Episodi

  • Prof. Matthias Quent | Vor den Ost-Landtagswahlen: Warum Ohnmacht die AfD stark macht
    Sep 4 2026
    Prof. Matthias Quent gehört zu den profilierten deutschen Forschern zu Rechtsextremismus, Radikalisierung und Demokratie. Der Soziologe beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, warum rechtsextreme Einstellungen und Bewegungen gesellschaftlich an Einfluss gewinnen, mit einem besonderen Blick auf Ostdeutschland. In seinem neuen Buch „Keine Macht der Ohnmacht“ untersucht Prof. Quent, warum Menschen auf Krisen mit Kampf, Flucht oder Erstarrung reagieren, und weshalb Demokratie eigentlich ein Anti-Ohnmachts-System ist, obwohl sie uns zugleich zumutet, einen Teil unserer Machtlosigkeit auszuhalten. In dieser Folge sprechen wir über die multiplen Krisen: Kriege, Klimakrise, wirtschaftliche Unsicherheit, politische Polarisierung: Viele Menschen erleben die Gegenwart als Dauerkrise und haben gleichzeitig das Gefühl, selbst kaum etwas verändern zu können. Was macht diese Ohnmacht mit unserer Demokratie? Und warum profitieren gerade rechtsextreme und autoritäre Kräfte davon? Wir sprechen darüber, wie Angst in Wut umschlägt, warum Anerkennung und politische Repräsentation so wichtig sind und weshalb die AfD nicht nur Ängste bedient, sondern ihren Anhängern auch Gemeinschaft, Hoffnung und das Gefühl von Selbstwirksamkeit vermittelt. Und wir schauen auf die politische Gegenwart: Warum ist die AfD gerade in Ostdeutschland so stark? Was sagen die anstehenden Landtagswahlen über den Zustand unserer Demokratie aus? Und wie lässt sich verhindern, dass der Aufstieg der extremen Rechten auch ihre Gegner in Resignation und Rückzug treibt?
    Mostra di più Mostra meno
    42 min
  • Robert Dahl | Der Chef der Karls Erlebnisdörfer über Erdbeerkverkauf, Unternehmertum und Ostdeutschland
    Aug 25 2026
    Robert Dahl ist Unternehmer, Macher und der Kopf hinter Karls. Anfang der 1990er-Jahre begann er in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Erdbeeranbau. Aus dem Verkauf von Erdbeeren entstand über die Jahre eine der bekanntesten Freizeit- und Familienmarken Deutschlands – mit Erlebnis-Dörfern, Hotels und immer neuen Plänen für weiteres Wachstum. In dieser Folge von EINHEIT GUT, ALLES GUT sprechen wir darüber, wie aus einer einfachen Idee ein großes Unternehmen wird und warum Robert offenbar wenig davon hält, sich selbst Grenzen zu setzen. Wie viel Mut und wie viel Risiko braucht Unternehmertum? Wie trifft Robert Entscheidungen? Was treibt ihn an, immer weiter zu wachsen? Wo liegen die Grenzen von Karls, wenn es überhaupt welche gibt? Und was hat er aus mehr als drei Jahrzehnten Unternehmertum gelernt? Außerdem sprechen wir über Mecklenburg-Vorpommern und seinen Blick auf Ostdeutschland: Was hat sich seit den 1990er-Jahren verändert? Was läuft besser, als oft erzählt wird? Was fehlt dem Osten noch? Und warum braucht es vielleicht gerade hier mehr Menschen, die einfach anfangen und groß denken? Eine Folge über Erdbeeren und Unternehmertum, über Wachstum, Heimat und Risiko.
    Mostra di più Mostra meno
    52 min
  • Thomy Roecklin | Wie in Leipzig eines der erfolgreichsten Weiterbildungsunternehmen Deutschlands entsteht
    42 min
  • Marco Weicholdt | Der Gründer des MACHN-Festivals über die Idee hinter dem erfolgreichsten Zukunftsfestival des Ostens
    Jun 22 2026
    Marco Weicholdt ist Gründer des Zukunftsfestivals MACHN. Als Unternehmer, Netzwerker und Mitinitiator des Festivals arbeitet er seit Jahren daran, Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammenzubringen. Aus einer mutigen Idee ist eines der spannendsten Innovations- und Zukunftsfestivals Deutschlands entstanden. Wir sprechen über die unterschätzten Chancen Ostdeutschlands, die Entstehung und Entwicklung des MACHN-Festivals sowie die Bedeutung von Unternehmertum für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Marco erzählt, warum er bewusst auf Mitteldeutschland setzt, welche Geschichten über den Osten falsch erzählt werden, was ihn an der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung beschäftigt und was seine Lieblingsmomente aus fünf Jahren MACHN sind.
    Mostra di più Mostra meno
    41 min
  • Sylvia Pfefferkorn | Mit „Wirtschaft für ein Weltoffenes Sachsen" für Demokratie als Standortfaktor
    May 13 2026
    Sylvia Pfefferkorn ist Vize-Vorstandssprecherin im Verein „Wirtschaft für ein Weltoffenes Sachsen". Die Organisation unterstützt Unternehmen konkret bei der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten und stärkt so Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit im Freistaat. Seit 2016 übernehmen die Mitgliedsunternehmen sichtbar gesellschaftliche Verantwortung und bekennen sich öffentlich zu Weltoffenheit, Internationalität und einem starken Wirtschaftsstandort, von dem die gesamte Gesellschaft profitiert. In dieser Folge sprechen wir über Sylvia Pfefferkorns persönlichen Weg, über den der SPIEGEL schreibt, er sei geprägt von vielen Umbrüchen und Wendungen. Wir sprechen über das Spannungsfeld, in dem sich das Bundesland Sachsen bewegt: wirtschaftlich erfolgreich und zugleich politisch angespannt und polarisiert. Wie geht das zusammen, welche Verantwortung haben UnternehmerInnen dabei? Und wir sprechen über die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des von ihr mitgegründeten Vereins: wie kann er Unternehmen konkret unterstützen? Wie viele Unternehmen bekennen sich? Wo hakt es noch? Ein spannender Blick in mein Heimatbundesland.
    Mostra di più Mostra meno
    46 min
  • Benjamin Fredrich | Der Gründer des Katapult-Magazins über Lokaljournalismus und die Stärkung der Demokratie im Osten
    Apr 13 2026
    Wie baut man demokratische Öffentlichkeit dort auf, wo Redaktionen verschwinden und politische Spannungen wachsen? In dieser Folge spreche ich mit Benjamin Fredrich, geboren 1985 in Greifswald, dem Gründer des Medienhauses Katapult, über die Kraft von lokalem Journalismus, unternehmerische Verantwortung und die politische Lage in Ostdeutschland. Was einst als studentisches Projekt mit Karten und Infografiken begann, ist heute ein Verlag mit mehreren Redaktionen. Mit Katapult MV und Katapult Sachsen versucht er, regionalen Journalismus neu aufzubauen. Sein Anspruch: Medien nicht nur als Beobachter zu verstehen, sondern als demokratische Infrastruktur. Im Gespräch geht es um die Entscheidung, bewusst in Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben, den politischen Druck in Wahljahren und den Umgang mit der Alternative für Deutschland, die Frage, wie viel Haltung Journalismus braucht, und um die persönliche Seite eines Gründers, der vom Politikwissenschaftler zum Medienunternehmer wurde. Ein Gespräch über Verantwortung, Risiko und darüber, ob Lokaljournalismus tatsächlich ein Hebel für demokratische Stabilität sein kann.
    Mostra di più Mostra meno
    54 min
  • Martin Fuchs | Der Politikberater über den Einfluss von Social Media auf Politik und Wahlen
    Mar 8 2026
    Martin Fuchs ist Politikberater und Experte für digitale Kommunikation mit besonderem Fokus auf Social Media und Wahlkampfstrategien. Er berät seit vielen Jahren Politiker:innen, Parteien und Institutionen dabei, ihre Botschaften in einer zunehmend digitalen Öffentlichkeit zu platzieren. Aufgewachsen in Ostdeutschland, verbindet er biografische Erfahrung mit professioneller Analyse politischer Dynamiken. Sein Blick auf Politik ist geprägt von Transformations­erfahrungen der Nachwendezeit und den gesellschaftlichen Umbrüchen im Osten. Im Podcast spricht er über die aktuellen ostdeutschen Landtagswahlen und die besonderen politischen Stimmungen in der Region. Zudem sprechen wir über das Zusammenspiel von Social Media und Demokratie – und die Frage, wie sehr Plattformen heute Wahlausgänge beeinflussen. Fuchs gibt Einblicke hinter die Kulissen moderner Politikberatung und erklärt, wie strategische Kommunikation entsteht. Dabei geht es auch um Politiker:innen, die das „Social-Media-Game“ beherrschen – und um jene, die daran scheitern - und wie sich Ostdeutschland dabei verhält.
    Mostra di più Mostra meno
    53 min
  • Sabine Werth | Die Gründerin der Tafel Deutschlands über soziale (Un-)Gerechtigkeit, Ehrenamt und Würde
    Feb 16 2026
    Sabine Werth, in Ost-Berlin geboren, ist Mitgründerin der Berliner Tafel und eine der prägenden Stimmen für zivilgesellschaftliches Engagement in Deutschland. 1993 rief sie gemeinsam mit Mitstreiter:innen die erste Tafel ins Leben – aus einer einfachen Idee heraus: überschüssige Lebensmittel retten und Menschen in Not unterstützen. Was als pragmatische Initiative begann, wurde zu einer Bewegung mit bundesweiter Wirkung. Für ihr Engagement wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. In dieser Folge sprechen wir über ihr Aufwachsen und die prägenden Erfahrungen ihrer Kindheit, die Gründung der Berliner Tafel in einer Zeit des Umbruchs, über Armut und Würde in Deutschland sowie über ihren Blick auf Ostdeutschland 35 Jahre nach der Wiedervereinigung Ein Gespräch über Engagement, Haltung – und die Frage, was eine Gesellschaft im Innersten zusammenhält.
    Mostra di più Mostra meno
    51 min