#19 Neid & Ehe: Wenn du nur die Spitze des Eisbergs siehst
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Du siehst das Ergebnis. Nicht die Busfahrten, die Nächte, die Prüfungen dahinter.
In dieser Folge sprechen Walid und Diana über Neid, eine der ältesten Sünden der Menschheit. Über Qabil und Habil (Sure Al-Maida 5:27–30), über Iblis, bei dem neben dem Hochmut auch Neid mitspielte, und über die Brüder von Yusuf (a.s.), die glaubten, mehr Liebe ihres Vaters zu bekommen, wenn ihr Bruder verschwindet.
Imam Al-Ghazali unterscheidet zwei Formen: Hasad, der Wunsch, dass dem anderen etwas genommen wird. Und Ghibta, sich dasselbe zu wünschen, ohne es dem anderen zu missgönnen. Die moderne Psychologie trennt genauso zwischen gutartigem und bösartigem Neid. Und schon Hesiod beobachtete vor 2.700 Jahren: Man beneidet nicht den König, sondern den Nachbarn.
Dazu: warum Yaqub (a.s.) zu Yusuf sagte „Erzähl es nicht deinen Brüdern” – und was das über das böse Auge verrät. Warum Neid den Blick immer nach außen richtet statt in den Spiegel. Und Al-Ghazalis bittere Medizin: Zwing deine Zunge, den zu loben, den du beneidest.
Zum Schluss die Frage, die in der Ehe alles entscheidet: Neid zwischen Partnern? Walid erzählt, was es für ihn bedeutet hat, dass Diana in seinen Studienjahren mehr an ihn geglaubt hat als er selbst.
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🌙 Möge Allah unsere Herzen vom Neid reinigen.