300 Millionen Flaschen in einer Woche: So lautete das Angebot eines US-Handelsriesen an Seppi Ellersdorfer. Seine Antwort: Nein. Warum er ein Geschäft dieser Größe ablehnen musste, erzählt er in dieser Folge.
Seppi und sein Sohn Johannes Ehlersdorfer sprechen mit Sylvia Gstättner offen darüber, wie es ist, in einer Unternehmerfamilie aufzuwachsen. Sie reden über große Chancen, schmerzhafte Rückschläge und den Mut, nach einem Ende etwas Neues zu beginnen.
Seppi wächst in einer Fleischerfamilie auf und gründet 1988 gemeinsam mit seiner Frau eine Großküche, mit Convenience-Produkten, Mehlspeisen und Bauernpizza. Zeitweise arbeiten dort 42 Mitarbeitende. 2004 ist Schluss: Kleine Nahversorger fallen weg, Zutaten und Verpackungen werden teurer, und die Abhängigkeit von großen Handelsketten wächst. Was er heute anders machen würde, und warum Herzblut Antrieb sein kann, aber auch zum zu langen Festhalten verleitet, erfährt man hier ehrlich und ohne Beschönigung.
Johannes erinnert sich an die Sorgen der Eltern, die er als Kind mitbekam, ohne dass es ihm je an etwas fehlte. Seine Erkenntnis: Ein Ende kann der Anfang eines anderen Weges sein. Dieser Weg führt ihn mit 17 Jahren zur Gründung der Dance-Industrie (2011). Heute führt er drei Unternehmen, will die Mitgliederzahl von 325 auf 400 steigern und plant als Nächstes ein eigenes Theater für Kinder und Jugendliche, mit Führungen und Workshops.
Außerdem in dieser Folge:
- Das Walt-Disney-Prinzip: erst die Idee entwickeln, dann die Umsetzung planen, dann das Geld organisieren
- Wie aus einem humorvollen Golfvideo Seppis Filmgeschäft El-Media wurde
- Warum früh externe Beratung und ein unvoreingenommener Blick Gold wert sind
- Der spontane Auftritt in einer Sat.1-Show: Zusage am Vortag, Choreografie im Auto, Gewinn von 25.000 Euro
- Ein Kinderbuch und ein Theaterstück, die aus einer Kindheitsidee des Vaters entstehen
- Die geplante Expansion der Trinkbärli nach Amerika
Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie es sich anfühlt, wenn ein Unternehmen endet, und was danach möglich ist.
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