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Frisch an die Arbeit

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Di: DIE ZEIT
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Alle 14 Tage stellen Hannah Scherkamp, Elise Landschek und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-aboZEIT ONLINE Economia
  • Leena Zimmermann: »Man trifft immer eine Aussage mit der Kleidung, die man trägt«
    Oct 20 2026
    »Es ist immer eine Freude, wenn man jemanden sieht, der sich mit seiner Kleidung Mühe gegeben hat«, sagt Leena Zimmermann im Podcast »Frisch an die Arbeit«. Als Stylistin kleidet sie Schauspielerinnen für Premieren, Politiker für Staatsbesuche und Führungskräfte für Konferenzen oder Talkshows ein. Zimmermann hat eine Schneiderlehre in Berlin absolviert. Nach ihrer Ausbildung bekam sie einen Job beim Musiksender MTV und durfte dort die Outfits für die Moderatorinnen und Moderatoren auswählen. Irgendwann sprach die Schauspielerin Nora Tschirner sie an und fragte, ob sie ihr beim Styling für eine Premiere helfen könne. Durch Tschirner bekam Zimmermann den Kontakt zu Schauspielerin Hannah Herzsprung, die sie bis heute berät. Meistens wenden sich Frauen an sie, oft fehlt ihnen die Zeit und auch das Gefühl für das richtige Outfit: »Einmal bin ich mit einer jungen Schauspielerin shoppen gegangen. Sie hat sich einfach eine externe Person gewünscht, die mit ihr einkaufen geht«, sagt Zimmermann. Mit ihrer Freundin Nicole Hogerzeil gründete Zimmermann die Firma Tarobe, mit der die beiden vor allem Frauen in Führungsrollen beraten. Oft bräuchten diese Hilfe für ein bestimmtes Event, eine Podiumsdiskussion oder eine wichtige Ansprache vor ihrem Team: »Kürzlich kam beispielsweise eine bekannte Managerin zu mir und wollte ein Outfit mit breiten Schultern für einen Auftritt unter vielen Männern.« Ihren Kundinnen rät Zimmermann, auch mal mutig zu sein, wenn sie gesehen werden wollen. Aber in Situationen, in denen ihre Aussagen zählen, in einer Talkshow beispielsweise, sollten sie sich vor allem wohlfühlen. »Man trifft immer eine Aussage mit der Kleidung, die man trägt. Vor allem wird man als Frau sehr stark bewertet. Trägst du jetzt einen Rock? Bist du sportlich angezogen? Ist es vielleicht ein bisschen zu sexy?« Gerade im Job sei es schwierig, die passende Kleidung zu finden, in der man sich sicher fühlt. Das koste oft Zeit. »Man sollte nicht mehr darüber nachdenken, was man trägt, sondern nur noch darüber, was man sagt.« Im Podcast erzählt Zimmermann, wo sie sich inspirieren lässt, welche Informationen sie von ihren Kundinnen benötigt und warum gerade in Berlin das Styling oft unterschätzt wird. »Frisch an die Arbeit« wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise Landschek. Das Team erreichen Sie unter frischandiearbeit@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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    45 min
  • Semen Shuster: »Es ist schwieriger geworden, die Leute zum Lachen zu bringen«
    Oct 6 2026
    »Manchmal ist es einfach Magie. Du kommst in die Manege und vergisst, dass du müde bist«, sagt Clown Semen Shuster im Podcast »Frisch an die Arbeit«. »Du gibst Energie und du bekommst sie vom Publikum zurück.« Shuster wurde 1972 in Ismail im Oblast Odessa im Süden der heutigen Ukraine geboren. Er studierte an der Artistenschule in Kyjiw und machte dort 1992 seinen Abschluss. Im Jahr 2000 zog er mit seiner Familie nach Deutschland, arbeitete zunächst in Leipzig und später sieben Jahre am Pariser Lido. 2005 gewann er beim Festival Mondial du Cirque de Demain eine Bronzemedaille, 2009 beim Internationalen Zirkusfestival von Monte-Carlo einen Bronzenen Clown. Heute tritt er in Varietés, beim Weltweihnachtszirkus in Stuttgart und im Circus Roncalli auf. Dass seine Figur, Housch-ma-Housch, fast ohne verständliche Wörter auskommt, war kein Karriereplan. In der Zirkusschule lernte Shuster zunächst Jonglage, Handstand und Akrobatik. Seine Figur und die Fantasiesprache entwickelte er, als er in den Neunzigerjahren auftrat. »Es war nicht so, dass ich dachte: Ich bin so clever, erfinde eine Cartoon-Sprache und dann gehe ich nach Monte-Carlo«, sagt Shuster. Die Zeiten für Clowns, sagt Shuster, seien komplexer geworden. Menschen seien durch soziale Medien gewohnt, nach wenigen Sekunden weiterzuwischen, wenn sie etwas nicht sofort begeistere. Auch im Zirkus beobachte er gelegentlich, wie jemand zum Telefon greift. »Heute ist es schwieriger geworden, die Leute zum Lachen zu bringen«, sagt Shuster. Gerade deshalb sieht er die Aufgabe des Zirkus darin, eine Gegenwelt zu schaffen. Kinder und Eltern mit einer Szene gleichzeitig zum Lachen zu bringen, sei für ihn ein »Bingo«. Bis ein solcher Moment funktioniert, kann jahrelange Arbeit nötig sein. Shuster schreibt Ideen auf, lässt Requisiten bauen und Animationen erstellen. Neue Nummern filmt er, um sie auszuwerten. Vor allem probiert er sie vor Publikum aus. »Du brauchst manchmal Jahre – und niemand lacht«, sagt Shuster. Im Podcast erzählt Shuster außerdem, warum er das deutsche Zirkuspublikum für eines der besten hält und warum die Rolle als Clown herausfordernder sein kann als die eines Schauspielers. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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    34 min
  • Wie unterscheidet man zwischen Kunst und Trödel, Wolfgang Pauritsch?
    Sep 22 2026
    »Ein einziges Leben reicht nicht aus, um den Wert aller Gegenstände zu kennen« sagt Wolfgang Pauritsch im Podcast Frisch an die Arbeit. Er lerne immer noch jeden Tag dazu. Seit mehr als 30 Jahren ist Pauritsch Auktionator und Händler für Kunst und Antikes. »Ich musste mir meinen Erfolg hart erkämpfen«, sagt er. Der 54-Jährige wurde in Österreich geboren und wuchs bei den Großeltern in einfachen Verhältnissen auf. Nach der Schule schloss er eine Lehre zum Rohrschlosser ab. Der Wendepunkt kam, als er auf einer Auktion in München jobbte und für eine erkrankte Auktionatorin einspringen musste. »Danach hat mir der Chef einen Vertrag angeboten«, sagt Pauritsch. Er brachte sich die Grundlagen selbst bei, besuchte Museen und Sammler und absolvierte verschiedene Weiterbildungen. »Ich habe das Wissen aufgesaugt wie ein Schwamm.« Heute leitet Pauritsch zusammen mit einer Geschäftspartnerin einen Laden für Auktionen und Antikhandel in Oberstaufen. Zusätzlich ist er Fernsehhändler in der ZDF-Trödel-Sendung »Bares für Rares«, wo er im Jahr 50 Drehtage hat. »Die Arbeit dort ist für mich wie Urlaub und macht viel Spaß. Jeden Tag im Laden zu stehen, ist viel anstrengender«, sagt Pauritsch. Pauritsch handelt hauptsächlich mit Kunstwerken und Juwelen, die seien eine stabile Geldanlage für gut betuchte Kunden, erzählt er. Der Mittelschicht säße in Krisenzeiten das Geld hingegen nicht mehr so locker. »Zwischen 50 und 500 Euro verkaufen wir inzwischen kaum noch Ware«. Einen herben Rückschlag erlebte der Händler Mitte der Neunzigerjahre, als in seinen Laden eingebrochen wurde. »Der Schaden betrug mehr als 150.000 Euro und die Leute, deren Besitz ich verkaufen sollte, standen plötzlich alle auf der Matte«. Doch Pauritsch konnte seine Schulden am Ende abbezahlen. Im Podcast Frisch an die Arbeit erzählt Pauritsch, für wieviel Geld er sein teuerstes Stück versteigert hat, ob er sich schonmal kräftig im Preis geirrt hat und ob er privat immer noch auf Flohmärkte geht. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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    34 min
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