Episodi

  • Folge 109: Diese DFB-Regel ist doch krank
    Oct 22 2026
    Am vergangenen Wochenende musste in der Frauen-Bundesliga das Spiel zwischen Werder Bremen und Hoffenheim abgesagt werden. Der Grund: eine heftige Krankheitswelle bei den Hanseatinnen. In der DFB-Pressemitteilung hieß es dann: „Werder Bremen hatte kurzfristig am Spieltag von seinem Recht auf Spielabsetzung gemäß §15 der Durchführungsbestimmungen der DFB-Spielordnung Gebrauch gemacht.“ Almuth beleuchtet diesen Paragrafen etwas genauer. Denn es sind eine ganze Menge an Bedingungen nötig, um davon Gebrauch zu machen. Wenngleich es sich bei einer derartigen Spielabsage um eine Ausnahme handelt, wie Roman betont, gab es – etwa während der Coronapandemie – auch schon Fälle, in denen Teams trotzdem antreten mussten. Weil etwa anderweitig verletzte Spieler oder Profis, die gesperrt sind, diesem Teil der Spielordnung nach kurioserweise als spielfähig gelten. „Für den Profifußball ist das überhaupt nicht zeitgemäß und man wird ihn ändern oder präziser fassen müssen, um die Integrität des Wettbewerbs zu wahren“, so Almuths These der Woche. ARD-Gast in dieser Folge ist Luise Kropff und sie erinnert an den Fall Fortuna Düsseldorf: Während Corona mussten die Rheinländer gegen den SC Paderborn antreten, obwohl es viele erkrankte Spieler gab; dann hing alles an Jamil Siebert, damaliger Verteidiger der Fortuna, dessen Oberschenkelverletzung eine sporttypische Verletzung war und er daher nach geltendem §15 als einsatzfähig deklariert wurde. Sachen gibt's, die gibt's gar nicht ...
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    38 min
  • Folge 108: Bremer Lücke(n) füllen Leihen
    Oct 15 2026
    Niclas Füllkrug, aber auch weitere Leihspieler, präsentieren sich bei Werder Bremen gerade in Topform. Almuth ist sich sicher: „Werder Bremen wird sich zum Klassenerhalt leihen. Niclas Füllkrug kann seine Erwartungen, die schon sehr hoch waren, noch übertreffen.“ Bislang schoss er vier Bundesligatore. Wie wird die Geschichte weitergehen nach der Saison?„Du hast die Chance, mit ihm Identität zu schaffen, obwohl er gerade nur ausgeliehen ist. Das ist wirklich ein Sonderfall“, meint Roman. „Menschen, die wieder zurück in ihr Umfeld kommen, können plötzlich wieder leistungsbereit sein“, so Almuth. In Bremen handelt es dich dabei durchaus um gewöhnlichen Leihen, etwa auch bei Eren Dinkci; er kommt aus der Werder-Jugend und hat damit wie Füllkrug eine Vergangenheit beim SVW. Besonders die Wertigkeit des 24-maligen Nationalstürmers aber hebt Jens Walbrodt, ARD-Gastexperte dieser Folge, deutlich hervor: „Vielleicht ist Niclas Füllkrug gemessen an der Bedeutung für seine Mannschaft gerade der wichtigste Spieler in der Bundesliga.“ Spielt sich der 33 Jahre alte Torjäger sogar wieder in den Fokus von Jürgen Klopp für die DFB-Auswahl?
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    34 min
  • Folge 107: Was heißt die Causa Israel/Irland für die Uefa?
    Oct 8 2026
    Rund um die zwei Nations-League-Spiele von Israel gegen Irland kam es zu unschönen Vorfällen. Zwischen beiden Ländern gibt es aufgrund des Gaza-Konflikts seit 2024 große Spannungen, die Duelle wurden so zur Bühne für politische Auseinandersetzungen, der Fußball geriet ins Abseits. Almuth und Roman diskutieren über die Rolle des Sports in hochpolitischen Angelegenheiten. „Ich finde es unpassend, den Spielern die Entscheidung zu überlassen, ob das Spiel stattfindet oder nicht“, sagt Almuth und ergänzt: „Diesen Druck aushalten zu müssen, das macht was mit einem. Das darf nicht die Aufgabe eines Fußballspielers sein.“ Sie gibt daher die Frage an Roman weiter: „Was macht die Uefa jetzt damit?“ Er ist überzeugt, dass nach den Vorfällen der europäische Verband nun „als Richter gefragt“ sei, aber „auch im Vorwege präventiv“ hätte einschreiten müssen. „Nur so kann man das verhindern“, meint Roman. Zur Eskalation kam es etwa, als die Frage eines israelischen Journalisten an den irischen Nationaltrainer Heimir Hallgrímsson (selbst übrigens Isländer) zum Abbruch der Pressekonferenz führte. Daher reden Almuth und Roman darüber, ob es womöglich eine Überlegung wert gewesen wäre, israelische Reporter nicht bei Irlands Pressekonferenz zuzulassen und umgekehrt. Inka Blumensaat, Gast-Expertin der ARD in dieser Folge, ist der Meinung, dass es sich bei der Frage um „pure Provokation“ gehandelt und „der israelische Verband wenig dazu beigetragen“ habe, „den Konflikt nicht eskalieren zu lassen“.
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    36 min
  • Folge 106: Für die Frauen-Bundesliga wird's ernst
    Oct 1 2026
    Wo steuert die Frauen-Bundesliga hin? „Dem neu gegründeten Ligaverein läuft die Zeit davon“, sagt Almuth Schult. Auf die Vergabe der EM 2029 an Deutschland im Dezember 2025 war gefolgt, dass die Liga sich unabhängig macht, seit September ist geklärt, dass sie sich komplett vom DFB löst. „Um festzuzurren, dass die Liga ausgegliedert werden darf, hat es neun Monate gedauert. Wenn wir jetzt neun Monate weitergehen, muss es schon losgehen, da weiß ich nicht, wie das gelingen soll“, meint die Olympiasiegerin von 2016. Roman Gerth stimmt zu und weist zudem auf einen anderen Umstand hin: „Wenn der Fan den Eindruck hat, dass der Frauenfußball an einem Wendepunkt steht, der zu viele Fragezeichen aufwirft, dann ist das auf jeden Fall schädlich.“ Wo muss der Frauenfußall also ansetzen, um voranzukommen – im Ligabetrieb vor allem, wovon aber auf lange Sicht dann auch die Nationalelf profitiert? „Das Wichtigste wird sein, einen professionellen Wettbewerb zu haben. Und du brauchst Spielerinnen, die sich auf den Fußball als Job konzentrieren können. Den Mindestlohn gibt es sogar in der zweiten englischen Liga. Ein Mindestgehalt in Deutschland gibt es nicht“, sagt Almuth. Stephanie Baczyk, als Gast-Expertin in dieser Folge dabei, blickt anders auf die aktuelle Lage. Sie hat mit Dirk Zingler, dem Chef von Union Berlin, ein Interview geführt und der habe den Eindruck vermittelt, sich keine Sorgen zu machen. „Zingler sagt, er spürt, dass jetzt bei den Vertretern der FBL, bei den Vereinen, dass sie Bock drauf haben etwas zu verändern“, so Baczyk. „Interne Sicht: alles im Zeitplan bis hierhin“, resümiert die „Sportschau“-Reporterin ihr Gespräch mit Zingler.
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    36 min
  • Folge 105: Beim DFB-Team soll's jetzt kloppen
    Sep 24 2026
    Jürgen Klopp legt als Bundestrainer los. Auf die Wunschlösung der deutschen Fußballfans wartet dabei direkt eine wichtige Aufgabe: die Nations League. Almuth sagt: „Er hat vier Pflichtspiele vor sich, die eine Standortbestimmung sind.“ Mit einem großen Kader aus insgesamt 44 Profis, aufgeteilt in zwei Gruppen, will Klopp den Turnaround schaffen, besonders auffällig sind die vielen Neulinge. „Er hat sich viel Arbeit erspart, er kann zweimal die gleiche Trainingseinheit machen und so das Niveau vom ersten Kader und zweiten Kader vergleichen“, findet Almuth. Roman sieht das aber durchaus kritisch: „Der zweite Kader ist schon schwächer, wenn man sich die Startelf anschaut, der hat fast eher Freundschaftsspielcharakter.“ Zugleich könne Klopp so Gefahr laufen, „Spielern eine Perspektive zu eröffnen, die es so gar nicht gibt.“ Tobi Schäfer, unser Gast-Experte in dieser Folge, sieht das ähnlich. „Wie soll ein Bild einer ersten Elf entstehen? Wenn alle direkt dabei sind, denken sie vielleicht, es ist einfach, Nationalspieler zu werden. Und du enttäuschst viele, wenn du dann künftig nur einen kleinen Kader hast“, so der „Sportschau“-Moderator.
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    35 min
  • Folge 104: Augsburgs gutes Baum-Gefühl
    Sep 17 2026
    Obwohl der FC Augsburg nicht mehr von der Spitze grüßt, hat das Team von Trainer Manuel Baum nach drei Spieltagen mächtig auf sich aufmerksam gemacht. Im Fokus steht dabei Baum selbst, der im Vorjahr für Sandro Wagner übernommen hat, es ist seine zweite Amtszeit als Trainer des FCA; eigentlich war der 47-Jährige als Leiter der Innovationsabteilung beim Fußball-Bundesligisten angestellt, ehe er für Wagner auf den Trainerstuhl gewechselt ist. Jetzt greifen die bayrischen Schwaben mit ihm sogar die Europa-Ränge an. „Ich finde es sehr beeindruckend, was da passiert ist“, sagt Almuth. Durch seine Stationen in den U-Nationalmannschaften sowie im Nachwuchs von RB nach seiner ersten Augsburger Zeit „hat er sich weiterentwickelt“, meint sie. „Ich glaube, das ist sein Ansatz als Talenteschleifer“, ergänzt Roman. Unter Baum haben sich gerade einige Profis ins Blickfeld der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gespielt. Nun dabei sind Finn Dahmen und Hennes Behrens. „Ich weiß nicht, wie er sie packt, aber er ist einer der meistunterschätzten Trainer der Bundesliga schon letzte Saison gewesen.“ Andre Siems, Reporter vom Bayerischen Rundfunk, ist Gast-Experte dieser Folge. Er sagt: „Der Trainer ist der Baum-meister der Mannschaft. Jetzt aber kommen die Härtetests im Oktober gegen Bayern, Freiburg, Leipzig, dann Dortmund. Ein Luftschloss ist es nicht, Europa wäre trotzdem eine kleine Sensation.“
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    32 min
  • Folge 103: I wie Identität
    Sep 10 2026
    Wie wichtig ist eine klare Identität für den Erfolg eines Fußballklubs? Als zwei ideale Beispiele, die grandios in die neue Bundesliga-Saison gestartet sind, dienen der SC Freiburg und der Aufsteiger SV Elversberg. Der Freiburger Weg, der vergangene Spielzeit sogar ins Finale der Europa League geführt hat, ist schon länger bekannt. Elversberg stieg in vier Jahren aus der Regionalliga bis ins Fußball-Oberhaus auf. Dort änderten sich zuletzt wichtige Personalien - und doch blieb der Erfolg. „Außenwirkung, Statements, Personalentscheidungen“ gehören dazu, um eine Identität zu schaffen, sagt Almuth. Für Roman ist ein Spieler in Freiburg dabei hervorzuheben: „Vincenzo Grifo ist für mich das Sinnbild, eine Mischung aus Anspruch und Bodenständigkeit.“ Selbst, wenn er oft nur als Joker eingesetzt wird, stellt er sich in den Dienst der Mannschaft. In Elversberg, so Almuth, können Talente auf dem Weg nach ganz oben besonders gut wachsen. Das kann dem Verein und den Spielern helfen. ARD-Gaststimme Michael Augustin fasst es wie folgt zusammen: „Identität ist wichtig, aber kein Muss, sie hilft natürlich, wenn es darum geht, einen Wettbewerbsnachteil auszugleichen. Und sie zahlt ganz stark auf das Sympathiekonto eines Vereins ein.“
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    36 min
  • Folge 102: Ein Traum von Trondheim
    Sep 3 2026
    Almuth kommt mit einer ganz wilden Idee um die Ecke. „Der gastgebende Verein bei Finalspielen europäischer Vereinswettbewerbe sollte immer in der jeweiligen Saison qualifiziert sein“, sagt sie. Dabei könnte die Uefa ja eine Wildcard vergeben. Ein Vorschlag, der bei Roman auf sehr wenig Gegenliebe stößt. „Warum sollte ich eine Mannschaft belohnen, die sich sportlich überhaupt nicht qualifiziert hat, womöglich sogar abgestiegen ist?“, hält er dagegen. Die Gast-Meinung des ARD-Experten, diesmal von Kommentator und Reporter Tom Bartels, geht in die gleiche Richtung. Tom sagt: „Ich halte von der Idee nichts, das würde vieles verkomplizieren. Wer gar nicht international qualifiziert ist, der wird sich im Wettbewerb meiner Ansicht nach nicht für das Finale qualifizieren können.“ Was meint ihr?
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    31 min