Made in Dresden - die Dresdner Industriegeschichte copertina

Made in Dresden - die Dresdner Industriegeschichte

Made in Dresden - die Dresdner Industriegeschichte

Di: Ines Körner / C90 Studio
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A proposito di questo titolo

Dresden ist heute vor allem als Kulturstadt bekannt – doch über viele Jahrzehnte hinweg war die sächsische Metropole auch ein bedeutendes Zentrum der Industrie und technischen Innovation. Maschinenbau, Feinmechanik, Kameratechnik, Tabak-, Lebensmittel- und Druckindustrie prägten die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und machten Dresden zu einem vielseitigen Industriestandort mit internationaler Bedeutung. Der Podcast „Made in Dresden – Die Dresdner Industriegeschichte“ widmet sich dieser oft unterschätzten Vergangenheit. Er erzählt von Unternehmen, Erfindungen und Menschen, die die industrielle Entwicklung Dresdens geprägt haben – von den Anfängen der Industrialisierung bis in das 20. Jahrhundert. Dabei wird sichtbar, wie eng Industrie, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft miteinander verbunden waren – und warum diese Geschichte bis heute im Stadtbild nachwirkt. Wie bedeutend Dresden als Industriestandort war, zeigt ein Blick auf einige wichtige Branchen. In den 1920er- und 1930er-Jahren wurde Dresden zum weltweit führenden Zentrum der Kameraindustrie. Auch die Tabakindustrie prägte das wirtschaftliche Leben der Stadt: Zeitweise gehörte Dresden zu den größten Standorten der Zigarettenproduktion in Europa. Und im Bereich der Druck- und Reproduktionstechnik entstanden hier bedeutende Innovationen, die die Entwicklung moderner Druckverfahren nachhaltig beeinflussten.Ines Körner
  • #01 Die Kamera-Werkstätten Guthe & Thorsch – Dresdens vergessene Kamerafabrik
    Apr 22 2026

    In den 1920er Jahren gehört Dresden zu den wichtigsten Zentren der fotografischen Industrie weltweit. In Ateliers entstehen Porträts von Schauspielern und Sängerinnen, deren Bilder in Programmheften, auf Postkarten und in der Presse erscheinen. Gleichzeitig arbeiten nur wenige Straßen weiter Mechaniker und Konstrukteure an Kameras, die in viele Länder der Welt exportiert werden.

    Im Mittelpunkt dieser Folge stehen die Kamera-Werkstätten Guthe & Thorsch Dresden. Das Unternehmen entsteht 1919 aus einer Dresdner Werkstatt und entwickelt sich in den folgenden Jahren zu einem innovativen Kamerahersteller. Mit Modellen wie der Patent-Etui-Kamera und der Pilot-Spiegelreflexkamera gelingt es, sich auch international einen Namen zu machen.

    Die Folge erzählt von den Anfängen des Unternehmens, vom Wachstum in den 1920er Jahren und von der technischen Entwicklung der Kameras. Sie zeigt aber auch Brüche in der Firmengeschichte: die erzwungene Emigration von Benno B. Thorsch im Jahr 1938 und den anschließenden Neubeginn des Unternehmens unter Charles A. Noble in Dresden-Niedersedlitz. Von dort aus entwickelt sich die Kameraproduktion weiter – bis hin zu den bekannten Modellen der späteren Jahrzehnte.

    Eine Folge über Fotografie, Technik und eine Dresdner Industriegeschichte, die bis heute nachwirkt.

    Das Projekt wird durch den Stadtbezirksbeirat Prohlis der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

    – Technische Sammlungen Dresden: Ausstellungstexte zu den Kamera-Werkstätten Guthe & Thorsch (2011, 2024)
    – Präsentation „Kamerawerkstätten Niedersedlitz“ (Dresdner Verein)
    – Eigene Sammlung historischer Programmhefte der Königlichen Hofoper Dresden

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