• #68 Hyperfokus | Heiliger Grahl oder notwendiges Übel?
    Jan 26 2026

    Wenn ihr den Podcast schon länger hört, dann wisst ihr vielleicht schon, dass ich (Anne) nicht der größte Fan von Hyperfokus bin. Ich mag es nicht, wie ich mich dabei und danach fühle.

    Viele beschreiben den Hyperfokus aber als eine Art Superkraft von ADHS. In einer der Folgen zum Thema Spaß am Schreiben haben wir kurz über Flow und Hyperfokus gesprochen und ich habe gemerkt, dass ich die beiden in einen Topf werfe.

    Deswegen machen wir heute mal eine ganze Folge zum Thema und schauen uns an was der Unterschied zwischen Hyperfokus und Flow ist, und wie wir Hyperfokus erleben.

    3 Punkte aus der Folge:

    1. Hyperfokus und Flow unterscheiden sich in mehreren Aspekten. Ein wichtiger Unterschied ist die Freiwilligkeit. Während ein Flow-Zustand unter den richtigen Voraussetzungen begünstigt und auf eine bestimmte Sache ausgerichtet werden kann, ist Hyperfokus wie Lotto spielen. Man weiß nie, woran sich das Gehirn festbeißt und oft ist es etwas, das uns nicht weiterbringt. Auch das Empfinden des Zustands unterscheidet sich. Aus einem Flow-Zustand geht man erfüllt hervor, Hyperfokus fühlt sich eher angespannt und getrieben an.
    2. Hyperfokus wird häufig als Superkraft dargestellt. Wenn man von außen drauf guckt, dann ist es erstaunlich, was in einer Hyperfokus-Phase alles erreicht werden kann, wenn sie mal in die richtige Richtung geht. Von außen sieht man allerdings auch nur den Output, nicht die Kosten.
    3. Hyperfokus ist nicht steuerbar, aber es gibt durchaus ein paar Stellschrauben, an denen wir drehen können. Wecker stellen, Ablenkungen minimieren, die Selbstversorgung erleichtern – das sind Dinge, die den Hyperfokus angenehmer machen können. Aber auch so etwas wie Co-Working oder Accountability-Gruppen können helfen. Wenn man aus dem Hyperfokus raus möchte hilft es, den Ort des Geschehens zu verlassen und einen körperlichen Reiz zu setzen, also spazieren zu gehen oder kalt zu duschen.


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    29 min
  • #67 Selbstwirksamkeit | Kann man sich zum Erfolg denken?
    Jan 19 2026

    In der letzten Folge haben wir über das Thema „Selbstverwirklichung“ gesprochen. Das Bedürfnis, sich selbst zu entfalten, sichtbar zu machen, die eigenen Vorstellungen und Wünsche in die Tat umzusetzen.

    Doch dieses umzusetzen ist mitunter garnicht so leicht.

    Wer noch nie die Erfahrung gemacht hat, dass das eigene Handeln Erfolge erzielt, ist vielleicht von vornerein demotiviert, es überhaupt zu versuchen.

    Anne und ich haben in diesem Bereich unsere Schwierigkeiten, wir zerdenken vieles und haben Angst,Dinge anzufangen, weil wir zu oft erlebt haben, dass wir sie nicht umsetzen.Ganz anders ist das bei Mario, einem guten Freund von mir. Wir kennen uns seit dem Kindergarten und sind eng befreundet, seit wir 17 Jahre alt sind. Er ist Lehrer in Nordrhein-Westfalen, hat vor kurzem seine ADHS Diagnose bekommen und als sein Therapeut ihn fragte, was er als seine „Superpower“ bezeichnen würde, hat Mario gesagt: „Ich kann mich zu 100% darauf verlassen, dass ich alles, was ich mir vornehme, auch umsetze.“

    In dieser Folge sprechen wir über unsere persönlichenErfahrungen mit dem Thema. Was geht in unseren Köpfen vor, wenn wir uns etwas vornehmen? Welche Erfahrungen haben wir gemacht? Was macht jeder von uns anders? Es gibt hier kein richtig oder falsch, keine zehn-Punkte Anleitung fürmehr Selbstwirksamkeit – einfach nur drei Perspektiven.

    Links aus der Folge:

    » Mario bei Green Day (ab ca. 3:55)

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    46 min
  • #66 Selbstverwirklichung | Ist es ein Grundbedürfnis sein Leben zu gestalten?
    Jan 12 2026

    In der Maslowschen Bedürfnishierarchie lungert oben eine kleine Idee namens „Selbstverwirklichung.“ Wenn alle anderen menschlichen Bedürfnisse erfüllt sind, wird irgendwann der Wunsch nach einem Ausdruck der inneren Wirklichkeit und der Gestaltung des eigenen Lebens laut. Doch was genau heißt es, das eigene Leben zu gestalten? Handelt es sich dabei wirklich um ein menschliches Grundbedürfnis oder um ein Phänomen unserer modernenGesellschaft? Und was sind die Herausforderungen, die einem begegnen, wenn man sich zum ersten Mal damit auseinandersetzt?

    Über das und mehr reden wir in der heutigen Folge.

    Noch ein Hinweis: Wir sprechen in der Folge oft von „Selbstwirksamkeit“. Das war der ursprüngliche Titel, jedochhaben wir im Nachhinein noch eine andere Folge aufgenommen, zu der dieser Begriff wesentlich besser passt. Deswegen haben wir ihn hier nachträglich geändert.


    Erwähnte Folgen:» #11: Opferhaltung mit ADHS | Wer trägt die Schuld?


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    51 min
  • #65 Absagen: Update | Was ist unser Fazit zum Chancen-Schaffen-Jahr?
    Jan 5 2026

    In 2025 haben wir uns vorgenommen, Chancen zu schaffen –also Kontakte zu knüpfen, an Wettbewerben teilzunehmen, sich auf Stipendien bewerben und alles, was uns sonst noch unter die Nase kommt. Und um das ganze ein wenig zu würzen haben wir gesagt, wer am Ende die meisten Absagen gesammelt hat, gewinnt.

    Wer wird das sein? Und was ist unser Fazit für das Jahr?Werden wir weitermachen? All das und mehr erfahrt ihr in der heutigen Folge.


    Die ersten drei Updatefolgen:

    » Folge 39: Update 1 » Folge 55: Update 2

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    24 min
  • #64 Zukunfts-Ich | Warum glauben wir, dass morgen alles anders wird?
    Dec 29 2025

    Morgen ist alles besser. Morgen stehe ich um 7 Uhr auf, mache Sport, ernähre mich gesund. Und ab morgen fange ich auch endlich dieses Projekt an, vor dem ich mich seit Monaten drücke. Und wenn ich schonmal dabei bin, dann kann ich in den Pausen auch gleich die ganze Wohnung aufräumen. Weil morgen der Tag gekommen ist, an dem ich ein besserer Mensch bin.

    Kommt euch das bekannt vor? Und, wie oft wart ihr am nächsten Tag der Mensch, den ihr euch in dieser Zukunftsversion ausgemalt habt? Ja, geht mir genauso.

    Und trotzdem, ich mache diese Pläne für mein Zukunfts-Ich immer und immer wieder. Aber warum? Warum erliegen wir immer wieder der Illusion, dass ab morgen alles besser wird? Können wir uns dazu bringen heute mit dem anzufangen, was wir für morgen versprechen?


    3 Punkte aus der Folge:

    1. Wir schieben die Verantwortung auf das Zukunfts-Ich, wenn wir uns nach Veränderung sehnen, uns aber nicht in der Lage sehen, sofort etwas zu verändern. Vielleicht sind wir erschöpft oder angeschlagen. Unser Zukunfts-Ich hat die aktuellen Probleme nicht, deswegen können wir es auf ein Podest heben und uns eine perfekte Version von uns ausmalen, die dazu in der Lage ist das zu machen, was wir gerade nicht können.
    2. Auch wenn wir immer wieder die Geschichten von dem einen Moment hören, der alles verändert hat, so funktioniert Veränderung in der Regel nicht. Es sind nicht die großen von-heute-auf-morgen-Sprünge oder die Mammut-Tage, die uns wachsen lassen, sondern die kleinen Momente und Schritte, die wir unaufgeregt jeden Tag gehen.
    3. Der Gedanke, dass ab morgen alles besser wird, entsteht aus Hoffnung und dem Wunsch, etwas zu verändern. Wenn wir stattdessen denken „das wird eh nichts“, dann gaben wir auf. Im Idealfall schaffen wir es, unsere Hoffnung zu bewahren, aber unser Zukunfts-Ich auch nicht mit unschaffbaren Aufgaben zu bombardieren, sondern ihm eine Chance zu geben, unsere Wünsche auch umzusetzen.


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    41 min
  • #63 Smalltalk | Warum ist die Frage "Wie geht es dir?" so schwer zu beantworten?
    Dec 15 2025

    Ach Mensch, du auch hier? Voll schön, dich zu sehen. Wie geht es dir denn? Willkommen beim Bunnybrains Podcast, wo wir über das Leben und Schreiben mit ADHS sprechen. Und über Small Talk. Zwar nur heute, aber dafür in paradoxer Tiefe. Wie stehen wir zu Small Talk? Wie beantwortet man die Frage „Wie geht es dir“ richtig? Welche Fragen kann man stattdessen stellen? Und wie kann man Small Talk so steuern, dass er einem vielleicht sogar Spaß macht? Über all das und mehr sprechen wir in der 63. Folge. Also komm rein, nimm einen Keks und eine unangenehme Sitzposition ein und lerne, wie man Small Talk nicht hält.


    #podcastüberadhs #autorinnenleben #smalltalk #lebenmitadhs


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    39 min
  • #62 Buchclub | Wie erzählt Richard Osman im „Donnerstagsmordclub“ stimmig aus mehreren Perspektiven?
    Dec 8 2025

    Wir haben den Donnerstagsmordclub von Richard Osman gelesen, den Auftakt zu einer Cosy Crime Reihe, an der man kaum mehr vorbeikommt. Wir wollten wissen, was so besonders an der Geschichte um vier ermittelnde Rentner:innen ist und ob wir uns der allgemeinen Begeisterung anschließen.

    Worum geht's? In der Seniorenresidenz Coopers Chase tagt wöchentlich der Donnerstagsmordclub, bestehend aus Geheimagentin Elizabeth, Psychiater Ibrahim, Gewerkschaftsführer Ron und Krankenschwester Joyce. Eigentlich bearbeiten sie ungelöste Mordfälle zum Spaß – aber dann passiert ein Mord direkt vor ihrer Haustür und natürlich lassen sie es sich nicht nehmen, sich ein bisschen einzumischen.

    Wie hat uns der Roman gefallen?

    • Richard Osman hat es geschafft, mit der Gruppe ermittelnder Rentner:innen eine Cosy Crime Reihe zu schreiben, die leicht und zugänglich ist und Humor hat, sich gleichzeitig aber auch traut sich tiefer mit verschiedenen Facetten des Themas Tod auseinanderzusetzen. Neben den liebenswürdigen und einprägsamen Charakteren war es das, was uns am meisten begeistert hat.
    • Durch die vielen Charaktere, Geschichten, Perspektiven und Red Herrings wird es mitunter allerdings auch ein wenig verwirrend. Die vielen Nebenstränge passen zum Roman und bauen eine runde und greifbare Welt auf, machen die Geschichte aber manchmal ein kleines bisschen langsatmig.
    • Der Roman wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Uns ist kaum eine Haupt- oder Nebenfigur eingefallen, die nicht an irgendeiner Stelle ein Perspektivkapitel bekommen hat. Deswegen hat die Erzählung, obwohl sie technisch im Ich- bzw. personalen Erzähler geschrieben ist, fast etwas Auktoriales. Wir bekommen dadurch das Gefühl, das hier wirklich eine Gruppe ermittelt und einen Einblick in die Gemeinschaft der Seniorenresidenz. Wir sehen: Hinter allen Figuren steckt eine Geschichte, niemand ist einfach nur Randfigur. Und dadurch stecken wir selbst mitten drin.

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  • #61 Spaß am Schreiben (2) | Wieso macht Schreiben manchmal keinen Spaß und wie findet man den Spaß wieder?
    Dec 1 2025

    Schreiben macht Spaß. Darüber haben wir in der letzten Folge ausführlich gesprochen und ich war nach der Aufnahme richtig motiviert. Aber leider ist das nicht an allen Tagen so. Oft genug sitzen wir da und sind frustriert, der Text will nicht, wir haben keine Energie und überhaupt ist alles doof. In dieser Folge, Teil 2 zum Thema Spaß am Schreiben, sprechen wir deswegen über die Kehrseite. Warum macht Schreiben oft keinen Spaß, obwohl wir es doch freiwillig machen? Wieso verlieren wir den Spaß am Schreiben und wie können wir ihn zurückgewinnen?

    Drei Erkenntnisse aus der Folge:

    1. Sobald man nicht mehr nur für sich, sondern für ein potenzielles Publikum schreibt, macht das Schreiben nicht immer Spaß. Wenn ein Kapitel nicht so will wie wir, wenn Ängste sich breit machen, vor Kritik oder davor, dass das alles nirgendwo hinführt, dann muss man sich manchmal ganz schön zwingen, trotzdem dran zu bleiben. Das gehört dazu und durchhalten lohnt sich trotzdem. Nur wenn wir weitermachen, dann können sich auch die schönen Seiten des Schreibens wieder zeigen.
    2. In verschiedenen Situationen können verschiedene Dinge dafür sorgen, dass wir den Spaß am Schreiben verlieren oder wiederfinden. Ob es gerade Freiheit oder Deadlines sind, einfach weitermachen oder nochmal in die Planung des Textes gehen, das merkt man meistens nur durch Ausprobieren. Klar ist aber: Wenn es uns nicht gut geht, wir gestresst sind oder angeschlagen, dann macht auch das Schreiben in der Regel keinen Spaß. Wir sollten uns also immer gut um uns und unser Wohlbefinden kümmern.
    3. So langweilig es klingt: Routine kann dabei helfen, den Spaß am Schreiben wiederzufinden. Wenn wir tief in unseren Projekten drinstecken, Sicherheit in unseren Prozessen haben und wissen, dass wir uns selbst und unsere Romane ernst nehmen, dann fällt uns das Schreiben oft leichter. Und wenn Schreiben leicht ist, dann macht es am meisten Spaß!


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