Transgenerational. Der Podcast copertina

Transgenerational. Der Podcast

Transgenerational. Der Podcast

Di: Leah Juliana Muff und Weronika Vogel
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Transgenerational ist der Podcast über das Dazwischen. Die Gastgeberinnen Leah und Weronika laden in neun Folgen jeweils zwei Menschen aus unterschiedlichen Generationen ein, dieselben zehn Fragen zu beantworten: Fragen aus dem Fragenkatalog von Max Frisch, die nicht erklären, sondern öffnen wollen. Fragen nach Glück und Verlust, nach Geld und Freundschaft, nach Heimat, Zeit und Sterblichkeit. Der Podcast ist im Rahmen des Themenjahres « Generationen im Wandel » entstanden, das die Mitglieder der Jungen Akademie der Katholischen Akademie in Berlin im Jahr 2025 durchgeführt haben.Leah Juliana Muff und Weronika Vogel Scienze sociali
  • Folge 8: Sophie von Kalckreuth und Bega Kandler
    Jun 19 2026

    In der achten Folge von Transgenerational begegnen sich Sophie und Bega, zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die eine gemeinsame Neugier auf die Welt verbindet. Sie sprechen über Erinnerung und Vergessen, Demokratie und Verantwortung, Freundschaft über Altersgrenzen hinweg sowie über die Sehnsucht, neue Orte und Lebenswelten zu entdecken.

    Sophie von Kalckreuth kommt ursprünglich aus Frankfurt am Main, ist aber gleich nach dem Abitur nach Italien gezogen. Dort hat sie an der Universität von Padua Philosophie im Bachelor und Master studiert und sich vor allem mit jüdischer Philosophie und Ethik beschäftigt. Um sich ihr Studium im Ausland zu finanzieren, hat sie nebenbei als Au-Pair gearbeitet. Nach ihrem Masterabschluss ist sie zurück nach Deutschland gezogen und hat nach einem kurzen Abstecher in die politische Kommunikation ihre Liebe zur Wissenschaftskommunikation entdeckt. Seit 2021 wohnt sie in Erfurt und arbeitet als Wissenschaftskommunikatorin an der Katholisch-Theologischen Fakultät. Sophie von Kalckreuth ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 33 Jahre alt.

    Bega Kandler wohnt in Brandenburg und besucht die 11. Klasse eines Gymnasiums. Sie interessiert sich für Theologie und Gesellschaft und möchte nach ihrem Abitur in Erfurt Katholische Theologie studieren. Sie hat für die Pressestelle des Erzbistums Berlin gearbeitet und besucht gelegentlich Vorlesungen und Seminare an der Humboldt-Universität Berlin. Bega Kandler ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 17 Jahre alt.

    In der Folge geht es um die Freiheit, sich nicht festlegen zu müssen: auf eine einzige Heimat, eine starre Vorstellung von Identität oder einfache Antworten auf komplexe Fragen. Zwischen philosophischen Überlegungen, persönlichen Geschichten aus Italien und Brandenburg und der Freude am Reisen entsteht ein Gespräch über Zugehörigkeit, Offenheit und die Kunst, in einer vielfältigen Welt zu Hause zu sein.

    Eine Folge über das Unterwegssein – und darüber, wie wir unseren Platz in der Welt finden.

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    29 min
  • Folge 7: Bruno Wiesneth und Stylianos Tsangaridis
    Jun 5 2026

    In der siebten Folge von Transgenerational treffen Bruno Wiesneth und Stylianos Tsangaridis aufeinander. Der erstaunliche Gleichklang ihrer Gedanken formt sich um existentielle Fragen bis hin zu einer unantastbaren Fundierung individueller Autarkie.

    Bruno Wiesneth hat nach seinem Bachelorstudium im Fach Physik in Leipzig vor, den Master Space Science in Bremen zu beginnen. Er lebt in einer 3er WG und verbringt den Sommer mit See, Nachhilfe unterrichten, Akrobatik und verreisen. Seine Interessen gelten der Physik und allen naturwissenschaftlichen Vorgängen, und gehen gleichzeitig weit darüber hinaus : Von der Lektüre verschiedenster und auch nicht physikalischer Bücher, über Museumsgänge bis hin zu Akroyoga. Bei all dem findet Bruno die menschliche Wahrnehmung und das Bewusstsein sehr spannend, das heißt für ihn konkret, wie sich das Gehirn die Realität zusammenbaut und wie wir Menschen dadurch auch immer wieder getäuscht werden können, optisch beispielsweise. Generell ist er ein sehr neugieriger und offener Mensch : Seine Liebe gilt dem Reisen und neuen Orten und Menschen und Kulturen. Wer sich traut aus seiner Komfortzone auszusteigen, so Bruno, wird belohnt mit wunderbaren Erfahrungen. Seine Neugier, sagt Bruno, sei auch der Grund, warum er bei diesem Podcast mitmacht. Bruno Wiesneth ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 26 Jahre alt.

    Stylianos Tsangaridis geht in die neunte Klasse eines Digital-Wissenschaftlichen Zweiges eines Berliner Gymnasiums. Er wurde in Berlin geboren, und seine Muttersprache ist griechisch, da seine Eltern aus Griechenland kommen. Seine Familie besitzt ein griechisches Restaurant namens Dionisos in Berlin. Seine große Leidenschaft ist das Sammeln, Erforschen und Suchen von Mineralien. Das unternimmt Stylianos hauptsächlich in den Ferien und in Griechenland. Außerdem liebt er es, eigene Musik zu machen und Maschinen zu bauen. Er möchte später Geologe werden, um die einzigartige Geologie Griechenlands zu erforschen und zu dokumentieren. Mit seinen fünfeinhalb Jahren Erfahrung im Sammeln, Erforschen und Suchen von Mineralien hat Stylianos die Erkenntnis gemacht, dass Griechenland geologisch nicht gut erforscht ist. Er möchte selbst Mineralien verkaufen, die er in Griechenland gefunden hat. Sein Wunsch ist es, damit zu beginnen, indem er und seine Eltern eine Vitrine in ihrem Restaurant errichten werden, um griechische Mineralien auszustellen und zu verkaufen. Diese Vielzahl an Vorhaben hat er, obwohl Stylianos Tsangaridis zum Zeitpunkt der Aufnahme erst 15 Jahre alt ist.

    Das Gespräch zwischen Bruno Wiesneth und Stylianos Tsangaridis beginnt in einer Bewegung um das fragile Feld des Pendants von Männlichkeit und Weiblichkeit : « Wenn Männlichkeit ein Stein wäre, würde ich einen Hämatiten nehmen – kalt, schwer, magnetisch und oftmals auch hart. » Die Reflexionen kreisen um die unzensierte Realität biologischer Differenzen und die subtilen Prägungen kultureller Matrizen.

    Über Anekdoten der Welt der Tiere und das dortige Phänomen des Humors fließt der Dialog weiter zur Frage der Bedeutung jenes Phänomens in interpersonellen Gefügen als auch in interkulturellen Kontexten. Die Tiefe der Frage des Humors in der Fremde führt weiter in die Ebene der Beziehung zum Selbst und zur Heimat. Ist Heimat der Ort, in den der Mensch hineingeboren wird? Ist Heimat von einer Dimension, die das Potential zur Erweiterung trägt? Abschließend verdeutlicht eine letzte Erzählung über verlorene Freunde die Essenz der Unantastbarkeit des eigenen Weges : Nicht alles, was wir verlieren, ist ein Verlust.

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    41 min
  • Folge 6: Dr. Martin Fischer und Laura Ragab
    May 15 2026

    In der sechsten Folge von Transgenerational sprechen Laura Ragab und Martin Fischer über Freundschaft, Besitz, Humor, Tod und die Hoffnung auf ein Leben danach. Zwischen wissenschaftlicher Neugier, Tradition und sehr persönlichen Erinnerungen entsteht ein Gespräch voller Wärme, Nachdenklichkeit und leiser Ehrlichkeit.

    Dr. Martin Fischer ist in Saalfeld als jüngstes von 6 Geschwistern aufgewachsen und hat noch eine 10 Minuten jüngere Zwillingsschwester. Er studierte Theologie in Erfurt und blieb nach dem Studium an der Uni, um zu promovieren. Anschließend arbeitete er von 2015 bis 2024 in der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte, wo er zur Kirche in der DDR forschte. Seit 2025 arbeitet Martin bei der Kommission für Zeitgeschichte in einem Projekt zur Missbrauchsforschung bei einer Benediktiner-Abtei. Außerdem ist er langjähriger Katzenvater. Martin Fischer ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 45 Jahre alt.

    Laura Ragab studiert im Master Psychologie an der Uni Erfurt. Ihr größtes Interesse liegt in der Forschung. Sie hat in den letzten Jahren zwar an vielen verschiedenen Forschungsprojekten mitgewirkt, ihr Schwerpunkt liegt aber in der Lern- und Gedächtnispsychologie, wo sie im nächsten Jahr auch ihre Promotion beginnen wird. Deshalb engagiert sie sich viel im Bereich Open Science, um Wissenschaft freier zugänglich zu machen und auch Menschen näherzubringen, die hiermit sonst nicht viel Kontakt haben. Außerdem tanzt sie leidenschaftlich gern Tango und singt im Chor. Sie wird seit Beginn ihres Studiums von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert und ist aktuell Regionalsprecherin für den Raum Thüringen. Laura Ragab ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 24 Jahre alt.

    Es geht um Katzen als Weggefährten, um die Schwierigkeit, im Erwachsenenalter neue Freundschaften zu knüpfen, um die Frage, warum Alkohol gesellschaftlich so selbstverständlich ist – und darum, wie wir erinnert werden möchten, wenn wir eines Tages nicht mehr da sind.

    Eine Folge über Abschied und Verbundenheit, über Zweifel und Trost.

    Und über die vielleicht wichtigste Frage überhaupt: Was macht ein gutes, menschliches Leben aus?


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    38 min
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