Business Punk - How to Change copertina

Business Punk - How to Change

Business Punk - How to Change

Di: Nils Wigger
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Die Schlagzeilen sind voll von „Abstieg“ und „Stagnation“. Wir sagen: Bullshit. Transformation ist kein Drohszenario, sondern die wichtigste Gestaltungsaufgabe unserer Zeit. Im Business Punk

Podcast „How to Change“ räumt Nils Wigger mit der lähmenden „German Angst“ auf und bringen die Akteure zusammen, die den Wandel nicht nur beobachten, sondern gestalten: Mittelständler, die ihr Geschäftsmodell radikal neu denken, Wissenschaftler, Journalisten, Politiker. "How to Change" verzichtet dabei auf klassische Biografien und Eitelkeiten und zeigt konkrete Perspektiven auf – realistisch, pragmatisch und konsequent nach vorne gerichtet.

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  • Wenn die KI über Relevanz entscheidet: Gespräch mit Julian Gottke über den neuen Kampf um digitale Sichtbarkeit
    Oct 6 2026

    Wie entsteht Glaubwürdigkeit, wenn nicht mehr Menschen nach Antworten suchen, sondern Algorithmen sie zusammenfassen? Wer heute ChatGPT, Gemini oder Perplexity fragt, bekommt eine fertige Antwort statt einer Liste mit zehn Links. Marken, die in dieser Antwort nicht vorkommen, kommen auch in der Entscheidung nicht vor. In dieser Folge von How to Change spricht Nils Wigger mit Julian Gottke. Julian hat blinq gegründet, eine Kölner Software, die misst, wie KI-Modelle Marken wahrnehmen und welche Quellen sie dafür zitieren. Vorher hat er rund zehn Jahre in Marketing und PR gearbeitet, unter anderem für Klarna, Babbel und die Berlin Brands Group. Den GEO-Hype findet er selbst übertrieben, obwohl er ein Tool dafür baut.


    Seine Firma blinq hat 250.000 KI-Antworten ausgewertet. Zwei Ergebnisse daraus:


    • 66 Prozent der zitierten Quellen sind Unternehmenswebsites. Das Modell glaubt ihnen aber erst, wenn Fachpresse, YouTube oder Reviews die Aussagen bestätigen.
    • LinkedIn spielte im Februar als Quelle keine Rolle. Fünf Monate später war es in allen Modellen eine der wichtigsten.


    Ein Gespräch über das Ende aufgeblähter Reichweiten-Reports, über Botschaften, die messbar ankommen, und über die Frage, wo Unternehmen anfangen sollen, wenn das Thema auf dem Tisch liegt.


    Darüber haben wir gesprochen:


    🧭 GEO entscheidet über die Kaufentscheidung: SEO wollte auf Seite eins bei Google. GEO will in die Antwort von ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews. Wer dort fehlt, fehlt beim Kunden.


    👟 Ein Laufschuh erklärt den Glaubwürdigkeits-Filter: Am Beispiel eines Schuhs mit Carbonplatte zeigt Julian, wie ein Modell die Aussagen der Website mit Fachpresse, YouTube und Reddit abgleicht, bevor es ihn empfiehlt.


    📊 Jede Branche hat andere Quellen: Beim Laufschuh zählt die Fachpresse, bei B2B-Software zu 85 Prozent die Unternehmenswebsite. Warum der Satz „Reddit ist wichtig" gefährlich ist und was stattdessen hilft: eigene Prompts anlegen und die Quellen lesen.


    🧱 Struktur schlägt Storytelling: Drei Bullets über dem Text, FAQ darunter, eine Botschaft in jedem Artikel wiederholt. Was Maschinen gut finden, hilft gestressten Lesern genauso.


    🔗 Die Studie zum Nachlesen: https://theblinq.de/llm-quellen-studie

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    44 min
  • Tanker trifft Speedboat: Wie Familienunternehmen das Start-up-Ökosystem für sich entdecken – mit Leopold von Schlenk-Barnsdorf
    Aug 12 2026

    Dr. Leopold von Schlenk-Barnsdorf ist Gesellschafter und Aufsichtsrat der Schlenk SE – einem über 150 Jahre alten Hidden Champion aus Franken, dessen Metalleffektpigmente und ultradünne Metallfolien in fast jedem Autolack, Smartphone und in der Raumfahrt stecken. Er ist in fünfter Generation Teil der Unternehmerfamilie, hat über Geschäftsmodellinnovation in Familienunternehmen promoviert (inklusive 60 Interviews im eigenen Unternehmen – vom Azubi bis zum Aufsichtsrat) und fünf Jahre bei UnternehmerTUM in München das Ökosystem für Familienunternehmen mit aufgebaut.


    In dieser Folge spricht er mit Nils Wigger darüber, wie Familienunternehmen den Einstieg ins Start-up- und VC-Ökosystem finden – und warum es dafür nicht den einen Weg gibt. Leopold erklärt, warum man das Risikoprofil der Familie vom Risikoprofil des Unternehmens trennen muss, warum ein Investment selten am Anfang steht und wieso gerade der Mittelstand für Deep-Tech-Start-ups der entscheidende Partner auf dem Weg vom Labor in die industrielle Skalierung ist. Wer verstehen will, wie Tradition und Innovation zusammen Transformation ergeben, sollte reinhören.


    Wir reden über:


    • Familie oder Firma?: Die entscheidende Unterscheidung am Anfang – nähere ich mich dem Thema als Familie/Investor oder als Unternehmen mit strategischem Innovationsanspruch?
    • Tanker, Speedboot – oder was? Warum der Mittelstand prädestiniert ist, Deep-Tech-Start-ups mit Infrastruktur, Prozess-Know-how und geduldigem Kapital vom Prototyp zur Industrialisierung zu bringen.
    • Best of both worlds: Was passiert, wenn ein Gründer Mitte 20 auf einen Entwickler mit 30 Jahren Branchenerfahrung trifft – und warum Startup-Kooperationen vor allem ein zwischenmenschliches Thema sind.
    • Next Gen Europe: Was deutsche Nachfolger von französischen Family Offices lernen können – und warum in der pan-europäischen Vernetzung der Familienunternehmen noch enormes Potenzial liegt.

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    55 min
  • Zukunftslust: Peter Fintl von Capgemini über Physical AI, Regelungstechnik und andere deutsche Stärken
    Jul 22 2026

    „Momentan sieht man überall nur den Untergang. Wirtschaft schlecht, wir sind alle zu faul, Fußball läuft auch nicht." So fasst Peter Fintl die deutsche Stimmungslage zusammen – und erklärt dann, warum er ihr nicht glaubt. Fintl leitet seit elf Jahren bei Capgemini Engineering den Bereich Technologie und Innovation für Nord- und Zentraleuropa, hat sechs Jahre in China gelebt und kennt den globalen Technologiewettbewerb aus nächster Nähe. In dieser Folge von „How to Change" spricht er mit Nils Wigger über das, was in der Debatte regelmäßig fehlt: eine nüchterne Analyse dessen, wo Deutschland noch mitspielt – und eine These dazu, warum die nächste große Industriewelle ausgerechnet in eine deutsche Stärke läuft.


    Diese Stärke heißt Regelungstechnik. Und die nächste Welle heißt Physical AI – Künstliche Intelligenz, die nicht mehr nur Text produziert, sondern in der realen Welt handelt, plant und mit menschlichen Kollegen zusammenarbeitet. Robotik, neu gedacht. Fintl erklärt, warum das kein Zufall ist und warum Deutschland hier Fahrer sein kann – wenn es will. Ein Gespräch über Transformation, China, Begeisterung und die Frage, was eigentlich fehlt: nicht Technologie, sondern Zukunftslust.


    Um diese Themen geht es im Podcast:


    • 🚗 Der Wandel in der Automobilindustrie: VW-Umbau, neue Konkurrenten aus China, der Übergang zur Elektromobilität – und warum erfolgreiche Gegenbeispiele oft in der Schlagzeilen-Logik untergehen.
    • 🇨🇳 Sechs Jahre China: Was wirklich hinter dem Aufstieg steckt – das Wohlstandsversprechen, der Fleiß, die schlaue Industriepolitik. Und was China genauso lösen muss wie wir: Jugendarbeitslosigkeit, Immobilienkrise, Demografieproblem.
    • 🤖 Physical AI: Was kommt, wenn KI die digitale Welt verlässt und in die reale eingreift – plant, navigiert, handelt, mit menschlichen Kollegen zusammenarbeitet. Robotik als nächste große Industriewelle.
    • ⚙️ Regelungstechnik als unterschätzte Stärke: Warum die Fähigkeit, physische Systeme zu steuern und zu regeln – ob Flugzeuge, Autos oder Roboter – eine genuine deutsche Domäne ist. Und wie man sie jetzt konsequent in die Robotik-Revolution überführt.
    • 💡 Zukunftslust: Die große Idee, die fehlt. Was eine gemeinsame Zukunftsvision leistet – für Länder, für Branchen, für Menschen. Und warum das dickste Brett ist, das es zu bohren gibt.

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    45 min
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