Anne Rethmann: Wie bleiben Stadtwerke handlungsfähig?
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Besonders deutlich wird der Handlungsdruck bei der Finanzierung. Für die Unternehmen der Thüga-Gruppe beziffert Anne Rethmann den Investitionsbedarf bis 2045 auf 70 bis 90 Milliarden Euro. Neben klassischen Bank- und Förderkrediten rücken deshalb Bürgerbeteiligungen, neue Eigenkapitalinstrumente und privates Kapital stärker in den Fokus. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Regulierung, Digitalisierung und gemeinsame Strukturen dazu beitragen können, Systemkosten zu senken und Investitionen effizienter umzusetzen.
Auch der Vertrieb verändert sich: Digitale Wettbewerber, neue Kundenerwartungen und Anwendungen rund um HEMS, Photovoltaik und Ladeinfrastruktur erhöhen den Druck auf klassische Geschäftsmodelle. Anne Rethmann sieht die regionale Verankerung weiterhin als Stärke der Stadtwerke, verbindet sie aber klar mit der Notwendigkeit, Prozesse stärker zu standardisieren, digitale Lösungen gemeinsam zu entwickeln und sich strategisch zu fokussieren. Damit rückt auch die künftige Struktur der Stadtwerkelandschaft in den Blick – zwischen Eigenständigkeit, Kooperation und größeren regionalen Verbünden.
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