Episodi

  • Die Macht des Geheimnis – Magie, Esoterik und die Freimaurerei
    Jan 8 2026
    Häufig tauchen freimaurerische Symbole im Kontext geheimnisvoller Bilder und Schriften auf. Die Logen und die freimaurerischen Arbeiten umgibt ein Nimbus des Geheimnisvollen – vielleicht, weil öffentlich wenig darüber gesprochen wird, aber sicher auch, weil Freimaurerlogen diskrete Gemeinschaften sind. Es gibt keine direkte Traditionslinie von alten Mysterienkulten, über Zauberbücher hin zu der modernen Freimaurerei, doch haben sich Freimaurer-Gruppen wie auch andere Sinngemeinschaften aus dem Werkzeugkasten dieser alten magischen Traditionen bedient, um ihre eigene Philosophie bildhaft auszudrücken. Wie in der Esoterik findet in der Freimaurerei ein Symboltransfer statt. Lässt sich die Suche nach Erkenntnis auf einen gemeinsamen Ursprung zurückführen? Sind Magie und Esoterik also vielleicht doch Bestandteile maurerischer Arbeiten und verfügen FreimaurerInnen über geheimes Wissen? Diese Fragen stellen sich Antje und Barbara zu Beginn des Jahres 2026. Sie untersuchen, was man eigentlich unter Esoterik versteht, wo die Ursprünge einiger freimaurerischer Traditionen liegen und ob das Spiel mit dem Geheimnisvollen nicht vielleicht von jeher vor allem eines ist: ein sehr gelungener Marketing-Trick.
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    23 min
  • Sprache baut die Welt - Wie wir Wirklichkeit erschaffen
    Dec 11 2025
    In der Dezemberfolge tauchen Antje und Barbara einmal tief in die vielleicht fundamentalste aller Fragen ein: Wie sehr bestimmt unsere Sprache, was wir überhaupt denken und wahrnehmen können? Ausgehend von verschiedenen philosophischen Theorien untersuchen sie im Dialog, in wieweit Sprache die ordnende Macht der Gedanken sein kann, in wieweit sie ein Instrument der Gedankenformung ist und welchen Einfluss Framing und Priming bereits auf die Wahrnehmung von Wirklichkeit hat. Gerade in sozialen Interaktionen zeigt sich die Macht der Worte deutlich: Je nach Tonfall, Wortwahl und Rhetorik können wir Beziehungen aufbauen, Konflikte lösen oder sogar Manipulation ausüben. Auch in Bereichen wie Werbung und Politik wird Sprache gezielt eingesetzt, um unser Verhalten zu beeinflussen. Sprache ist also nicht nur ein Spiegel unseres Denkens und Fühlens, sondern hat auch eine unmittelbare Auswirkung auf unser Handeln. Durch Sprache können wir andere Menschen motivieren, überzeugen und zu bestimmten Verhaltensweisen anregen. Mit der Sapir-Whorf-Hypothese schlagen die Podcasthosts schließlich eine Brücke zur Neurobiologie, wo sie zeigen, dass Sprachen unser Gehirn physisch verdrahten und unterschiedliche neuronale Pfade aktivieren. Das bedeutet: Wenn wir uns sprachlich verändern, verändern wir unsere Neurologie und damit unser Bewusstsein auf zellulärer Ebene. So kommen wir von der Philosophie zur Neurologie – und zur These: die Kontrolle über die Sprache ist die Kontrolle über das Selbst. Die Wahl unserer Worte ist letztlich die Wahl unserer Realität. Deshalb wähle deine Worte bewusst und weise! Und mit diesem Gedanken befinden wir uns mitten in der Freimaurerei, wie Antje und Barbara erläutern. Wir wünschen allen Hörerinnen und Hörern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Abschluss des Jahres 2025. Wir hoffen, dass ihr auch 2026 wieder vorbeischaut und gemeinsam mit uns über Freimaurerei nachdenkt.
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    27 min
  • Die Deadline des Lebens: Wie Endlichkeit uns antreibt
    Nov 6 2025
    Über den Tod reden wir nicht gern. Was ist es, das uns so sprachlos macht? Verdrängen wir? Müssen wir den Tod beiseiteschieben, um uns aufs Leben zu konzentrieren? Oder macht gerade die Auseinandersetzung mit dem Tod unser Hier und Jetzt lebenswerter? Von der Antike bis zur Moderne ist wohl kaum ein Thema in Philosophie und Theologie mehr bearbeitet worden, als die eigene Endlichkeit und die Frage, was von uns bleibt. Von Aristoteles bis Sartre, von Arendt bis Schopenhauer, sie alle haben dazu spannende, bisweilen überraschende Anschauungen geäußert und alle wollen einen Weg aufzeigen, um mit Anfang und Ende in unserem Leben umgehen zu lernen. In der November-Folge des Freimaurerinnen-Podcasts setzen sich Antje und Barbara mit der Frage auseinander, warum es sinnvoll ist, sich mit der eigenen Sterblichkeit zu beschäftigen und in welcher Weise die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit ein fundamentaler Aspekt freimaurerischer Ritualpraxis ist. Dabei untersuchen sie auch die Longevity-Trends, die zwischen dem vernünftiger Wunsch, möglichst lang gesund zu leben und dem Wunsch nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit pendeln. Die Endlichkeit, die der Tod unserem Leben vorgibt, ist eine wichtige Richtschnur für unsere Entscheidungen. Wenn ich weiß, dass das Leben endlich ist, bekommt es eine andere Gewichtung. Je früher ich darauf achte, desto zufriedener kann ich am Ende sein. Und letztlich führt die Auseinandersetzung mit dem Tod zu der Frage: Wie will ich eigentlich leben?
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    21 min
  • Freimaurerei im Spiegel der Medien
    Oct 9 2025
    Wie ist das eigentlich? Kommt Freimaurerei in der Öffentlichkeit überhaupt vor und wenn, wie wird sie in den Medien dargestellt? Nach nun drei Jahren Freimaurerinnen-Podcast wollen Antje und Barbara wissen, ob sich die Sichtbarkeit von Freimaurerei verändert hat und wie und über welche Anlässe heute berichtet wird. Dazu nehmen sie verschiedene Medien, darunter Zeitungen, Fernseh- und Rundfunksender, aber auch Social Media- und YouTube-Beiträge unter die Lupe und analysieren, wie Freimaurerei dargestellt und beurteilt wird. Bereits bei einer Google-Suche zeigen sich je nach Quelle deutliche Unterschiede wie Freimaurerei dargestellt wird. Viele Treffer sind Beiträge einzelner Logen und Großlogen, die informativ sind und meist auf Veranstaltungen hinweisen. Bei YouTube finden sie aber beispielsweise einen bunten Strauß unterschiedlichster Formate und Darstellungsarten, je nachdem welche Zwecke verfolgt werden und wer der Verfasser dieser Beiträge ist. Offensichtlich beschäftigen sich hier sehr unterschiedliche Menschen mit dem Thema Freimaurerei, welche, die erkennbar Freimaurer*innen sind oder offen damit umgehen, dass sie keiner Loge angehören, aber auch Personen, die keine Klarnamen verwenden und deren Aktivitäten möglicherweise ausschließlich monetär begründet sind. Hier den Überblick zu behalten ist nicht leicht. Welchen Eindruck bekommen also Menschen, die sich über Freimaurerei informieren möchten, digital vermittelt? Eine Einschätzung dazu geben Antje und Barbara in ihren Oktober-Folge AUS DER BAUHÜTTE.
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    35 min
  • Schreibend denken – die freimaurerische Zeichnung
    Sep 11 2025
    In der vierzigsten Folge "Aus der Bauhütte" stellen Antje und Barbara ein Kernstück jeder freimaurerischen Arbeit vor, die Zeichnung. In Anlehnung an die Tradition der Dombauhandwerker bei ihren Treffen Konstruktionszeichnungen auszutauschen und zu besprechen, gehört zu einer freimaurerischen Arbeit ein kurzer Vortrag, in dem eine Schwester einen Auszug ihrer Gedankenwelt vorstellt, der zum Weiterdenken anregt und sich mit Fragen des Lebens und der Freimaurerei beschäftigt. Schreiben trägt zur Ordnung und Analyse von Wissen bei, ist auch heute noch Mittel zur Erkenntnis, ganz in der Nachfolge der von Aristoteles begründeten wissenschaftlichen Methodik. Spätestens seit der Zeit der Aufklärung ist Schreiben auch ein Mittel zur Selbstreflexion und Selbstbildung. Für Frauen war und ist Schreiben darüber hinaus auch immer ein emanzipatorischer Akt und das Schreiben einer freimaurerischen Zeichnung somit eine Möglichkeit, die eigene Stimme zu finden und zu trainieren. In der Kognitionswissenschaft ist Schreiben ein zentrales Denkmuster, da beim Schreiben Gedächtnislandkarten aktiviert, gespeichertes Wissen verknüpft und neue Gedankenwege gebahnt werden. So ist Schreiben ein schöpferischer Akt, der zur persönlichen Weiterentwicklung und Bildung beiträgt. Diese Zeichnungen, in den Logen vorgetragen und durch ergänzende Beiträge der Schwestern bereichert, sind ein Impuls zum Weiterdenken und so entsteht reflexiv ein Wissenszuwachs in der gesamten Gruppe. Die Verschriftlichung und damit die Möglichkeit später auf die Skripte zurückzugreifen, bewahrt die Gedanken der Schwestern und trägt zur Erweiterung des kollektiven Wissen über Freimaurerei bei.
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    25 min
  • Veränderung, das freimaurerische Paradoxon
    Aug 8 2025
    Wechsel, Umwandlung, Neugestaltung - Berichtigung, Innovation und Übergang sind nur einige Worte, mit denen der Begriff Veränderung umschrieben werden kann. Veränderung erscheint erst einmal neutral, die Synonyme zeigen aber, dass im Aussprechen oder Hören bereits ein hohes Potential für mögliche Bewertungen liegt. So facettenreich der Begriff auch sein mag, er begegnet uns immer wieder in der Freimaurerei. Sei es ursprünglich in der maurerischen Tradition, wo der Steinmetz mit seinen Werkzeugen den Stein so bearbeitet, verändert, dass er einen Platz im Kathedralenbau finden kann oder heute, im übertragenen Sinne, dass wir mit unseren Werkzeugen des Verstandes ein Thema so bearbeiten, dass darauf Zukunft gebaut werden kann. Was heißt das konkret? Freimaurerin sein bedeutet, Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein, nicht auf Altem unreflektiert zu beharren und Innovation, Veränderung nicht nur zuzulassen, sondern zu begrüßen. In dem freimaurerischen Erkenne dich selbst ist der nächste Schritt hin zum Gewünschten ja bereits angelegt, denn das Erkennen des Ist-Zustands ist kein Selbstzweck, sondern der Startpunkt der gewünschten Veränderung zu dem, was wir selbst als richtig und wichtig erkannt haben. Dieser Wunsch nach Veränderung wird in dem Ausspruch Werde die, die du bist deutlich auf den Punkt gebracht. Freimaurerisch Denken endet aber nicht bei der eigenen Veränderung, sondern nimmt auch die Veränderung der Gesellschaft hin zu einem friedlichen, demokratischen, gleichberechtigten Miteinander in den Blick und entwickelt Strategien, wie Geschwisterlichkeit als Leitmotiv unseres Handelns umgesetzt werden kann. Die Entwicklung einer schöpferischen Haltung, mit der die Gestaltung des eigenen Umfeldes möglich wird, ist in der Loge Auftrag und Herausforderung zugleich.
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    22 min
  • Das Gute braucht mehr Aufmerksamkeit
    Jul 11 2025
    "Nutze die Kraft der positiven Gedanken", "entwickle ein positives Mindset" und ähnliche Sprüche schallen uns vielfach in sozialen Medien, in firmeninternen Resilienztrainings und Gesundheitsportalen entgegen. Doch was ist dran an derartigen Heilsversprechen und lohnt sich eine Perspektivverschiebung oder machen wir uns hier nur eine heile Welt, während die Realität ganz anders aussieht? In der aktuellen Folge Aus der Bauhütte schauen sich Antje und Barbara dazu wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Medizin an und diskutieren, in wieweit sich diese Erkenntnisse auf unser alltägliches Leben übertragen lassen. Medial werden wir in der Regel vor allem mit negativen Nachrichten gefüttert, selten wird über positive Entwicklungen ausführlich berichtet. Dadurch liegt der Fokus unserer Aufmerksamkeit eher bei negativen Entwicklungen und das Gute hat es schwer, von uns wahrgenommen zu werden. In der Freimaurerei möchten wir mit dem Streben nach dem Guten, Wahren und Schönen zu dieser antrainierten Haltung einen klaren Kontrapunkt setzen und in der Gemeinschaft Erfahrungsräume schaffen, die einen Perspektivwechsel zu den medial transportierten und allzu oft destruktiven Narrativen unserer Zeit ermöglichen. Das heißt nicht, dass die Augen vor katastrophalen Entwicklungen verschlossen werden, sondern, dass sehr bewusst die eigenen Möglichkeiten analysiert und danach gehandelt wird. Mit dem Fokus auf den eigenen Möglichkeiten und den Möglichkeiten als Gruppe, können neue Projekte angestoßen und der circle of influence möglicherweise erweitert werden. Indem wir uns mit zahlreichen Facetten von Realität auseinandersetzen, schulen wir unseren Blick auf Vielfältigkeit, stellen uns den gesellschaftlichen Herausforderungen und sind bestrebt, aktiv an Lösungen für diese Herausforderungen mitzuarbeiten.
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    18 min
  • Freimaurerei - wandeln zwischen Polaritäten
    Jun 13 2025
    Hell – Dunkel, Geist – Materie, Himmel und Erde, das sind Gegensatzpaare, die uns nicht nur in der Freimaurerei häufig begegnen. Unser Leben ist geprägt von Gegensätzen, die Polaritäten oder Dualitäten darstellen. Schon sehr früh, wahrscheinlich bereits im alten Ägypten, begannen Theoretiker mit einem antagonistischen Blick Lebenswelt und Beziehungen zu kategorisieren, häufig verknüpft mit einer Bewertung. Das ist in nicht-europäischen Kulturen durchaus andern, so ist zum Beispiel in der chinesischen Philosophie das Ying und Yang, das Eine ohne das Andere, nicht zu denken und in ihm immer auch enthalten. Nun leben wir in einer Zeit, in der unserer Lebenswirklichkeit sehr schnell Entscheidungen von uns erwartet und es einen Druck zur Vereinfachung hin zu einer binären Reduktion gibt. Oft erscheint uns die Welt als eine ständige antagonistischen Auseinandersetzung. Wie kann uns nun aber trotz dieser teilweise auch codierten Konfliktanschärfung ein gedeihliches Miteinander weiterhin gelingen? Wie können wir als Freimaurerinnen zwischen diesen Polaritäten wandeln und zu einer Synthese menschlicher Bedürfnisse beitragen? In dieser Folge Aus der Bauhütte diskutieren Barbara und Antje wie freimaurerische Symbole eine Brücke zwischen Polaritäten sein können und wie im maurerischen Miteinander ein offener, wertungsfreierer Blick auf mehr als zwei Möglichkeiten eingeübt werden kann. Natürlich gibt es am Ende dieser Folge auch wieder den Stein des Anstoßes, diesmal mit der Frage: Warum sind sie Mitglied in einer Frauenloge und nicht in einer gemischten Loge?
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    22 min