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Honigraum

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Di: Markus Habermehl
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Honigraum — Bienen, Fragen, Antworten. Der ehrliche Imker-Podcast für Hobbyimker, die mehr wissen wollen als das, was im Imkerverein erzählt wird. Echte Praxis aus Markus Habermehls Imkerei seit 2025.© 2026 Markus Habermehl Scienza Scienze biologiche
  • 048 Varroaresistenz mit Biotechnik: Thomas Rieck im Gespräch
    Sep 10 2026

    "Nicht die Chemie soll die Milbe in Schach halten, sondern das Volk selbst." So bringt Thomas Rieck im Gespräch mit Markus Habermehl auf den Punkt, worum es in dieser Honigraum-Folge geht: Varroaresistenz durch Biotechnik, ganz ohne Säuren oder Reizstoffe.

    Markus Habermehl lässt sich von Thomas Rieck durch die wichtigsten biotechnischen Verfahren führen, mit denen sich der Varroa gezielt die Vermehrungsgrundlage entziehen lässt:

    1. Brutpause und Brutunterbrechung. Weil die Varroa sich ausschließlich in verdeckelter Brut vermehrt, unterbricht eine gezielte Brutpause ihren Reproduktionszyklus spürbar.
    2. Bannwabenverfahren. Thomas Rieck rät, früh im Jahr damit zu beginnen, nicht erst im August, wenn der Befallsdruck ohnehin schon hoch ist.
    3. Schwarmvorwegnahme. Praktisch eingesetzt, nutzt sie den natürlichen Brutstopp beim Schwärmen gezielt gegen die Milbe.
    4. VSH und SMR als Zuchtmerkmale. Völker mit ausgeprägtem Varroa Sensitive Hygiene- und Suppressed Mite Reproduction-Verhalten räumen befallene Brutzellen selbst aus und bremsen die Milbenvermehrung so von innen heraus.
    5. Bruthygiene als Auswahlkriterium. Wer seine Königinnen weiterzüchten will, sollte laut Thomas Riek gezielt die Völker mit guter Bruthygiene und geringem Befall bevorzugen, nicht allein den Honigertrag.

    Regelmäßige Kontrolle bleibt dabei Pflicht: Markus Habermehl und Thomas Rieck sind sich einig, dass Milbenzahlen laufend geprüft werden müssen, etwa per Bodenschieber oder Auswaschprobe. Ohne Zahlen lässt sich nicht beurteilen, ob ein Verfahren wirklich greift.

    Ein zweiter Schwerpunkt der Folge ist die Überwinterung. Thomas Rieck plädiert für gute Dämmung, insbesondere an der Decke, für eine angepasste Fütterung und diskutiert offen die Streitfrage offener gegen geschlossener Böden. Sein Argument: Wer die Völker warm hält, spart Futter und reduziert Stress, was sich wiederum auf die Widerstandsfähigkeit gegen Varroa auswirkt.

    Markus Habermehl macht in der Folge auch deutlich, wo er kritisch nachfragt, etwa wenn es um Marketingversprechen rund um Resistenzzucht geht. Am Ende bleibt der gemeinsame Kern: Wer auf Dauer weniger Chemie einsetzen will, kommt an konsequenter Beobachtung, Selektion und sauberer Bruthygiene nicht vorbei.

    Tags: Varroaresistenz, Biotechnik, Bannwabenverfahren, Brutpause, Schwarmvorwegnahme, Bruthygiene, VSH, SMR, Zuchtauswahl, Überwinterung, Thomas Rieck, Imkerei
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    1 ora e 43 min
  • 047 Sommer-Rückblick: was in dieser Saison funktioniert hat, und was nicht
    Aug 29 2026

    Eine Imkersaison nur am Honigertrag zu messen, greift zu kurz. Markus Habermehl zieht in dieser Honigraum-Folge eine ehrliche Bilanz über den ganzen Sommer, mit klarem Blick darauf, was er nächstes Jahr anders macht.

    Sein Maßstab für eine gute Saison geht deutlich über die Kilozahl hinaus: Volksgesundheit, Varroa-Last, Volksentwicklung, wie gut Ableger und Königinnenzucht gelaufen sind, wie hoch die Verluste waren, und ganz ehrlich auch persönliche Faktoren wie Überforderung oder Freude an der Arbeit.

    Was gut lief: die Tracht war stark, die Sonnenscheindauer hat mitgespielt, die selbst gebaute Ausrüstung hat sich bewährt, und das Einsammeln von Schwärmen hat gut funktioniert. Mit dem Honigertrag ist Markus zufrieden.

    Wo es geharkt hat, ist er genauso offen: Schwärme wurden nicht sauber behandelt, und die Schwarmkontrolle war insgesamt nicht zuverlässig genug. Bei der Vermehrung zeigt sich ein klares Bild: Brutwabenableger sind ihm mehrfach gescheitert, während Kunstschwärme mit Multiboxen und zugesetzter Königin verlässlich funktioniert haben. Die Konsequenz für ihn ist eindeutig: Er will künftig nur noch über Kunstschwärme vermehren.

    Für die nächste Saison nimmt er sich außerdem vor, den Beutenbock zu verbessern, das Futtermanagement systematischer anzugehen und sich auf mehr Völker vorzubereiten. Und er hat ein neues Ziel für das kommende Jahr: den Einstieg in die eigene Königinnenzucht.

    Tags: Imkersaison Bilanz, Sommer-Rückblick, Honigertrag, Volksgesundheit, Schwarmkontrolle, Kunstschwarm, Brutwabenableger, Königinnenzucht, Futtermanagement, Imkerei
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    15 min
  • 046 Vespa velutina Bekämpfung: was rechtlich erlaubt ist
    Aug 26 2026

    "Nester überlässt du Profis." Das ist der Satz, auf den in dieser Folge alles hinausläuft, und Markus Habermehl braucht dafür trotzdem eine gute halbe Stunde. Denn bei der Asiatischen Hornisse hängt fast jede Frage daran, in welchem Land du stehst. Deutschland, Österreich und die Schweiz behandeln Vespa velutina rechtlich unterschiedlich, und wer das durcheinanderbringt, macht sich im schlimmsten Fall strafbar.

    Deshalb trennt Markus die drei Länder in dieser Folge sauber. Zuständigkeiten, Meldewege und was du selbst tun darfst, unterscheiden sich nicht nur zwischen den Staaten, sondern innerhalb Deutschlands auch noch von Bundesland zu Bundesland und in der Schweiz von Kanton zu Kanton.

    Deutschland. Seit März 2025 gilt die Asiatische Hornisse hier als weit verbreitet. Das klingt nach einer Formalie, ändert aber die ganze Logik dahinter: Der Schwerpunkt liegt nicht mehr auf flächendeckender Beseitigung, sondern auf Management. Wer zuständig ist und wer die Kosten für eine Nestentfernung trägt, hängt vom Bundesland ab. Markus geht in der Folge durch, worauf du dich einstellen solltest, bevor du zum Hörer greifst.

    Österreich. Hier ist die Art noch nicht etabliert, und genau deshalb ist Melden wichtiger als anderswo. Sichtungen laufen zentral über velutina-melden.at. Von Selbstbekämpfung wird ausdrücklich abgeraten.

    Schweiz. Eigenes Recht, eigener Meldeweg: asiatischehornisse.ch. Auch dort gilt für Privatpersonen, Nester nicht selbst anzugehen.

    Ein Punkt zieht sich durch alle drei Länder: das Foto. Eine Meldung ohne Bild ist für die Behörden schwer zu bewerten, eine Meldung mit einem brauchbaren Foto ist sofort einzuordnen. Das ist der kleinste Aufwand mit dem größten Effekt, den du als Imker leisten kannst.

    Genauso wichtig ist die andere Richtung, und da wird Markus deutlich: Die heimische Hornisse und viele andere Insekten stehen unter Schutz. Sie dürfen nicht ohne Grund getötet, ihre Nester nicht zerstört werden. Verwechslungen passieren häufiger, als man denkt. Und unselektive Fallen, also die klassischen Bier- oder Saftfallen, lehnt er wegen des Beifangs klar ab. Da hängen am Ende mehr Nützlinge drin als Hornissen.

    Was bleibt, sind drei Regeln, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichermaßen funktionieren: die eigene Beute schützen, jede Sichtung sauber und mit Foto melden, und Nester den Fachleuten überlassen. Alles andere ist Ländersache.

    Tags: Asiatische Hornisse, Vespa velutina, Vespa velutina bekämpfen, Hornisse melden, velutina-melden.at, asiatischehornisse.ch, Rechtslage Deutschland Österreich Schweiz, Nestentfernung, Naturschutz, Imkerei
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    23 min
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