• Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Pierre Sanoussi-Bliss über Leben und Tod
    Feb 21 2026
    „Vizekönig“ im „Dschungelcamp“ (RTL) 2025 und im selben Jahr „Den Rest habe ich verdrängt – Unordentliche Erinnerungen“ (Querverlag) – das sind zwei „Anlässe“ für ihn, immer wieder – wie auch in dieser Episode von „Schwarz hören“ – zu betonen: „Ich bin Ossi und schwarz.“ Einer großen Öffentlichkeit bekannt ist er aber schon, seitdem er 1997 in der ZDF-Fernsehserie „Der Alte“ für 18 Jahre die Hauptrolle des Kommissars Axel Richter übernommen hatte, bevor er – wie er hier erzählt – auf menschenunwürdige Art und Weise „rausgeschmissen“ wurde. Er beklagt, dass Schwarze in der Medien-Öffentlichkeit nicht vorkommen. „Ich wäre immer gern mal Traumschiff-Kapitän gewesen. Aber: Alles weiße Schauspieler dort in weißen Klamotten … und wenn ein Schwarzer vorkommt, dann hält er einem Passagier beim Landgang die Taxi-Tür auf.“ Pierre Sanoussi-Bliss ist mehr als ein Fernsehgesicht: Er ist Regisseur, Kinderbuchautor („Der Nix“), Hörbuchsprecher (aktuell: „Berliner Sehnsucht“ von Johannes Albendorf, erschienen im Querverlag), Aktivist und Teil der #actout-Kampagne für mehr Diversität in Kunst und Medien. 1962 in Ost-Berlin als Sohn eines westafrikanischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, muss er sich früh mit Fragen nach Zugehörigkeit, Sichtbarkeit und Identität auseinandersetzen. Nach einer Ausbildung zum Koch studierte Pierre an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin und spielte zunächst Theater an renommierten Bühnen. Er war am Staatsschauspiel Dresden (1987-1990) engagiert und schnell kamen erste Film- und Fernsehrollen. 1994 hatte er in der preisgekrönten Filmkomödie „Keiner liebt mich“ von Doris Dörrie (1994) eine der Hauptrollen. Und bald macht er selbst Filme: 2016 veröffentlichte Sanoussi-Bliss seinen zweiten abendfüllenden Spielfilm „Weiber! – Schwestern teilen. Alles.“, bei dem er für die Produktion, das Drehbuch und die Regie verantwortlich zeichnet. Seit dem Film „Coming out“ (Kino-Premiere am 9. November 1989! im „Kino International“ in Ost-Berlin) kenne ich Pierre und hatte ihn für „Schwarz hören“ schon lange „auf dem Zettel“. Aber nach einer Vorstellung von „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ kürzlich im „Theater am Frankfurter Tor“ (Intendant: Johannes Hallervorden) war klar, jetzt endlich muss es sein. Also habe ich Pierre Sanoussi-Bliss Anfang 2026 in seiner Wohnung in Berlin-Pankow besucht und wir haben übers Leben und den Tod gesprochen. Für letzteren hat er noch keine konkreten Vorbereitungen getroffen, denkt aber durchaus darüber nach. Unlängst hat er über mehrere Jahre seine Mutter „in den Tod gepflegt“. Wie sie, will er kein übliches Grab auf dem Friedhof, sondern in einem Friedwald mit Bio-Urne begraben werden. „Ich brauche keine Stelle, an der man um mich trauert.“ Und mit der treffenden Formulierung: „Nur noch atmen, ist es nicht.“ beschreibt er seine Haltung zu einem selbstbestimmten Tod … Viel Spaß mit der 151. Episode von „Schwarz hören“ mit Pierre Sanoussi-Bliss.
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    32 min
  • Schwarz hören: Dr. Wolf Siegert im Gespräch mit Petra Schwarz über Leben und Tod
    Feb 7 2026
    „Wir müssen ein bisschen mehr kuscheln.“ ist der ungewöhnliche Einstieg in diese – ungewöhnliche – Folge meines Podcasts „Schwarz hören“. Ja, ich bin in die 150. Episode meines eigenen Podcasts eingeladen. Eine Idee von Dr. Wolf Siegert, der vor einer Woche zu Gast in meinem „Schwarz hören“ war. „Alles, was ich tue, hat seit 45 Jahren mit – im besten Fall wirkungsvollem – Kommunizieren zu tun: Moderatorin auf Bühnen sowie im Radio und Fernsehen, Coach, Öffentlichkeitsarbeiterin, Journalistin, Autorin, Podcasterin …“ …und also geht es im Gespräch über „Leben und Tod“ in dieser Episode – das Leben betreffend – vor allem um mein Thema „charismatische Kommunikation“, für die ich übrigens auch eine Charisma Masterclass (Skool) habe, in die man sich einschreiben kann. Wolf Siegert schiebt das Gespräch mit zwei Musik-Schnipseln an, die irgendwie mit „schwarz“ zu tun haben, um mir als Kultur- und Musikwissenschaftlerin „auf den Zahn zu fühlen“ 😉 … und ich erzähle u.a. von meinem wochentäglichen Radio-Machen (14 – 18 Uhr) im neuen „Ella Radio“ („Fühl den besten Jazz, Soul und Blues“) seit Januar 2026. Und natürlich geht es in dieser Jubiläums-Episode darum, wie und warum es angefangen hat mit dem Podcast „Schwarz hören“ … und warum „Leben und Tod“ im Fokus sind. Apropos Tod: Am Tag der Aufzeichnung dieser Episode, am 21.Januar 2026, ist Angelika Mann, die „Lütte“, die am Mai 2024 bei mir im „Schwarz hören“ zu Gast war, verstorben. Deshalb haben Wolf Siegert und ich diese Episode der „Lütten“ gewidmet. Ja, und das Thema Tod betreffend, geht es im „Schwarz hören“-Podcast ja auch fast immer um selbstbestimmtes Sterben, das jüngst mit dem Freitod der Kessler-Zwillinge glücklicherweise eine größere öffentliche Aufmerksamkeit erreichte … Viel Spaß mit der 150. Episode von „Schwarz hören“ mit Petra Schwarz, befragt von Dr. Wolf Siegert, der mich – siehe Foto, auf das er übrigens nicht wollte – mit einer Flasche „Schwarzriesling“ überrascht hat 😊.
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    29 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dr. Wolf Siegert über Leben und Tod
    Feb 1 2026
    „Doyen der Digitalisierung“ und „Changineer“: Diese außergewöhnlichen Charakterisierungen sind treffend für Wolf Siegert, der sich selbst auf seiner website, die übrigen deutsch, englisch, französisch und chinesisch daherkommt, als „… Kronzeuge und Konzept-Entwickler, als Moderator und strategischer Denker … zwischen analog und digital, real und virtuell, in Wirtschaft und Verwaltung wie in Kunst und Wissenschaft …“ bezeichnet. Es ist wirklich herausfordernd, zu begreifen, was er alles getan hat und tut: Der 1949 in Bremen geborene und – nach diversen längeren Auslandsaufenthalten – nun lange schon in Berlin lebende Siegert hat in jungen Jahren Theater mit George Tabori und Rainer Werner Fassbinder gemacht, im Brecht-Archiv in Ost-Berlin über Brecht seine Doktorarbeit geschrieben, dann an der Uni Bremen promoviert und er beschäftigt sich schon seit Anfang der 70er Jahre mit virtuellen, digitalen Welten. Heute – so betont Wolf Siegert – arbeitet er, auch journalistisch, an der Frage: „Was kommt nach der Digitalisierung?“ und will Qualitäten, die in der analogen Welt entwickelt wurden, wieder aufleben lassen. „Analog 2.0“ nennt er das und analysiert „aus der Zukunftsperspektive rückwirkend“. Wie das funktioniert, erörtert er in dieser Podcast-Episode. Neben diversen Büchern schreibt und veröffentlicht Wolf Siegert täglich, ja wirklich an jedem Tag eines jeden Jahres, einen Beitrag in seinem Blog, der – irgendwie logisch – Daybyday.press heißt. Ein Stück weit arbeitet er – auch so – wohl jetzt schon daran, alles für die Zeit nach der Digitalisierung zu „konservieren“. Wir haben uns 2025 in seiner Wohnung in Berlin-Wilmersdorf getroffen und – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – übers Leben gesprochen, das – so scheint es mir – für ihn zum großen Teil von Arbeit bestimmt ist. Und natürlich war auch der Tod unser Gesprächsthema. Ihm, der an ALS erkrankt ist, hat man vor fünf Jahren noch rund drei Jahre „gegeben“; aber glücklicherweise entwickelt sich der Krankheitsverlauf bei ihm „schleppend“. Wege in der Stadt erledigt er noch immer mit dem Motorrad und ist ansonsten weiterhin auf der ganzen Welt unterwegs. „Ich lerne mit den – auch gesundheitlichen, Herausforderungen – immer auch ein Stück weit nach vorn zu schauen.“ Und setzt noch einen drauf: „Ich gucke nicht nur bis zum Ende meines Lebens. Ich gucke darüber hinaus.“ Siegert befasst sich mit Traum-Analyse und hatte schon ein Nahtod-Erlebnis. Ja, und wenn es dann wirklich soweit ist, soll bei seiner Trauerfeier direkt in der Trauerhalle gefeiert werden … Die nächste „Schwarz hören“-Episode – die runde 150. – gibt es schon in einer Woche nach seiner Idee mit mir. Petra Schwarz ist sozusagen zu Gast in ihrem eigenen Podcast und beantwortet Fragen von Wolf Siegert 😊. Jetzt zunächst aber viel Spaß mit der 149. Episode von „Schwarz hören“ mit Dr. Wolf Siegert.
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    27 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Bürger Lars Dietrich über Leben und Tod
    Jan 20 2026
    „Es gibt nichts, was ich nicht mache.“ antwortet er auf meine Frage, ob es etwas gibt, was er in seinem Beruf nicht kann. Diese Formulierung charakterisiert den vielfältigen Entertainer, vor dem offenbar kein Genre „sicher“ ist, unmissverständlich 😊. Mit 11 hat der in Potsdam Geborene mit Breakdance angefangen und schon mit 14 hatte er eine – so hieß das in der DDR – „Einstufung“ – auch „Pappe“ genannt – als „akrobatischer Show-Tänzer“. Schon damals hat er gerappt und dann riet ihm Jemand aus der Familie, sich an der berühmten Palucca-Schule in Dresden zu bewerben. Denn schon als Kind konnte er „en-dehors. Dieser französische Begriff bedeutet „nach außen“ oder „außerhalb“ und ist ganz wichtig im klassischen Ballett, wo es „auswärts“ heißt. Noch heute agiert er auch tänzerisch und ist live mit Rap-Songs unterwegs. „Das hält fit.“ betont der Vater von 5 Kindern – zuletzt sind vor eineinhalb Jahren seine Zwillinge geboren. Viele kennen Bürger Lars Dietrich aus seiner Zusammenarbeit mit Stefan Raab seit Mitte der 90er Jahre, für den er auch als Liedtexter gearbeitet hat. Seit 2001 war Dietrich regelmäßig in der Sat.1-Sendung „Die Wochenshow“ und diversen anderen Comedy-Sendungen – viel auch für Kinder – zu sehen. Im Herbst 2022 nahm er im Kostüm des Werwolfs an der ProSieben-Show „The Masked Singer“ teil und belegte den zweiten Platz. Bürger Lars Dietrich hat in seinem Künstlerleben sogar auch Oper „gemacht“: Er war Akteur in der Wagner-Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ an der Deutschen Oper mit Tournee nach Japan … und vielleicht si n g t er ja sogar mal Oper? Möglicherweise aktuell in „Erich und die Detektive“, eine literarisch-musikalische Revue, in der sich fünf schräge Detektive auf die Suche nach dem humorvollen, scharfzüngigen Dichter Erich Kästner machen, die am 24.Januar 2026 im Schlossparktheater Berlin Premiere hat? Während der Proben für „Erich und die Detektive“ habe ich mich – anlässlich der „Rede meines Lebens“ im Theater mit Bürger Lars Dietrich getroffen und wir haben – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – übers Leben und den Tod gesprochen. Was das Leben betrifft, sagt er Anfang 50Jährige: „Ich warte schon länger aufs Erwachsenwerden.“ Weitere Themen sind seine Vorbilder aus diversen Genres: Heinz Ehrhard genauso wie Peter Alexander oder Grandmaster Flash. Was den Tod betrifft, sagt Bürger Lars Dietrich: „Ich weiß nicht, ob danach etwas kommt. Das ist ja noch nicht erforscht. Kann aber sein.“ betont er augenzwinkernd und ergänzt: „Ich weiß ja auch nicht, was vor meiner Geburt war." Und: „Gut so, dass ich noch nicht richtig dabei war.“ 😉 Viel Spaß mit dieser Episode 148 meines Podcasts „Schwarz hören“ mit Bürger Lars Dietrich.
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    25 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Bert Beel über Leben und Tod
    Jan 6 2026
    Er war – wie er selbst sagt – für die „ganz große Karriere nie zur richtigen Zeit am richtigen Ort“. Aber: Bis heute steht der – wie seine Kollegin Dagmar Gelbke in ihrem Buch „Ostsüppchen bleibt Ostsüppchen 3.0“ schreibt – „charmante, stilvolle, aber auch bissige Entertainer der alten Schule“ auf der Bühne und lebt von dem, was er liebt: das Unterhalten. Seit mehr als 50 Jahren macht das der mittlerweile 81jährige Schlagersänger, Moderator und Parodist für sein Publikum. Die Leute lieben es, wenn er in Kostüm und Maske Andrea Berg oder Udo Lindenberg gibt. Nicht immer kommt das bei den Parodierten gut an, wie Bert Beel in dieser „Schwarz hören“-Episode am Beispiel von „Jopi(e)“ Heesters zu berichten weiß. Künstlerisch hatte es für den in Berlin-Neukölln aufgewachsenen Bert 1973 mit dem „Talentschuppen“ beim Sender Freies Berlin (SFB) angefangen, nachdem er als Kind Mandoline gelernt und als Jugendlicher Gesangsunterricht bei einer Opernsängerin in West-Berlin genommen hatte – was aber nichts für ihn war, „weil in der Oper immer gestorben wird 😉“. Apropos: Anlässlich der „Rede meines Lebens“ vor dem Hintergrund der beiden Hauptthemen dieses Podcasts „Leben und Tod“ haben wir uns im Fundus von Bert Beel in Berlin-Charlottenburg getroffen und über das Leben und den Tod gesprochen. Was Letzteren betrifft, hat Bert Beel längst alles geregelt: den Programmablauf der Trauerfeier und wie Grab und Stein aussehen werden. Auch die Einladung für den Abschied ist schon fertig. „Nur das Datum fehlt noch.“ sagt Bert Beel mit einem Augenzwinkern. Ganz ernst meint er, dass die Trauergäste bitteschön nicht in schwarz, sondern „in Gala“ kommen sollen. Auch den selbstbestimmten Tod besprechen wir, die wir uns persönlich vom „Schlager Radio“ kennen, wo Bert Beel wöchentlich zwei Sendungen moderiert und ich – immer zu Wahlzeiten – die „Politik-Chefin“ bin. „Ich versuche, bis zum Schluss witzig zu sein.“ bekräftigt Bert Beel und also wünsche ich viel Spaß beim Hören dieser Episode 147 von „Schwarz hören“.
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    25 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Pigor & Eichhorn über Leben und Tod
    Dec 20 2025
    „Es muss auf der Bühne Überraschungen geben.“ betonen Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn, die seit 30 Jahren das Berliner Kabarett- und Chanson-Duo „Pigor & Eichhorn“ sind. Ohne Konflikte, Spannung und Missverständnisse funktioniert es nicht – ein „uraltes Bühnengesetz“, wie Pigor aus vollstem Herzen sagt. Pigor & Eichhorn sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt geworden durch ihren „Salon-HipHop“, wie WIKIPEDIA schreibt „eine moderne Spielart des kabarettistischen Liedes, ein deutsches Chanson à texte, das moderne Musik mit satirischen Inhalten zusammenbringt.“ „Pigor singt. Benedikt Eichhorn muss begleiten.“ steht über all ihren Programmen, eine – so Pigor wieder aus vollstem Herzen – treffende Beschreibung: „Man weiß, da ist Musik drin. Und man weiß, da ist eine Hierarchie drin.“ Thomas Pigor (Jahrgang 1956) kommt aus Unterfranken, hatte als Kind Violinenunterricht und ist diplomierter Chemiker. Benedikt Eichhorn wurde 1962 in Coesfeld im Münsterland geboren und hat Geschichte und Musik studiert. Wie die Beiden zusammengekommen sind, erzählen Sie in dieser Podcast-Episode. Auch darüber, wie Pigor & Eichhorn „La Groete: SAG NICHT KLEINKUNST“, eine „Kleinkunstbibel“ auf die Bühne gebracht haben und warum Pigor 2023 das Buch über Kleinkunst, die es nur im deutschsprachigen Raum gibt und in der großen Kulturpolitik immer „unterbemittelt“ ist, geschrieben hat – illustriert übrigens von der „Universal-Künstlerin“ Anna Mateur. „Was der Fado für Portugal ist, könnte die Kleinkunst für Deutschland sein.“ Anlässlich der „Rede meines Lebens“, die in dieser Episode übrigens Benedikt Eichhorn ins Spiel bringt, haben wir uns in der Wohnung von Benedikt in Berlin-Prenzlauer Berg getroffen. Da ging es – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – neben dem Leben um den Tod. Pigor und Eichhorn erinnern sich an diverse Erlebnisse im Zusammenhang damit und nicht zuletzt haben Beide Erfahrungen mit dem Tod ihrer Eltern. Benedikt erzählt über das „organische Aus-dem-Leben-Gehen“ seines 98 Jahre alten Vaters, der an Altersschwäche gestorben ist. „Diesen Weg möchte ich nicht gehen.“ sagt Pigor dazu und wir Drei diskutieren dann über einen selbstbestimmten Tod. In dem Zusammenhang erwähnt Eichhorn auch das Theaterstück und den daraus entstandenen Fernsehfilm „Gott“ von Ferdinand von Schirach. Hier beschäftigt sich von Schirach intensiv mit dem Tod und zentralen Fragen wie: Wem gehört unser Leben, wer entscheidet über den Tod, und wie weit darf der Staat in persönliche Entscheidungen eingreifen, wenn es um das Lebensende geht. Zuletzt: Das Ganze wäre kein Gespräch mit Pigor & Eichhorn, wenn es nicht – auch beim Thema Tod – Skurriles gäbe. Beispielsweise die Asche eines Menschen in einer Feuerwerksrakete, das Einfrieren nach einem Unfall und die „Wiederbelebung“ nach 150 Jahren oder eine Haarsträhne von Pigor – was es damit auf sich hat, auch in dieser Episode. Aktuell kann man „Pigor & Eichhorn mit Band“ in der Neujahrsshow vom 2. bis 7. Januar 2026 in der „Bar jeder Vernunft“ live in Berlin erleben. Apropos Musik: Erstmalig gibt’s in dieser 146. Episode von „Schwarz hören“ einen Song … und also viel Spaß mit Pigor & Eichhorn.
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    53 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Britta Steffen über Leben und Tod
    Dec 7 2025
    Die 1983 in Schwedt Geborene und laut BILD-Zeitung „Schwimm-Oma“ fiel als Zweit-Kleinste in ihrer Klasse bei der „Sichtung“, wie das zu DDR-Zeiten hieß, raus. Aber: Sie hat ihre Eltern so lange genervt, bis diese sie zum Schwimmen gebracht haben. Los gings beim SSV PCK 90 in Schwedt, allerdings galt Britta zunächst weiterhin – bis zur 5./6. Klasse –als „zu klein“ für eine große Schwimm-Karriere. Warum ihr das Schwimmen aber, als sie im Verein trainierte, trotzdem s o viel Spaß gemacht hat, verrät sie in dieser Episode von „Schwarz hören“. „Kachelnzählen“ ist das Synonym fürs Trainieren bei professionellen Schwimmern – was für Britta Steffen, die von sich sagt, dass sie eher introvertiert ist, Zeit zum Nachdenken war. „Ich war immer ein Trainingstier.“ sagt sie aus vollstem Herzen. Und war doch „…. viel am Hadern, viel am Zweifeln.“ Als ihr Franziska van Almsick 2004 ihre Mentaltrainerin Dr. Friederike Janofske „überließ“, ging es – obwohl dieser Teil des Trainings damals noch sehr kritisch betrachtet wurde – steil bergauf. Die Bilanz: 23 Medaillen bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften, darunter: zwei Olympiasiege, zwei Weltmeistertitel und neun Europameistertitel. Britta Steffen ist studierte Wirtschaftsingenieurin für Umwelt und Nachhaltigkeit und hat außerdem seit 2017 einen Master für „Human Resources Management“ in der Tasche. 2015 gründete sie mit zwei Partnerinnen die Coaching-Firma „GOLT“ und arbeitet seit ein paar Jahren am Olympia-Stützpunkt Berlin als Laufbahnberaterin. Im Spätherbst 2025 habe ich Britta Steffen zuhause in Berlin-Pankow besucht und wir haben übers Leben und – wie es sich anlässlich der „Rede meines Lebens“ für „Schwarz hören“ gehört – über den Tod gesprochen. „Selbstbestimmt“ war wesentlich für Britta Steffens sportliche Karriere und ist es heute auch in ihrem „zweiten Leben als Familienmensch (Mutter zweier Söhne), als Rednerin und als Angestellte“. Und „selbstbestimmt“ ist gewissermaßen auch die Maxime mit Blick aufs Ende des Lebens. „Niemand soll dann fragen, was hätte Britta gewollt.“ sagt sie. Deshalb beschäftigt sich Britta Steffen jetzt – mit Anfang 40 – schon mit dem eigenen Tod. Vermehrt auch, seitdem sie regelmäßige Hörerin von „Schwarz hören“ ist ... Viel Spaß mit der Episode 145 von „Schwarz hören“ mit Britta Steffen.
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    29 min
  • Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jürgen Pan Balitzki über Leben und Tod
    Nov 20 2025
    „Lustmaler“ – als solchen bezeichnete der Laudator bei der Eröffnung der Ausstellung „Vermalte Songs" am 9. November 2025 in Berlin den Künstler Jürgen Pan Balitzki. Bali – wie ihn langjährige Freunde und Kollegen auch nennen – und Petra Schwarz, Host des Podcasts „Schwarz hören“, waren in den 80er Jahren eng zusammenarbeitende Kollegen im DDR-Rundfunk und schwelgen in dieser Episode launig in Erinnerungen. Sie erzählen Geschichten aus ihrem Leben als Musik- und Kulturjournalisten und Buch-Autoren: „Liederleute“ über LiedermacherInnen in der DDR von Petra Schwarz (und Wilfried Bergholz) erschien in der – Achtung! – zweiten November-Hälfte 1989 und Pan Balitzki kann da noch einen draufsetzen: Er hatte Ende der 80er Jahre ein Buch über die stilbildenden Bands der Rockgeschichte geschrieben, das gar nicht erschienen ist … Mittlerweile malt Jürgen Pan Balitzki vorwiegend. „Malen ist einfach besser.“ sagt er. In der aktuellen Ausstellung, die noch bis zum 4. Januar 2026 im Kulturhaus Berlin-Karlshorst zu sehen ist und wo auch zur Vernissage unser Foto entstand, verwandelt Balitzki Songs von Jimi Hendrix, Peter Gabriel, den Beatles oder Silly in farbintensive Leinwandbilder. Er „zitiert“ Künstler und Werke, die ihm gefallen: Hieronymus Bosch oder Caspar David Friedrich zum Beispiel. Und besonders wichtig ist ihm die Farbe blau, denn: „Das ist die Farbe der Unendlichkeit.“ Wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, haben wir in unserem Gespräch über das Leben des Berliners Jürgen Pan Balitzki gesprochen, dessen Talent als Maler schon in Schulzeiten entdeckt wurde und der von den Wolken von Gerhard Richter schwärmt. Über den Tod wollte er gar nicht sprechen. „Das ist nicht mein Kumpel.“ betont Balitzki und spricht dann aber doch darüber. Die „Rede meines Lebens“ ist nichts für ihn. „Mich erinnert das an Rachegelüste“ sagt er. Vor allem: „Ich kenne mich nicht gut genug.“ Und er stellt die Frage: „Will man sich bei einer eigenen Abschiedsrede wirklich so nah kommen?“ Ganz wichtig ist ihm aber die Frage, welche Musik bei der Abschiedsfeier gespielt wird. Rammstein hatte er in Erwägung gezogen, aber wieder verworfen. Was aber in jedem Falle erklingen soll: die „Rhapsodie für General Bem“ von Czesław Niemen. Viel Spaß mit der 144. Episode von „Schwarz hören“ mit Jürgen Pan Balitzki.
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    25 min