shoah“ und „Eye in The Sky“ gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives.

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    20 min
  • Ep. 346: So grauenvoll ist DER PERFEKTE URLAUB – Kritik & Analyse
    Oct 25 2026

    Sieben Jahre zogen ins Land, bis nach dem Erfolgsfilm „Das perfekte Geheimnis“ nun eine Fortsetzung unter dem Titel „Der perfekte Urlaub“ erscheint. Bora Dağtekin hat das debile Drehbuch geschrieben und auf dem Regiestuhl Platz genommen, um erneut Trostlosigkeit als Komödie zu inszenieren. Die Freunde verbringen dieses Mal einen Urlaub auf Mallorca, zunächst in einem Ferienhaus, bald in einem Club-Hotel am Ballermann. Wieder sollen ein paar irrelevante Geheimnisse ans Licht kommen. Und noch immer ist es eine Sensation, über die der Film noch weniger hinwegkommt als seine Figuren, dass die von Florian David Fitz gespielte Figur Pepe sein Coming-Out hatte. Diese Verklemmtheit passt zwar überhaupt nicht zu dem urbanen Milieu der Freunde, aber zu der adressierten Zielgruppe. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!

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    18 min
  • DeepDive 13 (Teaser): Wir müssen über NAZA, THE ZONE OF INTEREST und SHOAH sprechen!
    Oct 22 2026

    Über diesen Film spricht die Welt: „Naza“ ist ein nur 80 Minuten langer, dichter, intensiver Dokumentarfilm von Yuval Abraham und Rachel Szor. Ihnen gelang es, 24 Mitglieder des israelischen Militärs und Nachrichtendienstes zu interviewen, die am aktuellen verbrecherischen Krieg gegen Gaza beteiligt sind. Es sind erschreckende Äußerungen, die wir hören: „Wie in einem Videospiel“ verlaufe das Targeting, „Spaß“ habe es gemacht, und die Kollateralschäden hat man billigend in Kauf genommen, mehr noch: einige Interviewte lassen keinen Zweifel daran, dass es darum ging, viele zivile Opfer zu produzieren. Es geht jedoch um mehr als eine reine Dokumentation der Äußerungen, die gewählte Ästhetik zeigt eine Gesellschaft, die dem Prinzip „Neben uns die Sintflut“ folgt. Dabei zweigen sich von „Naza“ drei filmische Wege ab: Einer führt zu Claude Lanzmans „Shoah“, der zweite zu Jonathan Glazers „The Zone of Interest“ und der dritte zu einem mit Helen Mirren besetzten Film über Drohneneinsätze. Im DeepDive geht es um diese vier Filme und um eine Ästhetik, die uns nicht wegschauen lässt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im DeepDive der Filmanalyse+.


    Filme:

    EYE IN THE SKY von Gavin Hood (2015)

    NAZA von Yuval Abraham und Rachel Szor (2026)

    SHOAH von Claude Lanzmann (1985)

    THE ZONE OF INTEREST von Jonathan Glazer (2023)


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    15 min
  • Ep. 345: Ein Meisterwerk: PARASITE - Kritik & Analyse - Oscar-Preisträger
    Oct 21 2026

    „Snowpiercer“ war sehr gut, #Oscar-Preisträger „Parasite“ ist noch besser! Bong Joon-ho liefert in seinem raffinierten Thriller, der zugleich Horrorfilm, Komödie und Drama ist, eine kluge Analyse der #Klassengesellschaft, in der wir heute leben. Eine arme Familie dringt in das Haus einer reichen Familie ein und beginnt für diese zu arbeiten. Aber wer sind hier die eigentlichen Parasiten? Die Gesellschaft der Reichen ist geprägt von Freundlichkeit und Gelassenheit – aber eben diesen #Habitus muss man sich erst einmal leisten können. Und er sollte uns nicht über das ökonomische Machtverhältnis hinwegtäuschen. Wir sehen in „Parasite“ weniger gute oder böse Individuen, vielmehr hat Bong Joon-ho seinen Figuren Charaktermasken angelegt, um die Klassenverhältnisse bloßzulegen. Überdies ist „Parasite“ ein spannender und ästhetisch brillanter Film, in dem es kein einziges falsches Bild gibt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Suhrkamp. Karl Marx. Das Kapital. Bd. 1. MEW Bd. 23. Dietz Verlag.


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    20 min
  • Ep. 344: Wenn Schund verfilmt wird: VERITY – Kritik & Analyse
    Oct 18 2026

    Colleen Hoover ist eine der erfolgreichsten Autorinnen unserer Zeit. Über #BookTok gehen ihre Romane viral, eine Verfilmung jagt die nächste. „Verity“, die Adaption ihres gleichnamigen Romans, ist mit Dakota Johnson, Josh Hartnett und Anne Hathaway hochkarätig besetzt, zaubern können jedoch diese Schauspieler nicht, immer aber werten sie die dürren Dialoge des Romans auf. Das ist nicht die einzige Aufwertung. Regisseur Michael Showalter lässt sich von Brian de Palma und Paul Verhoeven inspirieren, manchmal kopiert er sie auch nur schamlos, um Stimmung zu evozieren, wo der Roman diese lediglich behauptet. Verfilmte Schundliteratur rettet häufig, was zu retten ist. Beim Sehen des Films fragt man sich jedoch unwillkürlich, ob das Publikum Roman und Film nur naiv rezipiert oder ist es ein selbstreflexives Schwelgen im Klischee? Mehr dazu in der Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt!

    Literatur:

    Colleen Hoover: Verity. Übersetzt von Katarina Ganslandt. DTV.

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    30 min
  • Ep. 343: Nein, nein, nein: TERMINATOR: DARK FATE - Kritik & Analyse
    Oct 15 2026

    Die „Terminator“-Reihe endet mit einem Fiasko: Der sechste Teil von Tim Miller kann an die großen Filme von James Cameron nicht anknüpfen, ja, er bemüht sich nicht einmal. „Terminator: Dark Fate“ weiß zu brisanten Themen wie Künstliche Intelligenz, #Digitalisierung und #Transhumanismus nichts zu sagen, seine Bildsprache ist nicht der Rede wert, stattdessen muss Arnold Schwarzenegger als T-800 noch einmal ran, um einer hohlen Haudrauf-Logik zu folgen und um das #Blockbuster-Kino in einen Rummelplatz mit Preisboxern zu verwandeln. Irrelevanter könnte ein Film kaum sein, langweiliger auch nicht. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!

    Literatur:Peter Sloterdijk: „Sendboten der Gewalt. Zur Metaphysik des Action-Kinos. Am Beispiel von James Camerons ‚Terminator 2‘“, in: Bilder der Gewalt. Verlag der Autoren.


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    9 min