Episodi

  • Anna Bernreitner: Oper allerorts für alle
    Jun 4 2026

    Für Anna Bernreitner ist kein Ort zu banal, kein Raum zu alltäglich, um zur Bühne zu werden. 10 Jahre lang bespielte sie mit ihrem Ensemble "Oper rundum" öffentliche Plätze. Sie inszenierte etwa die Oper „Doktor und Apotheker“ auf dem Gehsteig vor einer Apotheke, tingelte mit „La Bohème“ und einem Bühnenbild aus Mineralwasserkisten durch die Wiener Bezirke oder führte „Die Fledermaus“ zwischen Rutsche und Liegewiese in Wiener Freibädern auf. Diesen Zauber der Pop-Up Straßenoper nimmt die 40jährige auch in ihre Inszenierungen an festen Häusern mit, etwa in Nancy, Zürich oder Wien. Derzeit inszeniert sie die surrealen Einakter „Lady Magnesia & Zweimal Alexander“ in der Wiener Kammeroper. Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt die Regisseurin von den Herausforderungen der Straßenoper und von den vielen berührenden Begegnungen, die sie mit sich bringt.

    Eine Eigenproduktion des ORF; gesendet am 4.6.2026

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    25 min
  • Sieben Fehler sind im Bild: Thomas Demand
    May 31 2026

    Thomas Demand zu Gast bei Christine Scheucher+++Er baut Tatort- oder Pressefotografien aus Pappe und Papier im Originalmaßstab nach und achtet dabei auf jedes noch so kleine Detail, um diese Modelle hernach zu fotografieren - darunter Modelle des Oval Office, der ehemaligen Stasi Zentrale in Berlin, oder des Kontrollraums im Atomkraftwerks Fukushima. Mit diesem eigenwilligen Verfahren entdeckte der deutsche Künstler Thomas Demand terra incognita und er machte sich am internationalen Kunstparkett einen Namen. Im Museum für Angewandte Kunst beschreitet der Künstler nun andere Pfade. "Räume, die von gestern träumen" heißt eine Schau, in der Demand Modelle historischer Theaterkulissen fotografisch erkundet. Eine Grotte, ein dichter Wald, ein Felsvorsprung, Entwürfe von sagenhaften Palästen, die niemals gebaut wurden, Königreiche, die nie existierten. Es sind imaginäre Welten, die Thomas Demand in seiner aktuellen Werkserie erkundet.

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    21 min
  • Bariton Ludovic Tézier: der Spaß am Bösewicht-Spiel
    May 24 2026

    Der in Marseille geborene Ludovic Tézier gilt als einer der weltbesten Baritone und als führender Verdi-Bariton der Gegenwart. An der Wiener Staatsoper singt er derzeit die Rolle des Zurga in Bizets "Perlenfischer". Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt er vom großen Vergnügen, Bösewichte und abgründige Charaktere zu spielen, davon, wie ihm seine Frau, die Sopranistin Cassandre Berthon, mit Bergman-Filmen Schauspielunterricht gab und warum er froh ist, doch kein Startenor mit Society-Verpflichtungen geworden zu sein.

    Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 24. Mai 2026.

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    24 min
  • Brigitta Muntendorf: Feiern gegen den Krieg
    May 17 2026

    Ö1 Intermezzo ++ Zum Start der Wiener Festwochen bringt die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf im Odeon Theater ihre immersive Musiktheater-Produktion "The Day Before" zur Uraufführung. Ein Clubbing im klassizistischen Theatersaal entwickelt sich dabei zu einem Antikriegs-Protest-Ritual. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 17.5.2026

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    25 min
  • Countertenor, Regisseur, Festivalleiter Max Emanuel Cencic
    Apr 12 2026

    Ö1 Intermezzo ++ Der österreichische Sänger, Regisseur und künstlerische Leiter des Festivals „Bayreuth Baroque“ Max Emanuel Cencic zeigt eine seiner gefeierten Inszenierungen im MusikTheater an der Wien: Leonardo Vincis "Alessandro nell'Indie". Über seine rein männlich besetzte, überdrehte Revue mit Tanzeinlagen à la Bollywood spricht Cencic ebenso wie über seinen Werdegang und den (vermeintlichen) Barockopern-Boom der vergangenen Jahre. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 12.4.2026

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    25 min
  • Dimitré Dinev: "Zeit der Mutigen" und die Folgen
    Apr 6 2026

    Ein Erzählband von Balzac öffnete dem 16jährigen Dimitré Dinev im Bulgarien der 1980er Jahre die Augen für Literatur und für die große Freiheit, die sie vermitteln kann. Auf die Flucht in fantastische Welten folgte 1990 die reale Flucht über die grüne Grenze. Und dennoch verfolge ihn das Schiwkow-Regime bis heute, sagt Dinev, der im Roman „Zeit der Mutigen“ (Verlag Kein & Aber) u.a. über Konzentrationslager und niedergeschlagene Aufstände erzählt.
    13 Jahre lang hat er ihn – zunächst handschriftlich – verfasst, sich in dutzende Figuren über ein ganzes Jahrhundert hineinversetzt, während er zugleich als Familienvater zwei Töchter beim Heranwachsen begleitete. Wie er die beiden Welten verband und trennte und welche Konsequenzen er durch die Übersetzung des Romans ins Bulgarische zu befürchten hat, erzählt der Schriftsteller im Gespräch mit Judith Hoffmann.

    Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 6. April 2026.

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    25 min
  • Kluges KI: Kunst als Konjunktiv der Bilder
    Feb 22 2026

    Er gilt als hellsichtiger und engagierter Diagnostiker der Gegenwart und hat mit seinen Filmen das deutsche Autorenkino der 1960er, 70er und 80er Jahre geprägt. Alexander Kluge ist Autor, Regisseur und Fernsehmacher. Vielen gilt er als letzter Universalgelehrter Deutschlands. Nun zeigt Alexander Kluge eine Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, die eine Brücke vom Theater zum Film schlägt. 1962 formulieren junge Filmschaffende das so genannte „Oberhausener Manifest“: eine Kampfansage an den Nachkriegskitsch und die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Autorenfilms, der mit Namen wie Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Alexander Kluge verknüpft ist. Doch die larmoyante Nabelschau so mancher Veteranen der 68er-Bewegung liegt Alexander Kluge nicht. Statt in die Vergangenheit blickt er in die digitale Zukunft. Denn Kluges jüngste Filmprojekte entstehen mit Hilfe der KI.

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    21 min
  • Miriam Unterthiner: Ich stecke in jedem Text
    Jan 11 2026

    Intermezzo, 11.1.2026
    Die Autorin Miriam Unterthiner über ihr neues Stück „mundtot“, das am Wiener Schauspielhaus uraufgeführt wird.
    Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt im weiblichen Leistungssport thematisiert die Autorin Miriam Unterthiner in ihrem jüngsten Stück „mundtot“, das mit dem Hans-Gratzer Preis ausgezeichnet wurde und jetzt zur Uraufführung kommt. Die 1994 in Südtirol geborene Autorin wurde im vergangenen Jahr für ihr Stück „Blutbrot“ mit dem Kleist Förderpreis für neue Dramatik und dem österreichischen Buchpreis (Debütpreis) ausgezeichnet. Über die brisante Thematik des neuen Stückes, in das ihre eigene Erfahrungen als Handballerin miteingeflossen sind, über alte Familiengeschichten, die sie zum Schreiben angeregt haben, über das Loslassen von Texten auf die Büauf die Bühne und über ihre späte Berührung mit der Theaterkunst erzählt Miriam Unterthiner im Intermezzo. Gestaltung: Katharina Menhofer Eine Eigenproduktion des ORF, ausgestrahlt am 9.1. 2026

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    22 min