Episodi

  • Bernhard Egert, Head of Timber Construction, UBM Development
    Oct 16 2026
    Wie können wir schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger bauen, ohne dabei architektonische Qualität und lebenswerte Städte aus den Augen zu verlieren? Darüber sprechen wir im SphereRaum Talk mit Bernhard Egert, Head of Timber Construction bei UBM Development. UBM hat sich in den vergangenen Jahren strategisch stärker auf nachhaltige Immobilienentwicklung und den modernen Holzbau ausgerichtet. Doch der Weg zu einer breiteren Anwendung ist anspruchsvoll: Genehmigungsverfahren, fehlende Erfahrung mit modernen Bauweisen, wirtschaftliche Herausforderungen und unterschiedliche Rahmenbedingungen in den Bundesländern bremsen die Entwicklung. Bernhard Egert bringt jahrzehntelange Erfahrung im Holzbau mit und kennt die Branche aus unterschiedlichen Perspektiven – vom Bauunternehmen über die Projektentwicklung bis zur strategischen Umsetzung neuer Bauweisen. Im Gespräch erklärt er, warum Holz längst mehr ist als eine nachhaltige Alternative zu Beton, wo die tatsächlichen Herausforderungen liegen und weshalb sich die Bauwirtschaft auch organisatorisch verändern muss. Ein zentrales Thema ist dabei die "Systematisierung des Bauens". Höhere Vorfertigung, automatisierte Prozesse und gebündelte Leistungen können helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen und Projekte effizienter umzusetzen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sich industrielle Bauprozesse mit architektonischer Vielfalt, Baukultur und dem Anspruch an lebenswerte Städte verbinden lassen. Wir sprechen außerdem über Brandschutz und verbreitete Vorurteile gegenüber Holzgebäuden, über die Bedeutung von Bildung und Wissenstransfer sowie über politische und regulatorische Rahmenbedingungen. Warum kommen manche Regionen beim Holzbau schneller voran als andere? Was muss sich bei Planung, Genehmigung und Zusammenarbeit ändern? Und wie werden wir im Jahr 2045 bauen? Ein Gespräch über die Chancen des Holzbaus, strukturelle Herausforderungen der Immobilienbranche und die Frage, wie wir die Zukunft des Bauens aktiv gestalten können.
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    50 min
  • Anne Ehrenberg, Geschäftsführerin, &ENSA
    Oct 6 2026
    „Natürlich können wir das!“ Natürlich können wir Gebäude energetisch sanieren. Natürlich können wir unsere Sanierungsquote erhöhen. Natürlich können wir Prozesse einfacher machen. Natürlich können wir nachhaltiger bauen und wirtschaftlich sinnvoll handeln. Die Frage ist nur: Wie schaffen wir es, dass aus dem „Können“ auch ein „Machen“ wird? Genau darüber sprachen wir mit Anne Ehrenberg. Über die neuen BEG-Förderbedingungen und fehlende Planungssicherheit. Über die Frage, warum die energetische Sanierung in Deutschland so langsam vorankommt. Über komplizierte Prozesse, Normen und die vielen Beteiligten, die ein Sanierungsprojekt schnell komplex machen. Und darüber, was &ENSA bewusst anders macht: Als Generalplaner für energetische Sanierung bündelt das Team verschiedene Disziplinen und entwickelt Sanierungskonzepte nicht nach dem Motto „möglichst viel“, sondern nach dem Prinzip: Spannend war aber auch die persönliche Seite. Anne beschreibt ihren Führungsstil als menschlich und intuitiv. Offenheit, Transparenz und gemeinsames Lernen sind für sie zentrale Werte. Und sie sagt sehr klar, dass auch Führungskräfte zeigen dürfen, wenn eine Situation schwierig ist. Vielleicht ist das die Haltung, die wir gerade an vielen Stellen brauchen: Nicht kleinreden, was schwierig ist. Aber auch nicht ständig erklären, warum etwas nicht geht. „Natürlich können wir das!“
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    35 min
  • Ingo Magon, Head of Building Services Engineering, Art-Invest Real Estate
    Sep 22 2026
    „Smart Buildings bauen wir gar nicht mehr.“ Für Ingo Magon geht es längst nicht mehr darum, ein Gebäude einfach „smart“ zu machen. Entscheidend ist, "was wir mit den Daten eines Gebäudes anfangen können." Und damit sind wir bei einer Frage, die er auch aus seiner Leidenschaft für den Motorsport kennt: Wie bekomme ich mehr Leistung aus einem Motor heraus? Für ihn gilt diese Frage nicht nur für Autos, sondern genauso für Immobilien: - Was können wir besser machen? - Wie können wir Gebäude im Betrieb kontinuierlich optimieren? - Wie können wir vorhandene Daten für alle relevanten Beteiligten verfügbar und nutzbar machen? - Wie erkennen wir Fehlfunktionen, bevor der Mieter sie bemerkt? - Und wie können digitale Werkzeuge dabei helfen, gerade im Bestand mehr aus dem Vorhandenen herauszuholen? „Smart“ ist damit für ihn kein zusätzliches Feature mehr. Es wird zur Grundlage dafür, "Gebäude besser zu verstehen und jedes Jahr ein Stück besser zu machen." Zudem sprachen Natalie Bräuninger und Wiebke Becker mit ihm über Fachkräftemangel, Standardisierung, Wärmepumpen, KI im Gebäudebetrieb, Resilienz und die Frage, welche Rolle der Mensch in einem zunehmend digitalen Gebäudebetrieb spielt.
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    48 min
  • Dr. Bernd Schade, Vorsitzender der Geschäftsführung, OFB Projektentwicklung GmbH
    Sep 8 2026
    Welche Immobilien brauchen wir eigentlich noch? Diese Frage stellt Dr. Bernd Schade, Vorsitzender der Geschäftsführung der OFB Projektentwicklung, im Gespräch mit Natalie Bräuninger und Wiebke Becker – und sie führt mitten hinein in die großen Fragen, vor denen die Immobilienbranche heute steht. Seit fast 30 Jahren ist Schade in der Immobilienwirtschaft unterwegs. Er selbst beschreibt sich als „Troubleshooter“: jemand, der Probleme löst, Projekte voranbringt und dabei immer auch die strategische Perspektive im Blick behält. Andere würden ihn als zielstrebig und ungeduldig beschreiben. Aber auch als jemanden, der viel Vertrauen gibt. Sein Blick auf die Branche ist dabei bemerkenswert pragmatisch. „Viele verkriechen sich hinter Regularien“, sagt er und plädiert dafür, häufiger die Ärmel hochzukrempeln und neue Wege auszuprobieren – etwa beim seriellen Bauen. Gleichzeitig geht es für ihn längst nicht mehr nur darum, *was* wir bauen können. Entscheidend ist die Frage: "Was brauchen Nutzer und Investoren tatsächlich?" Für Schade entscheidet sich die Zukunft der Immobilie im "Wettbewerb des Kapitals". Warum sollte ein Investor in eine Immobilie investieren? Warum sollte ein Unternehmen gerade dieses Gebäude mieten? Und welche Qualitäten werden künftig tatsächlich nachgefragt? Auch Nachhaltigkeit versteht er nicht als Marketingthema. Seine frühe Beschäftigung mit Umweltfragen prägt ihn bis heute – von Kreislaufwirtschaft und Materialwahl bis hin zu energieeffizienten Gebäuden. Ein Gespräch über Immobilien, die Zukunft unserer Städte, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Kapital – und darüber, was einen guten Projektentwickler eigentlich ausmacht.
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    48 min
  • Sandra Altmann, Vorständin, Wohnstätte Krefeld Wohnungs-AG
    Aug 18 2026
    „Es ist wichtig, selbstreflektiert zu bleiben.“ Dieser Satz von Sandra Altmann passt eigentlich ziemlich gut zu vielen Themen, über die wir im aktuellen SphereRaum Talk gesprochen haben. - „Wohnen kann man nicht isoliert denken.“ Für Sandra gehören Quartier, Mobilität, Energie, Infrastruktur und soziale Angebote zusammen. Am Ende geht es nicht nur um Wohnqualität, sondern um Lebensqualität. - „Bestands- und Neubauinvestitionen konkurrieren um diesen einen Euro, den wir investieren.“ Neubau oder Bestand? Beides ist notwendig. Gerade für sozial orientierte Wohnungsunternehmen ist das eine enorme Herausforderung: bezahlbare Mieten sichern, den Bestand klimagerecht entwickeln und gleichzeitig neuen Wohnraum schaffen. - „Es geht darum, Haltung zu übernehmen.“ Für Sandra bedeutet das unter anderem, Verantwortung für bezahlbares Wohnen, soziale und ökologische Verträglichkeit sowie Gleichberechtigung zu übernehmen – und diese Haltung auch tatsächlich zu leben. - Und dann ist da noch Female Leadership. Sandra erzählt offen von Situationen, in denen sie trotz ihrer Position als Vorständin für eine Kellnerin, Assistentin oder „Ehefrau von irgendwem“ gehalten wurde. Sie nimmt vieles mit Humor. Gleichzeitig zeigt ihre Geschichte, dass sich bei Rollenbildern noch einiges bewegen darf. Und vielleicht schließt sich damit der Kreis zum ersten Satz: „Es ist wichtig, selbstreflektiert zu bleiben.“ Nicht nur persönlich, sondern auch als Branche.
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    34 min
  • Lea Mishra, Co-Founder of POHA House & Zweitbox
    Aug 12 2026
    Mehr teilen, mehr bekommen. Was wäre, wenn die Zukunft des Wohnens nicht darin liegt, dass jeder immer mehr Raum für sich allein braucht, sondern darin, dass wir wieder mehr teilen? Lea Mishra denkt Wohnen genau so neu. 2019 gründete sie POHA House, heute baut sie mit Zweitbox bereits ihr zweites Unternehmen. Im Gespräch sprechen wir darüber, warum Co-Living weit mehr sein kann als kleine, möblierte Wohnungen, warum Raum für sie ein Produkt ist und was die Immobilienbranche von Tech und anderen Branchen lernen kann. Aber auch um die andere Seite geht es: Wie schafft man mehrere Unternehmen, zwei kleine Kinder und den eigenen Anspruch an sich selbst? Und am Ende kommen wir zu einer vielleicht überraschenden Erkenntnis über KI, Produktivität und Unternehmertum: Mehr Geschwindigkeit bedeutet nicht automatisch mehr Fortschritt. Manchmal braucht eine gute Idee vor allem eines: Ruhe.
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    51 min
  • Andreas Wißmeier, Geschäftsführer Asset Management, Rock Capital Group
    Jul 27 2026
    "Die Nachfrage nach Qualität steigt." In der aktuellen Folge von SphereRaum Talk sprechen wir mit Andreas Wißmeier, Geschäftsführer Asset Management bei der Rock Capital Group, über seinen Weg in die Immobilienbranche, prägende Projekte und die Frage, was Immobilien heute zukunftsfähig macht. Vom Schülerjob in einer Wohnungsbaugesellschaft bis zur Verantwortung für komplexe Immobilienportfolios: Andreas Wißmeier zeigt, dass erfolgreiche Karrieren nicht immer geradlinig geplant sind – sondern durch Neugier, Verantwortung und die Bereitschaft entstehen, Chancen zu nutzen. Ein Schwerpunkt des Gesprächs: die Transformation von Büroimmobilien. Am Beispiel des Projekts HEADS in Aschheim erzählt Andreas, wie aus einer großen Herausforderung eine neue Perspektive entstanden ist. Nach dem Wegfall des ursprünglichen Nutzers wurde das Gebäude neu gedacht – mit dem Ziel, eine Arbeitswelt zu schaffen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Einige zentrale Gedanken aus der Folge: - Im aktuellen Marktumfeld zählen nicht mehr allein Lage und Quadratmeter. Entscheidend sind Immobilien, die Mehrwert bieten, flexibel nutzbar sind und auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen. - New Work braucht mehr als neue Raumkonzepte. Es geht um Begegnung, Kommunikation und darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen gerne arbeiten. - Immobilien müssen langfristig gedacht werden. - Herausforderungen können Innovation auslösen. Mit einer langfristigen Perspektive und dem Mut, neue Wege zu gehen, entstehen Projekte mit nachhaltiger Wirkung. Ein Gespräch über Immobilien als Lebensräume, über Unternehmertum und darüber, warum gute Projekte nicht nur funktionieren, sondern auch eine Geschichte erzählen sollten.
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    1 ora e 1 min
  • Melanie Kloth, Leiterin Wohnungsmarkt, NRW.BANK
    Jul 13 2026
    „Ist das Einfamilienhaus das Problem?“ Mit dieser Frage sind wir in einen der spannendsten Teile meines Gesprächs mit Melanie Kloth von der NRW.BANK eingestiegen. Ihre Antwort war differenziert: Das Einfamilienhaus wird auch künftig seinen Platz haben – für viele Familien bietet es eine hohe Lebensqualität. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob diese Wohnform angesichts von Flächenverbrauch, Infrastrukturkosten, Mobilität und demografischem Wandel noch das Leitbild für die Zukunft sein kann. Genau darüber haben wir gesprochen. Und über viele weitere Themen: - Warum Quartiere wichtiger sind als einzelne Gebäude. - Weshalb Kommunen stärker regional zusammenarbeiten müssen. - Warum Daten und Wissen eine zentrale Grundlage für gute Entscheidungen sind. - Und warum „Wissen zugänglich machen“ ein entscheidender Hebel ist, um Kommunen bei der Entwicklung lebenswerter Städte und Quartiere zu unterstützen.
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    50 min