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Protest & Propaganda. Wo ist Russlands Zivilgesellschaft?

Protest & Propaganda. Wo ist Russlands Zivilgesellschaft?

Di: bpb
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Warum protestieren in Russland nicht mehr Menschen gegen die Politik des autoritären Regimes und den Krieg gegen die Ukraine? Warum trägt die Mehrheit ein System mit, das nach innen und nach außen zerstörerisch wirkt? Und gibt es überhaupt noch eine Zivilgesellschaft, die bereit ist sich für Demokratie und Menschenrechte zu engagieren? Um diese Fragen geht es im Podcast „Protest und Propaganda. Wo ist Russlands Zivilgesellschaft?“. Die Podcaster Anastasia Gorokhova und Erik Albrecht haben dafür mit Menschenrechtsaktivisten, Journalisten, Künstlern, Vertretern von NGOs, Soziologen und Politikwissenschaftlern in Russland und im Exil gesprochen. In fünf Folgen zeichnen sie die Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft nach und zeigen auf, welche Rolle die Medienlandschaft und Staatspropaganda dabei spielt. Sie stellen Formen des Widerstands vor, die aktuell noch möglich sind und berichten, wie es um die Rechte von Frauen, queeren Menschen und ethnischen Minderheiten in Russland steht, wie das Kreml-Regime die Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliches Engagement systematisch verengt und mit Aktivist/-innen umgeht. Und sie versuchen herauszufinden, welche Verantwortung eine Gesellschaft für die Politik ihres Landes trägt. Die erste Folge des Podcasts erscheint am 05. August 2024, alle weiteren Folgen im Wochenrhythmus jeweils montags. Zu hören sind sie in der Mediathek der bpb unter www.bpb.de/protest-und-propaganda, bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und überall sonst wo es Podcasts gibt.bpb Politica e governo Scienze politiche
  • #5 Wo ist Russlands Zivilgesellschaft?
    Sep 2 2024

    Welche Verantwortung trägt die russische Gesellschaft? Und was macht es mit einer Gesellschaft, wenn die Mehrheit der politisch Aktiven auswandert? Darum geht es in der letzten Episode.

    Nach dem 24. Februar 2022 und der Verkündung der sogenannten Teilmobilmachung im September 2022 verließen Hunderttausende russische Bürger/-innen ihr Land und wanderten aus; vor allem in ehemalige Sowjetrepubliken im Südkaukasus und Zentralasien sowie nach Europa. Einige wenige sind politische Aktivist/-innen. Diese Menschen sehen in der Auswanderung eine Möglichkeit, den Repressionen in Russland zu entkommen und ihre regierungskritischen Aktivitäten aus dem Ausland fortzuführen. Andere, die wenig oder keine Erfahrung im Aktivismus haben, wurden durch den Krieg politisiert. Sie engagieren sich seit 2022 in humanitären oder Antikriegsinitiativen.

    In der fünften und letzten Episode sprechen Anastasia Gorokhova und Erik Albrecht mit Iwan Alexeev, bekannt als Musiker “Noize MC”, mit Andrej Moisejkin, einem ehemaligen Bezirkspolitiker aus St. Petersburg, und mit Alexej Sidorenko, Gründer der NGO “Teplitza: Technologien für sozialen Fortschritt”. Studiogast in der letzten Episode ist der Politologe Alex Yusupov.

    "Protest & Propaganda. Wo ist Russlands Zivilgesellschaft?“ ist ein Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung. Ihr habt Fragen, Kritik, Lob? Schreibt uns gern an podcast@bpb.de.

    Das Transkript zu dieser Folge finden Sie hier.

    Quellen https://www.zois-berlin.de/publikationen/zois-report/russian-migrants-in-georgia-and-germany-activism-in-the-context-of-russias-war-against-ukraine

    https://www.zois-berlin.de/publikationen/zois-spotlight/russophone-autorinnen-zwei-jahre-nach-russlands-umfassender-invasion-der-ukraine

    Konzept, Interviews und Moderation: Anastasia Gorokhova und Erik Albrecht
    Produktion: Viertausendhertz
    Stimmen: Bettina Conradi, Marie Dippold, Hendrik Efert
    Ton und Postproduktion: Lukas Marx
    Regie: Hendrik Efert
    Herstellungsleitung: Marie Dippold
    Musik: Noize MC
    Wissenschaftliche Beratung: Tatiana Golova (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien)
    Redaktion: Carolin Savchuk (Bundeszentrale für politische Bildung)
    Co-Redaktion: Heike Winkel, Constanze Soeder, Claudia Dathe (Bundeszentrale für politische Bildung)
    Produktion: 07.2024
    Spieldauer: 45 Min.
    hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

    Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de

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    44 min
  • #4 Repressionen
    Aug 26 2024

    In Episode 4 geht es um die Menschenrechtslage in Russland, um systematische Repressionen gegen Menschenrechtler/-innen und die Folgen der versäumten Aufarbeitung des Stalinismus.

    In Russland kann man immer wieder ein Muster erkennen: Organisationen, die sich für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Umweltschutz, Aufarbeitung der Vergangenheit und die Bewahrung eines vielfältigen kulturellen Erbes einsetzen, werden erst diffamiert, dann verboten.

    In der vierten Episode geht es um die Menschenrechtslage, um systematische Repressionen gegen Menschenrechtler/-innen und die gesellschaftlichen Folgen der versäumten Aufarbeitung von Verbrechen des Stalinismus und der russisch-imperialen Vergangenheit. Dabei werden einige Initiativen und Personen vorgestellt:

    Der Vorsitzende des Vereins “Russland hinter Gittern”, Yury Borovskikh, berichtet über den russischen Strafvollzug und die Situation politischer Gefangener. Sofya Zhukova von der „Help Desk Media Foundation“ schildert, wie sie Geld für die ukrainische Zivilbevölkerung sammelt, die unter den Kriegsverbrechen der russischen Armee leidet. Die Podcaster sprechen außerdem mit einer Juristin, die trotz Liquidierung ihrer NGO die Arbeit in Russland im Stillen weiterführt. Studiogast in dieser Sendung ist die Gründerin der Menschenrechtsorganisation „Memorial“ Irina Scherbakowa.

    "Protest & Propaganda. Wo ist Russlands Zivilgesellschaft?“ ist ein Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung. Ihr habt Fragen, Kritik, Lob? Schreibt uns gern an podcast@bpb.de.

    Das Transkript zu dieser Folge finden Sie hier.

    Quellen https://en.ovdinfo.org/

    https://zeitschrift-osteuropa.de/blog/themenschwerpunkt/menschenrechte-in-russland-und-belarus/

    Konzept, Interviews und Moderation: Anastasia Gorokhova und Erik Albrecht
    Produktion: Viertausendhertz
    Stimmen: Bettina Conradi, Marie Dippold, Hendrik Efert
    Ton und Postproduktion: Lukas Marx
    Regie: Hendrik Efert
    Herstellungsleitung: Marie Dippold
    Musik: Noize MC
    Wissenschaftliche Beratung: Tatiana Golova (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien)
    Redaktion: Carolin Savchuk (Bundeszentrale für politische Bildung)
    Co-Redaktion: Heike Winkel, Constanze Soeder, Claudia Dathe (Bundeszentrale für politische Bildung)
    Produktion: 07.2024
    Spieldauer: 48 Min.
    hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

    Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de

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    48 min
  • #3 Feindbild Vielfalt
    Aug 19 2024

    Kinder gebären statt Karriere machen - das rät die russische Politik jungen Frauen. In Episode 3 geht es um die Kampagne für „traditionelle Werte“ und Vielfalt als Feindbild.

    In den letzten Jahren hat die russische Regierung die Rechte von queeren und Trans-Personen, Frauen sowie Angehörigen ethnischer Minderheiten immer weiter beschnitten. Ein Erlass des Präsidenten Putin vom November 2022 machte den Kampf gegen vermeintlich destruktive Ideologien aus dem Westen zur Staatspflicht. Dieses Zerrbild einer konservativen ideologischen Orientierung steht hinter den Zugangsbeschränkungen für Abtreibungen oder hinter dem LGBTQ-Gesetz, das diejenigen kriminalisiert, die sich mit nicht-binärem Geschlecht und queerer Sexualität identifizieren. Im Juli 2024 wurden rund 50 NGOs als Teil einer faktisch nicht existierenden „antirussländischen separatistischen Bewegung“ klassifiziert und als extremistisch eingestuft. Die Regierung verwendet diesen Extremismus-Paragraphen, um ihre Macht immer mehr auszubauen.

    Diese Praxis widerspricht der russischen Verfassung von 1993, die den Gleichheitsgrundsatz festschreibt und Diskriminierung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit, des sozialen Status, der Nationalität, der Sprache oder der Religion untersagt.

    In dieser Episode sprechen Anastasia Gorokhova und Erik Albrecht mit Sasha Talaver vom “Feministischen Antikriegs-Widerstand”, mit der burjatischen Aktivistin für Dekolonisierung Erschen Erdeni, dem queeren Journalisten Karen Shainyan und anonym mit einem lesbischen Paar, das weiterhin in Russland lebt. Studiogast in dieser Episode ist die Gründerin der europäischen Menschenrechtsorganisation “Equal PostOst” Evelina Chayka.

    "Protest & Propaganda. Wo ist Russlands Zivilgesellschaft?“ ist ein Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung. Ihr habt Fragen, Kritik, Lob? Schreibt uns gern an podcast@bpb.de.

    Das Transkript zu dieser Folge finden Sie hier.

    Quellen https://russiaeu.ru/ru/novosti/ukaz-prezidenta-rossiyskoy-federacii-ot-09112022-no-809-ob-utverzhdenii-osnov

    https://dgo-online.org/informieren/aktuelles/dgo-russland-extremistische-organisation/

    https://www.ipg-journal.de/regionen/europa/artikel/rolle-rueckwaerts-7355/

    https://laender-analysen.de/russland-analysen/450/frauenrechte-russische-verfassung-versagen/

    https://www.bpb.de/themen/europa/russland-analysen/nr-440/541800/analyse-russlands-autoritaerer-konservativismus-und-lgbt-rechte/

    https://www.bpb.de/themen/europa/russland-analysen/nr-434/519359/analyse-feminist-innen-machen-in-russland-politik-auf-eine-andere-weise/

    https://www.freiheit.org/de/deutschland/russlands-verbrechen-gegen-die-eigenen-minderheiten

    Lizenz: cc by-nc-nd/4.0/deed.de

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    48 min
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