Episodi

  • #106 - Warum bist du als Jude in der AfD, Artur Abramovych?
    Jan 19 2026

    Juden in der AfD – ein Widerspruch?

    Die AfD wird mit Antisemitismus in Verbindung gebracht – wegen historischer NS-Vergleiche, aber auch wegen antisemitischer Äußerungen einzelner Parteimitglieder. Wie passt der Verein “Juden in der AfD” dazu?

    Artur Abramovych ist Jude, AfD-Mitglied und Vorsitzender des Vereins. Antisemitismus in der AfD sieht er nicht problematischer als in anderen Parteien. Linke Parteien wie die Grünen hält er sogar für gefährlicher für Juden.

    Abramovych kritisiert einen „Schuldkult“ in der deutschen Erinnerungskultur, der linker Politik dienen solle. Muslimische Einwanderung hält er für eine Gefahr für jüdisches Leben – Konzepte wie „Remigration“ befürwortet er daher.


    Zum Buch von Abramovych: https://amzn.eu/d/2UySYZG


    Heute an den Mikros: Dominik Steffens und Benjamin Scherp

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    1 ora e 41 min
  • #105 - Gilt Meinungsfreiheit auch für ihre Feinde, Konrad Liessmann?
    Jan 12 2026

    Krise, Krise und Krise – das schlägt auf die freie Rede

    Klima, Migration, Krieg: Die Stimmung in der Welt scheint schlecht. Es heißt, wir durchleben eine sogenannte Polykrise – mehrere Krisen gleichzeitig. Der mediale Ton dazu ist oft dramatisch, die Begriffe groß.

    Für den Krisen-Philosophen Konrad Liessmann bedroht apokalyptische Rhetorik die Meinungsfreiheit. Wer ständig von der „letzten Chance“ spreche, schaffe ein Klima, in dem Widerspruch unmöglich wird.

    Liessmann bezeichnet sich als einen „Extremisten“ der Meinungsfreiheit. Sogar die Feinde einer Demokratie sollten ihre Ansichten äußern dürfen – die Forderung nach ihrer Abschaffung müsse erlaubt sein.


    Zum Buch von Liessmann: https://amzn.eu/d/5ssJp4J


    Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Jan Feddersen

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    Foto: Arman Rastegar

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    1 ora e 7 min
  • Warum sind immer mehr psychisch krank, Holger Richter? (reupload)
    Jan 5 2026

    Immer mehr Menschen sind psychisch krank

    Die deutsche Psychotherapie steht unter Druck: Immer mehr Menschen suchen einen Therapieplatz. Besonders Diagnosen wie ADHS, Autismus oder Genderdysphorie haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

    Der Anstieg beunruhigt den Psychologen Holger Richter. In seinem Buch “Jenseits der Diagnosen” und in einem Interview mit der NZZ betonte er, dass vor allem junge, eher linke Frauen immer häufiger mit diesen Krankheiten diagnostiziert werden.

    Richter bezeichnet diese Diagnosen als „identitäre Diagnosen“. Sie seien Teil einer Suche nach Identität. Seine Aussagen lösten einen handfesten Shitstorm aus. Aktivisten beschwerten sich bei Richters Arbeitgeber – und hatten teils Erfolg.

    *Wir haben das Interview nochmal hochgeladen, damit die vielen Zuhörer und Zuschauer, die inzwischen dazugekommen sind, dieses erfolgreiche Gespräch auch noch angezeigt bekommen. Eine neue Episode kommt nächste Woche!


    Zum Buch von Richter: https://amzn.eu/d/gJZE58p


    Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Dominik Steffens


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    47 min
  • Postkolonialismus: Lügen die Museen uns an, Mathias Brodkorb? (reupload)
    Dec 29 2025

    Postkoloniale Theorie statt historischer Wahrheit

    Ob an Universitäten, in Museen oder in der Politik – das postkoloniale Narrativ gewinnt zunehmend Einfluss im öffentlichen Diskurs. Es geht davon aus, dass koloniale Macht- und Denkmuster bis heute fortwirken.

    Mathias Brodkorb hält die postkoloniale Theorie für nicht wissenschaftlich – sie leugne die Existenz objektiver Wahrheit. Besonders kritisiert er eine Nähe zu Teilen der neuen Rechten: Beide würden mit identitären Kategorien arbeiten.

    Für Brodkorb beruht Postkolonialismus auf Rassismus – einer starren Einteilung der Welt in weiße Täter und nicht-weiße Opfer. In seinem neuen Buch plädiert er für eine differenziertere Sicht auf die Kolonialgeschichte – jenseits ideologischer Verkürzungen.

    *Wir haben das Interview nochmal hochgeladen, damit die vielen Zuhörer und Zuschauer, die inzwischen dazugekommen sind, dieses erfolgreiche Gespräch auch noch angezeigt bekommen. Neue Episoden kommen im Januar wieder. Genießt die Feiertage!


    Zum Buch von Brodkorb: https://amzn.eu/d/776nYNo


    Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Dominik Steffens


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    1 ora e 4 min
  • #104 - Braucht es noch mehr Höcke-Witze, Ingmar Stadelmann?
    Dec 22 2025

    Comedian liest Höcke – kann das lustig sein?

    Für die einen ist Björn Höcke ein Faschist. Für andere ist genau dieses Wort das Problem: ein Etikett, das Debatten sofort beendet. Doch was bleibt, wenn man es einmal weglässt – und stattdessen nur zuhört?

    Comedian Ingmar Stadelmann liest in seinem neuen Programm aus Höckes Buch. Im Zentrum stehe die Frage, was die Texte offenbaren, wenn man sie ernst nimmt. Aber auch, warum der AfD-Politiker teils unfreiwillig komisch sei.

    Stadelmann sagt: Ablehnung brauche Wissen. Seine Show solle Gespräche ermöglichen und nicht bereits mit Etiketten beenden. Sie zwinge dazu, genauer hinzusehen, statt sich hinter moralischer Sicherheit zu verstecken.


    Ingmar Stadelmann liest Höcke – Tickets: https://www.ingmarstadelmann.de/stadelmannliesthoecke/


    Heute am Mikro: Benjamin Scherp und Jan Feddersen


    Um Missverständnisse nach der Einleitung zu vermeiden: Natürlich ist Dominik weiterhin führender Teil von based. - und ab Januar wieder zurück im Berliner Studio!


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    Foto: Hendrik Gergen

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    1 ora e 7 min
  • #103 - Wäre "Diktatur der Kunst" besser als Demokratie, Jonathan Meese?
    Dec 15 2025

    Künstler fordert “Diktatur der Kunst” statt Politik

    Viele Menschen suchen in Krisenzeiten wieder Halt in radikalen Ideologien – ob politisch oder religiös. Polarisierung wird zum Zufluchtsort, denn scheinbar einfache Antworten auf die Probleme einer komplexen Welt beruhigen.

    Der Künstler Jonathan Meese setzt diesen Krisen etwas ebenso Radikales entgegen: Für ihn ist nur die „Diktatur der Kunst“ die Lösung. Parteien, Ideologien und Religion lehnt er ab. Nur Kunst könne führen, ohne zu unterdrücken.

    Mit seinen Forderungen polarisiert Meese im deutschen Kulturbetrieb und kennt dabei kaum Grenzen. Er spielt mit NS-Symbolen wie Hitler-Gruß und Hakenkreuz und stand mehrfach vor Gericht. Ziel dieser Provokationen sei es, der Symbolik ideologische Macht zu entziehen.


    Heute am Mikro: Benjamin Scherp


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    Foto: Jana Edisonga

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  • #102 - Neue AfD-Jugend: Wer ist wirklich Nazi, Frédéric Schwilden?
    Dec 8 2025

    Linke und rechte Extreme: Schlechte Menschen?

    In Gießen hat sich vergangene Woche die neue AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ gegründet. Beim Gegenprotest mit rund 25.000 Menschen attackierten Demonstranten AfDler und sogar Journalisten wie Paul Ronzheimer.

    Frédéric Schwilden, Journalist der “Welt”, sieht diese Attacken als Folge eines entgleisten „Nazi“-Begriffs. Wer politische Gegner als Nazis abstempelt, liefere damit einen moralischen Freifahrtschein für Gewalt – sogar gegen Medienvertreter.

    Als Autor des Romans “Gute Menschen” hält Schwilden aber weder die Gewalttäter noch Rechtsextreme in der AfD-Jugend für schlechte Menschen. Menschen seien ambivalent und würden auch falsche Entscheidungen treffen.


    Zu Frédérics Roman "Gute Menschen": https://amzn.eu/d/6F2tZLj


    Heute an den Mikros: Jan Feddersen und Benjamin Scherp


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    1 ora e 8 min
  • #101 - Migration und Islamismus: Wie lösen wir das Problem, Ruud Koopmans?
    Dec 1 2025

    Islamismus nimmt zu: Liegt es am Asylsystem?

    Die Gefahr des Islamismus wächst. Laut Bundeskriminalamt stieg die Zahl islamistischer Straftaten in Deutschland im Jahr 2024 auf 1515 Fälle, gegenüber 990 Fällen im Vorjahr – das entspricht einem Anstieg von rund 53 %.

    Ruud Koopmans, einer der meistzitierten Migrationsforscher Europas und Berater des Innenministeriums, fordert mehr Kontrolle über irreguläre Migration und ein reformiertes Asylsystem. Ansonsten werde sich der Islamismus weiter potenzieren.

    Sein Urteil über den Status quo: Das System rette die Schutzbedürftigen gar nicht, sondern gleiche eher einer Lotterie. Für seine Kritik an der steigenden Gefahr des Islamismus gilt er als „umstritten“.


    Heute an den Mikros: Jan Feddersen und Benjamin Scherp


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    1 ora e 12 min