• 01 PROLOG
    Nov 19 2025
    „Solange die Bälle in der Luft sind, fragt keiner, ob man das wirklich beherrscht. Wehe der erste fällt …" Unternehmer? Künstler? Wo ist der Unterschied? Und welche Natur bestimmt unser Wesen und Handeln?Unternehmer? Ein kurzer Prolog zur Identität des Quereinsteigers Uwe Paris.
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    2 min
  • 02 ABSCHIEDSVORSTELLUNG
    Nov 19 2025
    In Kapitel 02 räumt der Unternehmer Uwe Paris die Werkhalle der STD-Gruppe – und damit ein Arbeitsleben – auf. Flyer, Teilprospekte, tausende Einzelteile: Was einst Wert trug, wird gesichtet, verkauft, verschenkt oder entsorgt. Die „schwarze Kunst“ des Graphits hat die Halle gezeichnet; eine Reinigungsfirma und drei Monate Übergangszeit markieren den Abschied. Alleinsein schafft Distanz und Ordnung nach dem Durcheinander. Paris erzählt vom Loslassen und von Abschiedsbildern. Zwischen Relikten sorgt er für sein Team und für sich – ein leiser Start für Neues? „Ich habe immer gesagt, hier findet die schwarze Kunst statt. Jeder, der hier gearbeitet hat, war nach einer halben Stunde schwarz. Das ist alles Graphit.“
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    16 min
  • 03 INNENLEBEN
    Nov 19 2025
    „Ich wollte einfach wissen, wie es drinnen aussieht ... und danach war es Schrott. Das Zusammenbauen interessierte mich nicht.“ Kapitel 03 zeigt den Ursprung eines Lebensmotivs: Schon vor der Grundschule schraubte der Unternehmer Uwe Paris Matchbox-Autos und defekte Geräte auf – nicht um sie zu reparieren, sondern um zu verstehen, wie es innen aussieht. Zusammenbauen war zweitrangig; wichtig war der Prozess des Konstruierens. Modellflugzeuge, ein geschnitztes Segelboot, ferngesteuerter Buggy: Sobald etwas flog, fuhr oder schwamm, war es erfüllt und durfte ins Regal. Das Muster zieht sich durch sein Leben.
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    2 min
  • 04 EINZELAKTIONEN
    Nov 19 2025
    „Ich bin eigentlich als Kind immer Einzelkämpfer gewesen, habe mir was gesucht, was interessant ist, habe mich darum gekümmert und dann habe ich mir das nächste gesucht.“ Unter dem Leitmotiv „Einzelaktionen“ öffnet der Unternehmer Uwe Paris einen Erinnerungsraum seiner Kindheit. Sonntagsgänge mit dem Vater: Stöcke schnitzen, Bögen, Flöten, Blasrohre – Natur als Werkstatt; der feste Ablauf bis 12 Uhr beim Essen. Daneben prägt ihn das Unternehmen von „Soloaktionen“. Er sucht sich Projekte und schließt sie ab, oft nur einmal: im dunklen Kiefernwald einen trockenen Baum fällen, eine tote Elster zerlegen, aus reiner Neugier auf das Innenleben. Er baut sich Skipisten und Schanzen, übt Stemmbogen und Parallelschwingen, begeistert andere kurz – arbeitet dann doch für sich. So entsteht früh ein Muster: neugiergetriebene, selbst initiierte Vorhaben mit klarer Vollendung – nicht für die Gruppe, sondern als persönliche Erfahrung und Erkenntnis.
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    5 min
  • 05 MATHE 5. KUNST 1.
    Nov 19 2025
    „Ich kann die gesamte Welt kreativ neu erfinden. Ich finde aber nicht Formel, nach der man das rechnen kann." Im Kapitel „Kunst eins, Mathe fünf“ zeichnet der Unternehmer Uwe Paris sein zentrales Paradox: In festgefahrenen Verhandlungen findet er Ideen, die vermeintlich tote Projekte retten – doch präzises Rechnen liegt ihm nicht. Paris erinnert an seine Abi-Prüfung. Ein Rechenfehler kostete die Note, nicht aber die logische Herleitung. Es ist ein lebenslanges Paradox: enorme Kreativität, aber ohne die Fähigkeit, diese in eine Formel zu bringen.
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    5 min
  • 06 LEHRSTUNDE
    Nov 19 2025
    „Unternehmer können Sie nicht lernen. Entweder ist man das, dann gibt’s nur die Variante gut oder schlecht … aber Unternehmer können sie nicht lernen.“ Im Kapitel „Lehrstunde“ erinnert sich Uwe Paris an frühe Lektionen aus der eigenen Schulzeit. Als Schüler mit „großer Klappe“ und Schulsprecher am reinen Jungengymnasium eckt er an und lernt, dass falsche Antworten und falscher Ton schaden. Eine nächtliche Polizeikontrolle endet auf dem Revier – ein Schlüsselerlebnis. Später entschärft er Kontrollen und polizeiliche Anzeigen mit Charme. Ähnlich verhält es sich mit dem Unternehmertum. Das Unternehmersein kann man nicht lernen; man ist es – gut oder schlecht. Und die Erfahrung ist dabei der einzig wahre Lehrmeister.
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    3 min
  • 07 FERIENJOBS
    Nov 19 2025
    „Du bist hier privilegiert, denn du kannst in drei Wochen nach Hause gehen.“ Ferienjobs im früheren Betrieb des Vaters führen Uwe Paris in die Schwerindustrie: je lauter, heißer, dreckiger, desto besser bezahlt. Er lernt, Erwartungen zu erkennen und sich Vorteile zu organisieren. Er arbeitet an Kokillen, löst festsitzende Stahlblöcke, schleift Innenwände und nietet glühende Bolzen – zwölfstündige Schichten mit Zuschlägen, am liebsten drei Wochen Nachtschicht am Stück. Paris begegnet rauen „Hau-Ruck-Typen“, oftmals „Jugoslawen“, erarbeitet sich Akzeptanz durch Anpacken und lernt, „den Dreck zu fressen“ – genau wie die Arbeiter. Es ist bereits früh eine wichtige Erfahrung für den richtigen Umgang mit diesen „armen Hunden“.
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    10 min
  • 08 DER KUNSTLEHRER
    Nov 19 2025
    „Kunstlehrer kommen von einer Akademie oder sind Künstler. Sie haben nur Kunstgeschichte studiert. Sie sind kein Künstler.“ Im Kapitel „Der Kunstlehrer“ zeichnet der Unternehmer Uwe Paris seinen Weg in den Schuldienst: Bereits während des Studiums unterrichtet er an einem Dortmunder Gymnasium Kunst in Klassen 5/6. Vier Wochen nach dem Examen geht er direkt zum Schulleiter – ohne Bewerbung – und erhält auf der Stelle die Referendarstelle sowie von Beginn an einen eigenen Kurs. Das Referendariat empfindet er als „grausame Zeit“: überformalisierte Didaktik, eine unpassende Ausbilderin, die ihn als „nur Kunsthistoriker“ abqualifiziert. Mit Rückendeckung des Schulleiters schließt er frühzeitig ab, erhält sofort einen Angestelltenvertrag und wird wenig später – mit 27 – Beamter auf Lebenszeit (A13).
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    5 min