Episodi

  • Wie lang darf ein Rettungsweg sein?
    Aug 11 2026

    Zeit für Zahlen. David hat ins Analytics geschaut: 19 Menschen haben Folge 1 gehört, drei Stunden 46 Minuten Wiedergabezeit, wiederkehrende Hörer:innen null. Rechnerisch heißt das, nicht mal die 19 haben durchgehalten. Der Weg ist lang und steinig.


    Vorher aber noch: Blumen, die seit einer Woche stehen und deren Wasser man irgendwann jemand anderem zum Ausleeren überlässt. Ein Kino in München, das zum 70. Geburtstag jedes Ticket für sieben Euro verkauft, Sekt inklusive. Und koffeinfreie Cola, die nicht mehr Cola Zero koffeinfrei heißt, sondern Zero Zero, oder Super Zero, so genau weiß es keiner.


    Hannah hat ihre Abschlussprüfung hinter sich und ist jetzt ausgebildete Veranstaltungskauffrau. Kein Zettel auf dem Tisch, zehn Minuten Fragen, von denen sie ungefähr dreißig Prozent beantworten konnte, und ganz am Ende die Frage, wie lang ein Rettungsweg maximal sein darf. Bestanden. Jetzt zwei Wochen Urlaub, Wände streichen und eine Küche, die noch nicht existiert.


    David sagt spontan ein Konzert zu, weil eine Band ausgefallen ist. Stadtfest Dornbirn, Ersatzbesetzung zusammentelefoniert, und erst danach fällt ihm auf, dass zwei Stunden Set gewünscht sind. Upsi - Dann werden ein paar Songs halt doppelt gespielt.


    Außerdem: eine viral gegangene Konzertgeschichte aus den USA, über die man besser nicht beim Essen spricht. Blasen von Schuhen, die letztes Jahr noch gepasst haben. Stricken als Prüfungsvermeidungsstrategie, inklusive einer Shorts in drei Tagen. Warum sich Handgestricktes nicht kommerziell rechnet, dafür aber Fanschals und Socken als Merch. Und 450 Feuerzeuge, von denen 300 immer noch daheim liegen.


    Am Ende wird es konkret: gemeinsame Shows in Berlin und Wien, kurzer Schnitzel Talk vorm Konzert inklusive.


    Nicht Fisch, nicht Fleisch, aber schmeckt trotzdem.

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    30 min
  • Sorry Mama, es gab Marmorkuchen
    Aug 4 2026

    Erstmal eine Richtigstellung: Hannahs Mama hat ihr im Krankenhaus sehr wohl einen Marmorkuchen gebacken. Das war in Folge 1 untergegangen, die Welt hält sie jetzt für eine schlechte Mama, und das kann so nicht stehen bleiben. Sorry Mama.


    Danach geht es dahin, wo es halt hingeht wenn man an einem Dienstagnachmittag nüchtern vor dem Mikro sitzt: Österreich liegt nicht unter Deutschland, sondern seitlich. Wer Osten und Westen sucht, muss vorher "Nie ohne Seife waschen" aufsagen. Hannah spielt einen Frühschoppen mit sieben Leuten im Publikum, von denen sie sechs kennt, und nennt es eine sehr gut bezahlte Probe. Es gibt Pistazienpesto mit Büffelmozzarella statt Burrata und Süßkartoffeln aus einem Curry, dessen Kichererbsen nie gekauft wurden.


    Dann: Bühnenbilder, von denen man träumt. Gracie Abrams baut ihr altes Kinderzimmer als B-Stage in die Porsche Arena, Tyler, the Creator wandert mit Rucksack über einen Berg, und David überlegt, ob eine B-Stage aus Bierkisten nicht auch reicht.


    Zwischendrin die unangenehme Branchenrealität. 400 KI-geschnittene Clips, hundert Reels pro Song, das ewige Vergleichen und warum Social Media für Hannah einfach kein Spaß ist, für David aber schon - irgendwie.


    Das Highlight ist ein Unfall. David hat ChatGPT gebeten, ein Podcast-Skript über Walfische in Südamerika zu schreiben. Herausgekommen ist "Wal ehrlich" mit den Moderatoren Lena und Max, den Bussen des Meeres, einer Piratenstimme und Grillvorräten, die eigentlich Krill heißen sollten. Die beiden lesen es vor. Es ist so schlecht, dass es fast wieder gut ist.


    Zum Schluss noch: Pride in St. Pölten, eine Verfolgungsjagd auf dem Motorrad hinter zu betrunkenen Freunden her, und warum große Menschenmengen für Hannah keine Option sind.


    Bis nächste Woche.

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    28 min
  • The Beginning of an Era
    Jun 16 2026

    Alles fängt irgendwo an. Bei Schnitzelquatsch mit Sosse fängt es auf einem Songwriting Camp an — mit einem Schöfferhofer Maracuja, einem SM7-Mikrofon, einem stillen Mitschnitt-Helfer namens Peter Paul und zwei Menschen, die sich eigentlich erst seit zwei Tagen richtig kennen.


    In der ersten Folge reden David und Hanna über das, worüber man halt so redet wenn der Abend lang wird und die Drinks fließen: Warum Hannah drei Wochen Journalistik in Passau studiert hat bevor sie die Reißleine gezogen hat. Wie man als Veranstaltungskauffrau in München zum Unicorn wird. Nutri-Score, pinke Vorhänge, Mandelentzündungen und Krankenhausessen. Und natürlich: Isst man ein Schnitzel mit Soße oder nicht?


    Das Wichtigste passiert aber ganz am Ende — der Podcast-Name wird live, in Echtzeit, vor laufendem Mikrofon gefunden. Und Jannik aus Schwaben liefert via Sprachnachricht die entscheidende Antwort.


    Willkommen bei Schnitzelquatsch mit Sosse.

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    25 min