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Wie links sind die Rechtspopulisten?

Wie links sind die Rechtspopulisten?

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Um die Wirklichkeit zu verstehen, braucht es die richtigen Begriffe und Unterscheidungen. Manchmal jedoch hinkt unsere Sprache der Gegenwart hinterher – zum Beispiel, wenn wir uns in der Politik weiter auf die vertrauten alten Kategorien »rechts« und »links« verlassen, obwohl die längst nicht mehr zur Wirklichkeitsbeschreibung taugen.

So sieht es jedenfalls der Politikwissenschaftler Philip Manow. In seinem neuen Buch versucht er, den politischen Raum neu zu vermessen: Welche »Spaltungslinien« – so der Titel – muss man kennen und kartografieren, wenn man unsere aktuellen politischen Auseinandersetzungen korrekt erfassen will? Entlang welcher Frontlinien versammeln sich die neuen Rechtspopulisten? Ihren Wählern unterstellt man gern, von kulturellen Ressentiments getrieben zu sein – sie seien gegen Wandel, Kosmopolitismus, Vielfalt und progressive Werte. Manow hingegen behauptet: Gerade die Arbeiter wählen heute rechtspopulistische Parteien wie die AfD, weil sie dort ihre eigentlichen ökonomischen Interessen vertreten sehen.

In der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« diskutieren Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über Philip Manows streitbare Thesen, über »Wohlfahrtsstaat-Chauvinismus« und die Rentenpolitik der AfD.

Shownotes:

  • Das Interview, das Ijoma Mangold mit Manow geführt hat
  • Die Kritik an Manows Buch, insbesondere an seinen empirischen Aussagen
  • Das Interview mit Wolfgang Streeck

Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 17:44.

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