Episodi

  • UFT 21: Urban Future Talk – Wasser als öffentliches Gut: Stadt, Klima und Verantwortung
    Dec 8 2025
    Willkommen zu Urban Future Talks, dem Podcast des Urban Forum – Egon Matzner-Institut für Stadtforschung. Bernhard Müller oder andere Vertreter:innen des Urban Forum sprechen hier regelmäßig mit Expert:innen, Aktivist:innen und Gestalter:innen unserer Städte über aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Baukultur, Urbanisierung, Klimapolitik und demokratische Teilhabe.Freu dich auf spannende Diskussionen, kritische Perspektiven und wertvolle Impulse für eine lebenswerte urbane Zukunft. Ein Podcast für alle, die Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten wollen.
    In dieser Episode des Urban Future Talk diskutiert Bernhard Müller gemeinsam mit einem hochkarätigen internationalen Panel die zentrale Rolle von Wasser im urbanen Raum – sowie die politischen, ökologischen und kulturellen Herausforderungen rund um Zugang, Qualität und Kontrolle dieser lebenswichtigen Ressource.Zu Gast sind Sir Tom Clarke, Astrid Rompolt, Neil Baxter und Dr. Elizabeth Gardiner, die ihre Perspektiven aus Politik, Stadtverwaltung, Infrastrukturgeschichte und Kunst einbringen.

    Sir Tom Clarke eröffnet das Gespräch mit einem Rückblick auf den erfolgreichen Widerstand gegen die Privatisierung der Wasserversorgung in Schottland in den 1990er-Jahren. Als damaliger Shadow Secretary for Scotland schildert er die politische Mobilisierung und die Bedeutung eines Referendums, das eine breite öffentliche Unterstützung für Wasser in öffentlicher Hand sichtbar machte. Ergänzend werden die Erfahrungen aus England diskutiert, wo Privatisierungen langfristig ökologische und wirtschaftliche Probleme verursacht haben.

    Astrid Rompolt beleuchtet das Wiener Modell des kommunalen Wassermanagements. Sie erklärt, wie die Stadt ihre alpinen Wasserquellen schützt, kontinuierlich in moderne Leitungssysteme investiert und sich gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels stellt. Im Fokus stehen Resilienz, der Ausbau von Wasserreservoirs und die Erneuerung der Infrastruktur für eine wachsende Stadtbevölkerung.

    Neil Baxter gibt Einblicke in die historischen Wasserversorgungssysteme Glasgows und zeigt, wie diese die Stadtentwicklung geprägt haben. Er argumentiert für kontinuierliche öffentliche Investitionen und demokratische Kontrolle als Voraussetzung für langfristige Wasserqualität und Versorgungssicherheit.Dr. Elizabeth Gardiner ergänzt die Diskussion um eine kulturelle Perspektive. Sie zeigt, wie Kunst, Storytelling und partizipative Projekte dazu beitragen können, Wasser als gemeinsames Gut sichtbar zu machen – und wie kreative Initiativen den gesellschaftlichen Wert von Wasser erfahrbar machen.Gemeinsam diskutiert das Panel, wie Klimawandel, Privatisierungsdruck und soziale Ungleichheit zusammenwirken und warum eine nachhaltige, gerechte Wasserversorgung nicht nur eine Frage der Infrastruktur, sondern auch der Kultur, Demokratie und öffentlichen Verantwortung ist.
    Vielen Dank, dass du diese Folge von Urban Future Talks gehört hast. Wenn dir das Gespräch gefallen hat, abonniere den Podcast, um keine Episode mehr zu verpassen, und teile ihn gerne mit Freund:innen, Kolleg:innen und allen, die Stadt nicht nur erleben, sondern mitgestalten wollen.

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    21 min
  • UFT 20: Gunther Laher: Stadt der Zukunft gestalten
    Nov 5 2025
    Willkommen zu Urban Future Talks, dem Podcast des Urban Forum – Egon Matzner-Institut für Stadtforschung. Bernhard Müller oder andere Vertreter:innen des Urban Forum sprechen hier regelmäßig mit Expert:innen, Aktivist:innen und Gestalter:innen unserer Städte über aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Baukultur, Urbanisierung, Klimapolitik und demokratische Teilhabe.Freu dich auf spannende Diskussionen, kritische Perspektiven und wertvolle Impulse für eine lebenswerte urbane Zukunft. Ein Podcast für alle, die Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten wollen.
    In dieser Episode von Urban Future Talks spricht Bernhard Müller mit Mag. Gunther Laher, Stadtentwickler der Stadt Wien, über aktuelle und zukünftige Herausforderungen urbaner Räume – am konkreten Beispiel der Seestadt Aspern, einem der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas.

    Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Themen:
    Dekarbonisierung, demografischer Wandel, Digitalisierung und Demokratisierung. Laher betont, dass die Stadt der Zukunft nicht nur auf Veränderungen reagieren, sondern aktiv gestaltend eingreifen muss – mit neuen Formen von Bürgerbeteiligung und digitalen Werkzeugen.

    Die Seestadt Aspern dient dabei als reales Labor für innovative Ansätze: Quartiersweise Entwicklung, Lernen im Prozess, flexible Planung und ein starkes Zusammenspiel von Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft und Unternehmen.Weitere Themen des Gesprächs:
    • Wie Digitalisierung Planungsprozesse beschleunigt – ohne Menschen zu verlieren
    • Warum soziale und ökologische Ziele kein Widerspruch sein müssen
    • Welche Rolle Begriffe wie „Smart City“ tatsächlich spielen sollten
    • Wie Wien mit 22 großen Stadtentwicklungsgebieten den Wandel strategisch angeht
    Gunther Laher plädiert für eine Stadtplanung, die auf Dialog, Langfristigkeit und Nachhaltigkeit baut – und den Menschen wieder ins Zentrum rückt.
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    19 min
  • UFT 19: Iwona Preis – From River Cities to Turning the Tide: A Cultural Vision for Europe
    Nov 3 2025
    In this international edition of Urban Future Talks, host Bernhard Müller sits down with Iwona Preis, President of the River//Cities Platform and Director of Intercult Stockholm.Recorded during a network meeting in Stockholm, this episode explores the powerful role of rivers in urban life and how art, education, and community engagement can help reclaim waterfronts as cultural and ecological spaces.They discuss:
    • the mission of River//Cities, a pan-European network connecting culture and water
    • the idea of rivers as living ecosystems, not just resources
    • Turning the Tide, a Creative Europe–funded initiative using art to raise climate awareness
    • the work of Intercult in Stockholm and its role in sustainable city-making
    • and why education is essential for cultural transformation
    Together, they reflect on Europe’s rivers as bridges between past, present, and future — and how we can better integrate culture, sustainability and civic action in urban planning.🎙️ A podcast by Urban Forum – Egon Matzner Institute for Urban Research
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    12 min
  • UFT 18: Sir Tom Clarke – Voices from Scotland on EU, Cities and Change
    Oct 28 2025
    Willkommen zu Urban Future Talks, dem Podcast des Urban Forum – Egon Matzner-Institut für Stadtforschung. Bernhard Müller oder andere Vertreter:innen des Urban Forum sprechen hier regelmäßig mit Expert:innen, Aktivist:innen und Gestalter:innen unserer Städte über aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Baukultur, Urbanisierung, Klimapolitik und demokratische Teilhabe.Freu dich auf spannende Diskussionen, kritische Perspektiven und wertvolle Impulse für eine lebenswerte urbane Zukunft. Ein Podcast für alle, die Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten wollen.
    The episode features an in-depth conversation between Bernhard Müller and Sir Tom Clarke, a prominent Scottish politician with a long history of public service, including his time as Culture Minister during Tony Blair's administration. The dialogue emphasizes Clarke's multifaceted career, beginning with his early role as the provost of Monklands from 1974 to 1982. Müller seeks clarity on the term "provost," equating it to a "mayor" in English, and Clarke elaborates on the responsibilities he undertook, highlighting the participatory nature of local governance and the integration of regions within the modern political framework. Transitioning into the broader theme of cooperation between federal and local governments, Clarke shares insights on the state of regional politics in Scotland compared to Austria. He expresses admiration for Austria’s integrated transportation systems but also highlights the need for greater regional input in Scotland, cautioning against the centralization of power in Edinburgh. He stresses the importance of addressing the unique needs and voices of diverse communities across the Scottish regions, from the border cities to the highlands and islands. The conversation shifts to the economic situation in Scottish cities, particularly in light of recent crises such as the financial downturn in 2008-2009 and the COVID-19 pandemic. Clarke acknowledges the impacts of Brexit, citing the significant divergence between Scotland's remain vote and the overall UK decision to leave the EU. He notes the frustrations stemming from the referendum process, emphasizing the importance of representative democracy over direct plebiscites. Clarke articulates a sentiment of disappointment towards how major political decisions, like Brexit, were framed and their implications on local governance. Further exploring the economic landscape, Clarke draws parallels between the challenges faced by Scottish cities and those in Austria, noting unmet needs in public services and rising poverty rates. He attributes some of these issues to governmental instability and public expectations following the recent leadership changes in the UK. Clarke observes that while there have been efforts to address socio-economic disparities, much work lies ahead to alleviate poverty and improve living conditions in urban areas. In the final segment, Clarke reflects on his participation in the "Scotland in Europe" event held in Vienna. He articulates a hopeful vision for Scotland's role in Europe, despite the ongoing challenges posed by exiting the EU. Clarke advocates for continued collaboration between Scotland and Europe, emphasizing the cultural and creative industries as vital conduits for rebuilding relationships. He signals optimism for a potential future return to the EU and the benefits of shared cultural experiences, underscoring the importance of unity and creativity in fostering cross-border connections. The interview concludes with Clarke expressing gratitude for the opportunity to share his views and engage in meaningful discussions about Scotland's future within the European context. This engaging dialogue not only sheds light on Clarke’s perspective on governance and local issues but also serves as a reflective commentary on the evolving relationship between Scotland and the broader European Union.
    Vielen Dank, dass du diese Folge von Urban Future Talks gehört hast. Wenn dir das Gespräch gefallen hat, abonniere den Podcast, um keine Episode mehr zu verpassen, und teile ihn gerne mit Freund:innen, Kolleg:innen und allen, die Stadt nicht nur erleben, sondern mitgestalten wollen.

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    12 min
  • UFT 17: Dr. Andreas Frohner
    Sep 3 2025
    Willkommen zu Urban Future Talks, dem Podcast des Urban Forum – Egon Matzner-Institut für Stadtforschung. Bernhard Müller oder andere Vertreter:innen des Urban Forum sprechen hier regelmäßig mit Expert:innen, Aktivist:innen und Gestalter:innen unserer Städte über aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Baukultur, Urbanisierung, Klimapolitik und demokratische Teilhabe.Freu dich auf spannende Diskussionen, kritische Perspektiven und wertvolle Impulse für eine lebenswerte urbane Zukunft. Ein Podcast für alle, die Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten wollen.In dieser Episode von Urban Future Talk war Dr. Andreas Frohner, Leiter Forensik und Integrity Services bei Ernst & Young, zu Gast. Die Diskussion konzentrierte sich schwerpunktmäßig auf das neue Informationsfreiheitsgesetz (IFG), das am 1. September in Kraft trat. Dr. Frohner stellte einleitend klar, dass Transparenz ein wesentlicher Aspekt in der Bekämpfung von Missständen ist, jedoch auch Schattenseiten mit sich bringen kann. Insbesondere warnte er davor, dass erhöhte Transparenz Kriminellen ermöglichen könnte, an Informationen zu gelangen, die sie für betrügerische Zwecke nutzen könnten. Die Diskussion legte einen besonderen Fokus auf die Gefahren für Kommunen und deren Projekte, insbesondere im Bereich der Bauvorhaben. Der Gesprächspartner unterstrich, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten, die von Städten oder Gemeinden in Auftrag gegeben werden, ein erhöhtes Risiko für betrügerische Handlungen bergen. Bauprojekte seien dabei besonders anfällig, da sie oft große Summen abdecken und nicht regelmäßig stattfinden. Dr. Frohner erklärte, dass Kriminelle in der Lage sind, gezielt Informationen abzusaugen, um ihre betrügerischen Handlungen zu planen. Dies geschieht häufig durch gefälschte Rechnungen, die von den Entscheidungsträgern schwer zu identifizieren sind. Er wies darauf hin, dass solche Betrugsmaschen mittlerweile überaus professionell gestaltet sind, womit eine Erkennung für Betroffene zunehmend schwierig wird. Ein weiterer Punkt in der Konversation war die notwendige Betrugsprävention. Dr. Frohner betonte die Bedeutung der Sensibilisierung für diese Problematik sowie die Notwendigkeit, interne Kontrollprozesse zu schärfen. Insbesondere hob er die Wichtigkeit des Vier-Augen-Prinzips hervor und riet dazu, Aufträge und Änderungen, wie etwa Kontoänderungen, kritisch zu betrachten und immer selbst zu überprüfen. Eine bewusste Recherche der Kontaktdaten ist entscheidend, um nicht in die Falle zu tappen, da Kriminelle oft gefälschte Kontaktdaten verwenden, um ihre Machenschaften zu verschleiern. Ein zentrales Thema war die sogenannte forensische Baubegleitung, ein Konzept, das Dr. Frohner und sein Team entwickelt haben, um Kostenüberschreitungen und betrügerische Handlungen während Bauprojekten zu verhindern. Er erläuterte, dass dabei ein umfassendes Maßnahmenpaket notwendig ist, um schon in den frühen Phasen eines Projektes eingreifen zu können. Dazu gehören Hintergrundprüfungen der beteiligten Unternehmen und regelmäßige Kontrollen auf den Baustellen. Diese Vorgehensweise soll helfen, die Transparenz und die Integrität in Bauprozessen zu verbessern und somit die Gefahren von Betrug zu minimieren. Das Gespräch schloss mit der alarmierenden Erkenntnis, dass es in Österreich bereits zahlreiche Fälle von gefälschten Rechnungen und betrügerischen Handlungen gegeben hat. Diese Vorfälle sind geographisch verteilt und zeigen, dass niemand vor solchen Betrügen gefeit ist. Der Schaden, den diese Machenschaften hinterlassen, kann für Kommunen enorm sein und reicht oft in die Hunderttausende. Dr. Frohner betonte, dass zur Wahrung der Sicherheit eine Prozessbegleitung und ein erhöhtes Bewusstsein für die Thematik erforderlich sind, da die Kriminalität in diesem Bereich zunehmend international organisiert und professionell wird. Insgesamt wurde in diesem Urban Future Talk eindrücklich verdeutlicht, wie wichtig Fachwissen und präventive Maßnahmen sind, um sich vor einer solchen Betrugsgefahr zu schützen. Es wurde klar, dass Transparenz zwar wichtig ist, jedoch auch immer im Zusammenhang mit effektiven Sicherheitsstrategien betrachtet werden sollte.Vielen Dank, dass du diese Folge von Urban Future Talks gehört hast. Wenn dir das Gespräch gefallen hat, abonniere den Podcast, um keine Episode mehr zu verpassen, und teile ihn gerne mit Freund:innen, Kolleg:innen und allen, die Stadt nicht nur erleben, sondern mitgestalten wollen.Für noch mehr Einblicke und aktuelle Informationen besuche unsere Website unter urbanforum.at oder folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen. Wir freuen uns auf dein Feedback und deine Ideen für weitere Themen!https://www.urbanforum.at/
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    15 min
  • UFT 16: Professorin Dr. Sigrid Stagl und Dr. Michael Soder
    Jul 14 2025
    Willkommen zu Urban Future Talks, dem Podcast des Urban Forum – Egon Matzner-Institut für Stadtforschung. Bernhard Müller oder andere Vertreter:innen des Urban Forum sprechen hier regelmäßig mit Expert:innen, Aktivist:innen und Gestalter:innen unserer Städte über aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Baukultur, Urbanisierung, Klimapolitik und demokratische Teilhabe.Freu dich auf spannende Diskussionen, kritische Perspektiven und wertvolle Impulse für eine lebenswerte urbane Zukunft. Ein Podcast für alle, die Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten wollen.
    In dieser Episode des Urban Future Talks beschäftigen wir uns mit der dringenden Notwendigkeit einer grünen Revolution und der Transformation unserer Industriepolitik vor dem Hintergrund der aktuellen klimatischen Herausforderungen. Der heutige Gesprächspartner ist die renommierte Professorin Dr. Sigrid Stagl, Leiterin des Institute for Ecological Economics an der Wirtschaftsuniversität Wien, sowie Dr. Michael Soder, Sozioökonom der Arbeiterkammer Wien. Gemeinsam analysieren wir die tiefgreifenden Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Lebensgrundlagen und die politischen Maßnahmen, die erforderlich sind, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Wir diskutieren die alarmierenden Entwicklungen in Bezug auf die Erderhitzung, wie die erschreckenden Hitzerekorde und Starkregenereignisse, die die Lebensqualität der Menschen in städtischen Gebieten gefährden. Professorin Stagl hebt hervor, dass Klimaschutz nicht bloß eine ideologische Frage ist, sondern essenziell für die langfristige Fortexistenz der Menschheit. Sie kritisiert die aktuellen politischen Ansätze, insbesondere die Kapitulation vor den Erderwärmungszielen, die die EU kürzlich diskutierte. Es besteht ein dringender Bedarf, die Emissionen signifikant zu reduzieren, um die Klimaziele für 2030 und darüber hinaus zu erreichen. Dr. Soder bringt seine Perspektive zur neuen Wirtschaftspolitik in Zeiten der Klimakrise ein, betont die Notwendigkeit, einen breiten Maßnahmenmix zu entwickeln, um die Klimaziele zu erreichen. Er erklärt, dass es nicht ausreicht, auf Einzellösungen zu setzen – vielmehr braucht es eine integrative Strategie von der Regionalpolitik über die Industriepolitik bis zur Bildungspolitik. Ein zukunftsweisendes Konzept ist essentiell, um schnell und effektiv auf die Herausforderungen zu reagieren und um sicherzustellen, dass alle gesellschaftlichen Akteure aktiv an der Transformation beteiligt werden. Wir beleuchten, wie die Städte, dank ihrer hohen Dichte an Kompetenz und Innovation, einen natürlichen Vorteil in der Transformation haben und welche Veränderungen notwendig sind, um die urbanen Räume ökologisch nachhaltig zu gestalten. Hierzu zählt die Schaffung neuer, grüner Infrastrukturen sowie ein smarter Umgang mit bestehenden Ressourcen. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Einfluss der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz im Bereich der klimaneutralen Transformation. Wir erörtern, wie Technologie genutzt werden kann, um effizientere Ressourcennutzung zu ermöglichen und gleichzeitig sozialverträgliche Lösungsansätze zu fördern. Der Dialog über diese neuen Technologien muss jedoch klar definiert werden, um ihre positiven Potenziale zu maximieren. Wir schließen die Episode mit einer praktischen Diskussion darüber ab, wie jeder Einzelne einen Beitrag zur Bekämpfung der urbanen Hitze leisten kann und welche strukturellen Anpassungen notwendig sind, um zukünftigen Herausforderungen angemessen zu begegnen. Der Fokus liegt darauf, dass individuelle Verhaltensänderungen zusammen mit systematischen infrastrukturellen Verbesserungen für eine nachhaltige Transformation entscheidend sind.
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    34 min
  • UFT 15: Dr. Marlon Possard im Gespräch mit Bernhard Müller
    Jun 27 2025
    Willkommen zu Urban Future Talks, dem Podcast des Urban Forum – Egon Matzner-Institut für Stadtforschung. Bernhard Müller oder andere Vertreter:innen des Urban Forum sprechen hier regelmäßig mit Expert:innen, Aktivist:innen und Gestalter:innen unserer Städte über aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Baukultur, Urbanisierung, Klimapolitik und demokratische Teilhabe.Freu dich auf spannende Diskussionen, kritische Perspektiven und wertvolle Impulse für eine lebenswerte urbane Zukunft. Ein Podcast für alle, die Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten wollen.
    In dieser Episode von Urban Future Talk beleuchtet Dr. Bernhard Müller gemeinsam mit Dr. Marlon Possard die aktuellen Herausforderungen und Chancen der öffentlichen Verwaltung im Spannungsfeld von Digitalisierung und Ethik. Dr. Possard, Wissenschaftler an der FH Campus Wien und Autor des Buches „Verwaltungsethik im Fokus“, betont die zentrale Bedeutung ethischer Grundlagen für den öffentlichen Dienst – insbesondere in der Balance zwischen Effizienz und Gemeinwohl.

    Dr. Bernhard Müller diskutiert mit Dr. Possard die Notwendigkeit eines moralischen Kompasses innerhalb der Verwaltung, um das Vertrauen der Bürger zu sichern und die Legitimität staatlicher Institutionen zu stärken. Besonders eindrücklich sind die Überlegungen zu den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Verwaltung und Gesellschaft. In seinem kommenden Buch „Moralorithmus“ entwirft Dr. Possard das Konzept eines digitalen Humanismus, das technologische Innovation mit der Wahrung menschlicher Würde verbindet. KI, so seine Position, könne ein wertvolles Werkzeug sein – dürfe jedoch niemals die menschliche Urteilskraft ersetzen.

    Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf demokratiegefährdenden Phänomenen wie Fake News und Deepfakes. Die beiden Gesprächspartner thematisieren, wie diese Entwicklungen die Stabilität demokratischer Strukturen unterminieren können. Zudem spricht Dr. Possard über seine Erfahrungen als Leiter des Städteforums Wien und schildert, wie städtische Behörden auf zunehmende Herausforderungen wie Staatsverweigerung und subversiven Extremismus reagieren. Ein von ihm entwickelter Leitfaden soll helfen, kommunale Strukturen im Umgang mit solchen Phänomenen zu stärken.Dr. Bernhard Müller nimmt das Publikum mit auf eine gedankliche Reise in die USA, wo Dr. Possard als Visiting Researcher an der Harvard University tätig war – und die politischen Spannungen rund um die Präsidentschaftswahlen hautnah erlebte. Besonders besorgniserregend schildert Dr. Possard die politischen Einflussversuche der Trump-Administration auf akademische Institutionen – ein deutliches Signal, dass Europa Wissenschaftsfreiheit aktiv schützen und stärken muss.

    Zum Abschluss thematisiert Dr. Bernhard Müller gemeinsam mit seinem Gast die Rolle der Ausbildung im Public Management. Dr. Possard beschreibt, wie seine Studierenden an der FH Campus Wien als Brückenbauer zwischen Staat und Gesellschaft wirken. Interdisziplinarität, Praxisorientierung und ethische Verantwortung bilden dabei die Grundpfeiler eines zeitgemäßen, zukunftsgerichteten Verwaltungsverständnisses.
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    17 min
  • UFT 14: Fate Velaj Botschafter der Republik Albanien in Österreich
    May 30 2025
    Willkommen zu Urban Future Talks, dem Podcast des Urban Forum – Egon Matzner-Institut für Stadtforschung. Bernhard Müller oder andere Vertreter:innen des Urban Forum sprechen hier regelmäßig mit Expert:innen, Aktivist:innen und Gestalter:innen unserer Städte über aktuelle Themen wie soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Baukultur, Urbanisierung, Klimapolitik und demokratische Teilhabe.Freu dich auf spannende Diskussionen, kritische Perspektiven und wertvolle Impulse für eine lebenswerte urbane Zukunft. Ein Podcast für alle, die Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten wollen.
    Im Urban Future Talk wird der albanische Botschafter in Österreich, Professor Fatehwele, tiefgründig interviewt. Der Gesprächspartner hebt die vielseitige Lebensgeschichte des Botschafters hervor, der eine beeindruckende Reise vom Flüchtling zum Diplomat durchlebt hat. Er schildert seine Ankunft in Österreich im Jahr 1991, als er als Flüchtling eine völlig neue Welt betrat. Die Erzählungen des Botschafters tragen zu einem besseren Verständnis der kulturellen und historischen Verbindung zwischen Albanien und Österreich bei. Durch seine Schilderungen wird deutlich, wie fest verankert die albanische Wertschätzung für Österreich ist und wie sehr die österreichische Kultur in seinem Leben eine zentrale Rolle spielt. Professor Fatehwele spricht über seine frühe Faszination für Italien und Kunst, die seinen Weg nach Österreich beeinflusste. Trotz anfänglicher Herausforderungen gelang es ihm, seine Leidenschaft für Malerei und Literatur zu entfalten. Er beschreibt, wie er durch seine künstlerischen Tätigkeiten, einschließlich der Malerei und Fotografie, einen kreativen Ausdruck fand, der ihm half, sich in seiner neuen Heimat zu integrieren. Diese kreativen Prozesse führten zur Veröffentlichung seines Romans „Kreuztanne“, der den kulturellen Austausch zwischen Albanien und Österreich thematisiert und inzwischen in mehreren Sprachen übersetzt wurde. Ein weiterer wichtiger Part des Interviews ist die Diskussion über die aktuellen Entwicklungen in Albanien, insbesondere die rasante Verstädterung und den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes. Der Botschafter erläutert die historische Transition Albaniens von einer Diktatur hin zu einer demokratischen Gesellschaft und wie dies die Urbanisierung und die Bedeutung der Städte beeinflusst hat. Er betont, dass Städte wie Tirana und Durrës zentrale Rollen im Wachstum und in der Entwicklung des Landes spielen. Die Urbanisierungsrate von über 64% stellt eine signifikante Veränderung dar, und die Herausforderungen sowie Chancen, die damit einhergehen, werden eingehend erörtert. Im Gespräch über den ländlichen Raum wird auch auf die Rückkehr vieler Albaner in Dörfer eingegangen. Professor Fatehwele hebt hervor, dass unterschiedliche Programme der Regierung und der Europäischen Union zur Wiederbelebung des ländlichen Raums und der Landwirtschaft geführt haben. Diese Initiativen animieren Menschen dazu, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren, um nachhaltige Perspektiven zu schaffen, anstatt in städtische Ballungsräume abzuwandern. Hier zeigt sich die enge Verknüpfung zwischen urbanen und ländlichen Entwicklungen in Albanien. Abschließend thematisiert der Botschafter die Beziehungen zwischen Albanien und Österreich. Er sieht großes Potenzial für gegenseitigen Austausch und Lernen zwischen den beiden Ländern. Dabei hebt er die kulturellen und akademischen Kooperationen hervor, die bereits existieren und weiter ausgebaut werden sollen. Seine Vision beinhaltet die Schaffung starker Partnerschaften zwischen Städten in beiden Ländern, um voneinander zu profitieren und gemeinsam an der europäischen Integration zu arbeiten. Das Gespräch endet mit einem positiven Ausblick auf die zukünftigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, Kunst, Bildung und Wirtschaftsbeziehungen.
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    32 min