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Die sogenannte Gegenwart

Die sogenannte Gegenwart

Di: DIE ZEIT
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Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoerenZEIT ONLINE Scienze sociali
  • Warum haben wir immer weniger Sex?
    Jul 13 2026

    Bis vor Kurzem war es noch so: Wer in einer Beziehung war, setzte über die Zeit Speck an, wurde insgesamt gemütlicher und genügsamer. Heute sieht man langjährig verheiratete und verpartnerte Männer und Frauen, die sich Sixpacks antrainieren und alles tun, um fit und sexy zu bleiben. Ganz so, als würden sie sich vorbereiten für den Dating-Markt – auf den sie aber gar nicht mehr zurückwollen. Gleichzeitig zeigen Daten: Auch junge Menschen haben weniger Sex als früher. Und das, obwohl sie im Zeitalter von Social Media und Internet-Pornografie beständig explizite erotische Inhalte konsumieren. Was ist da los? Warum scheinen wir heute so »oversexed but underfucked« wie noch nie? Liegt es an den Smartphones, die uns süchtig gemacht haben und in einen ständigen Dopaminrausch versetzen, bis wir körperliche Lust gar nicht mehr brauchen? Liegt es an einer neuen Scheu davor, sich auf jemand anderen einzulassen? Und was genau verbindet eigentlich den modernen Feminismus mit dem, was schon Augustinus in der Antike über den menschlichen Sexualtrieb gedacht hat? Diese Fragen diskutieren Nina Pauer, Lars Weisbrod und Ijoma Mangold in der neuen Folge des Feuilleton-Podcasts Die sogenannte Gegenwart.

    Sie erreichen das Team unter gegenwart@zeit.de.

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    1 ora e 15 min
  • Die Suche nach den Nazis in unseren Familien
    Jun 29 2026

    Die Suchfunktion könnte einfacher kaum sein: Man tippt bloß schnell einen Namen ein, und schon ploppt der Treffer auf – oder eben auch nicht. Das Onlinetool der ZEIT, mit dem man in Sekundenschnelle die NSDAP-Mitgliederkartei nach eigenen Familienangehörigen durchsuchen kann, wurde und wird nach wie vor extrem viel genutzt. Nie schien es so einfach, deutsche Familiengeschichte während der Nazizeit direkt zu recherchieren. Und nie war das Interesse daran größer.

    Doch woher kommt eigentlich diese plötzliche Dringlichkeit, noch einmal genauer in die Vergangenheit zu schauen, über die wir doch eigentlich, sozialisiert durch Schulunterricht und stets präsente nationale Erinnerungskultur in Deutschland, schon sehr viel wissen könnten? Liegt es daran, dass die Zeitzeugen nun nicht mehr am Leben sind und man ihr Handeln in der Vergangenheit vermeintlich unabhängiger recherchieren kann? Und welche Rolle spielt der Wunsch, sich historisch von den Menschen, die Hitler wählten, abzugrenzen, dadurch, dass man sie »historisch dingfest« macht, ein Reflex, vor dem der Zeithistoriker Götz Aly Nachgeborene warnt?

    »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945«, so heißt sein Buch, über das Nina Pauer und Ijoma Mangold in der neuen Folge des Feuilletonpodcasts »Die sogenannte Gegenwart« sprechen und dabei feststellen: Zur eigenen Geschichte ist in der Tat immer noch nicht und womöglich nie abschließend alles gesagt.

    Shownotes:

    • Götz Aly: »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945«, Fischer 2025
    • Götz Aly zu Gast im Podcast »Jung und Naiv«
    • ZEIT-Dokupodcast » Deutsche Geister«
    • Ijoma Mangold: »Das deutsche Krokodil. Meine Geschichte«, Rowohlt 2017

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge ungefähr bei Minute 20.

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    1 ora e 29 min
  • Wie links sind die Rechtspopulisten?
    Jun 15 2026

    Um die Wirklichkeit zu verstehen, braucht es die richtigen Begriffe und Unterscheidungen. Manchmal jedoch hinkt unsere Sprache der Gegenwart hinterher – zum Beispiel, wenn wir uns in der Politik weiter auf die vertrauten alten Kategorien »rechts« und »links« verlassen, obwohl die längst nicht mehr zur Wirklichkeitsbeschreibung taugen.

    So sieht es jedenfalls der Politikwissenschaftler Philip Manow. In seinem neuen Buch versucht er, den politischen Raum neu zu vermessen: Welche »Spaltungslinien« – so der Titel – muss man kennen und kartografieren, wenn man unsere aktuellen politischen Auseinandersetzungen korrekt erfassen will? Entlang welcher Frontlinien versammeln sich die neuen Rechtspopulisten? Ihren Wählern unterstellt man gern, von kulturellen Ressentiments getrieben zu sein – sie seien gegen Wandel, Kosmopolitismus, Vielfalt und progressive Werte. Manow hingegen behauptet: Gerade die Arbeiter wählen heute rechtspopulistische Parteien wie die AfD, weil sie dort ihre eigentlichen ökonomischen Interessen vertreten sehen.

    In der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« diskutieren Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über Philip Manows streitbare Thesen, über »Wohlfahrtsstaat-Chauvinismus« und die Rentenpolitik der AfD.

    Shownotes:

    • Das Interview, das Ijoma Mangold mit Manow geführt hat
    • Die Kritik an Manows Buch, insbesondere an seinen empirischen Aussagen
    • Das Interview mit Wolfgang Streeck

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 17:44.

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    1 ora e 26 min
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