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  • #304 Adele – Someone Like You
    Jan 6 2026

    Der Song Someone Like You von Adele wurde in Freiburg in einem Gottesdienst für Menschen in Trennung und Scheidung gespielt. Das Lied spricht offen den Schmerz über das Ende einer Beziehung an, ohne die gemeinsame Zeit zu entwerten. Genau das geschieht auch in einem solchen Gottesdienst: Die gemeinsame Geschichte wird nicht geleugnet, sondern respektvoll verabschiedet.

    Auch wenn das Lied traurig ist, vermittelt es eine Hoffnung: dass es trotz des Schmerzes wieder Liebe und erfülltes Leben geben kann („I wish nothing but the best for you“). Das macht es zu einem passenden musikalischen Ausdruck für einen Segen, der beide Personen auf ihren neuen Wegen begleiten soll.

    Deine Träume sind also wahr geworden.
    Neue Beziehung. So stabil, irgendwie.
    Und mir kannst du nicht mal mehr unter die Augen treten.
    Ich erkenne dich gar nicht wieder.
    Es ist sowieso nichts mehr, wie es mal war …

    Das singt Adele. Und das trifft es wirklich. Es fühlt sich an, als würde der Boden unter meinen Füßen wegbrechen. Alles, was vertraut war, ist plötzlich anders.
    Die Stille in der Wohnung ist lauter als jedes Wort. Ich frage mich, wie es weitergehen soll. Manchmal bin ich wütend, manchmal traurig, manchmal einfach nur leer.
    Die Erinnerungen kommen in Wellen – schöne und schmerzhafte. Ich habe Angst vor dem, was kommt. Will oder kann ich mich überhaupt jemals wieder auf einen so Menschen einzulassen, wie ich es schon einmal getan habe? Zwischen Wut auf den anderen, Selbstzweifel und größter Verunsicherung suche ich wieder einen Weg. Ich hoffe, dass ich irgendwann Frieden finde mit dem, was war, und mit mir selbst.

    Diese Gefühle nimmt der Gottesdienst für Menschen in Trennung und Scheidung „Loslassen und Freigeben“ aus Freiburg auf.

    Kristina und Andreas aus dem Team sind mit in dieser Folge

    Foto ©. Lauren Dukoff

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  • #303 Jakob Whale – Flying On A Parrot
    Dec 30 2025

    Jakob hat erst gedacht der Songtitel wäre eine Redewendung in der englischen Sprache. Was sie aber gar nicht – er hat sich das also praktisch selbst ausgedacht. Das kam so: Papageien sind dafür berühmt, dass sie das nachsagen und immer wieder wiederholen, was man ihnen beibringt. Das kann negativ sein oder eben positiv – wenn es so ein Mantra ist – Free from Pain, free from Pain – Der Papagei sagt ich bin frei von Schmerzen, immer und immer wieder. Dadurch entsteht ein Focus ich bekomme in den Blick auf was es gerade ankommt. Und wenn ich weiß auf was es ankommt, dann kommt in meiner Gegenwart die Zukunft in den Blick, ohne, dass ich die Gegenwart verloren geht.

    Gegenwart ist genau JETZT

    Manchmal haben wir unseren Kopf in den Wolken, oder sind immer zwei Schritte voraus, wenn das so ist, verlieren wir unsere Gegenwart. Natürlich ist es gut Hoffnung und Pläne zu haben, aber diese Wege brauchen ihren Startpunkt eben – vor der Haustür und nicht in einem Wolkenschloss. Jakob erzählt im Podcast wie er an seiner Fantasie und seinen Träumen festgehalten hat aber auch seine Gegenwart gefunden hat. Ihr könnt ihn im Podcast reden hören und im Song singen. Viel Spaß dabei.

    Bild © @jakobwhaleart

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  • #302 Papa Roach–Leave A Light On (Talk Away The Dark)
    Dec 23 2025

    Unser Song der Woche steht für Das Licht steht hier für Zuwendung, Hoffnung und das Nicht-Aufgeben eines anderen Menschen. Wenn jemand in der Dunkelheit ist, bleibt ein Licht an – ein Bild für Solidarität, Mitgefühl und Rettung. – Jasmine lies den Songtext
    Through the long nights, I will be right
    There for you if you drift too far
    I'll leave a light on for you
    also: Du bist nicht allein. Ich kämpfe mit dir gegen die Dunkelheit.

    Dafür brauche ich aber eine Idee wie dieses Licht aussehen kann -eine Hoffnung, eine Sehnsucht, dass der ganze Mist dieser Welt nicht das letzte Wort hat. Ich finde Menschen die glauben, die können so eine Gemeinschaft der Sehnsucht sein – Licht im Dunkeln ist dann kein Kitsch, kein sentimentaler Spruch sondern politisch und revolutionär – gerade an Weihnachten werden revolutionäre Texte vorgelesen – der Lobgesang der Maria – wo die Mächtigen vom Thron gestoßen werden und die Reichen leer ausgehen. Das ist kein Zuckerguss über die Missstände der Welt, das ist ein Aufruf zu verstehen, dass Glaube Gerechtigkeit und Liebe zusammengehören. Maria hat in ihrem Sohn jemand gesehen der mit den Hoffnungen zu tun hat, die immer weiter erzählt worden sind über Jahrhunderte.

    Es kommt da darauf an Talk Away The Dark – das hat Jesaja auch gemacht

    Ich erzähle euch mal – wie das ist mit dem Licht

    Ich will euch anstiften selbst Licht zu sein

    Licht der Solidarität: Ich bleibe da, auch wenn du am Boden bist, wenn du abdriftest oder dich zu verlieren drohst

    Licht der Hoffnung: Wir vertreiben das Dunkel gemeinsam.

    Licht der Gerechtigkeit: Gott selbst tritt gegen Gewalt und Unterdrückung auf – nicht mit Macht, sondern mit einem Kind, mit Frieden. Die Idee ist dahinter, dass der Frieden nicht mit einem Soldaten und einem großen Krieger kommt, sondern mit jemanden der Hilfe braucht, der Unterstützung fordert, der in den Arm genommen werden möchte, der uns braucht, damit es geht. Wie oft hängen wir fest, vor lauter Warten auf einen starken Helden – und dabei vergessen wir, das wir mit Nähe mit Unterstützung mit Zuhören eben mit Talk Away the Dark etwas ausrichten können.

    Insofern ist Weihnachten als Widerstandsfest gegen die Gewalt, gegen die schnellen brutalen Lösungen, eine Liebesrevolution gegen Härte

    „Lasst das Licht nicht ausgehen, wenn die Welt dunkel ist.
    Lasst das Licht brennen – gegen Unrecht, gegen Angst, gegen Einsamkeit.“

    Foto © Bryson Roatch

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  • #301 Jackson Browne – The Load-Out
    Dec 16 2025

    Ich finde es schön, dass heute die Musik auf Beerdigungen oft von den Verstorbenen selbst ausgesucht wird – ich empfehle es sehr – redet miteinander sagt euch gegenseitig welche Stücke laufen sollen. Jedenfalls hat mich das erste Musikstück auf der Beerdigung gepackt – denn ich finde es ist ein wunderbares Lied über das Leben mit schön traurigen Gedanken darüber wie wir den Tod und Leben zusammendenken können.

    Es geht um das Lied The Load Out von Jackson Browne. Der Song ist auf seinem Album Running on Empty - Touralbum – er zeichnete auf, was auf Autobahnen, hinter den Kulissen und auf der Bühne geschieht.

    The Load-Out handelt vom „Unterwegssein“, vom Auf- und Abbauen, vom Leben zwischen Erschöpfung und leidenschaftlicher Hingabe – mit der Frage: Warum tun wir das trotzdem? Weil wir wissen, wofür wir es tun. Die Musik, die Gemeinschaft, die Begegnung, der Moment, wenn das Publikum klatscht und singt, ist es wert.

    Für unser Tun, für unser Leben, für unsere Lieben gilt das Gleiche: Wenn jemand von uns geht, kann es sich zunächst anfühlen, als sei die Halle leer, als sei das Konzert zu Ende. Doch wir sind unterwegs. Wir packen im Geist, wir tragen Erinnerungen, wir planen den nächsten Auftritt – und wir tun es, weil wir wissen, dass die Musik es wert ist.

    Jackson Brown erinnert sich: „Until those lights come up and we hear that crowd / And we remember why we came.“

    Genau so saß ich da in der Trauerhalle – wir sitzen da für Gemeinschaft für Miteinander. Und hier in diesem Leben hängen wir in so einem dazwischen fest, es gibt – gerade auf Konzerten – himmlische Momente. Aber am nächsten Tag kann mein Leben schon wieder die Hölle sein. Die leere Konzerthalle – kann dann ein Bild sein für das was ich als Leere erlebe. Und bei einem Trauerfall ist die Leere eben ganz konkret und vielleicht so groß wie ein leeres Stadion wo eben noch 70.000 gefeiert haben – denn auch da wird irgendwann die Bühne abgebaut – so wie für meinen Freund, aber auch für mich kommt der Moment wo die Roadies zusammenpacken – Christoph, jetzt geht´s woanders hin. Neue Station.

    „Now the seats are all empty
    Let the roadies take the stage
    Pack it up and tear it down

    … They’ll set it up in another town.“

    Foto © The Blue Peacock Company/Asylum Records

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    8 min
  • #300 Tocotronic - Das Unglück muss zurückgeschlagen werden
    Dec 9 2025

    Das Unglück muss zurückgeschlagen werden“ – dieser Satz von Tocotronic klingt wie ein Ruf. Er ist nicht laut und heldenhaft, sondern eher trotzig und verletzlich. Er sagt: Wir geben nicht auf. Wir wehren uns – mit Sprache, mit Musik, mit Kunst. Nicht mit Fäusten, sondern mit Haltung. Indem wir dieses Lied immer wieder singen, indem wir erkennen, dass es in der Bibel eben um soziale Gerechtigkeit geht und damit auch das Unglück zu verjagen, zurückzuschlagen.

    In dieser Folge ist Johannes Schleicher dabei, der kennt Gustavo Gutiérrez einen der wichtigsten Befreiungstheologen persönlich. Wir werden in der Folge sehen – in der Bibel und in dem Song geht es darum, der Ungerechtigkeit nicht das letzte Wort zu lassen. Die Hoffnung der Bibel lautet: Liebe und Gerechtigkeit haben das letzte Wort.

    Gustavo Gutiérrez: „Armut ist kein Unglück, sie ist eine Ungerechtigkeit.“

    Tocotronic machen klar: Wir dürfen uns nicht abfinden – das Unglück (Kriege, Faschismus, soziale Kälte, Entfremdung) muss aktiv bekämpft werden – wir stellen uns diesen Bedrohungen entgegen

    Und das klingt auch bei Gustavo Gutierrez an: „Wie kann ich angesichts des Leidens und der in ihrer Würde verletzten Armen ihnen sagen, dass Gott sie liebt?“

    Die Befreiungstheologie entstand, als Militärdiktaturen Lateinamerika beherrschten. Viele in der Kirche hielten sich an die Seite der Machthaber – aber andere Priester stellten sich den Armen zur Seite. In Medellín (1968) bekannten sich die Bischöfe zur „Option für die Armen“. Gutiérrez schrieb das grundlegende Buch „Theologie der Befreiung“. Er verband Bibel, soziale Realität und konkrete Praxis: Seelsorge, Suppenküchen, Arbeit an der Basis. Er zeigte, dass Glaube nicht von der Politik abgekoppelt werden darf, sondern mitten in die Fragen von Gerechtigkeit gehört. Hier war die Botschaft des Evangeliums verständlich – und es wurde nicht gesagt „halte dich an die Anführer“, sondern es ging um Befreiung.

    Foto @ Noel Richter /Sony Music

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  • #299 Haftbefehl – dünya garip
    Dec 2 2025

    Während der Arbeit an diesem Podcast gab es eine Überraschung - am Freitag 21.11. erschien ein neuer Song von Haftbefehl - dünya garip – Meine Welt ist seltsam – vielleicht ist dieser Song, der so anders ist als alle anderen Haftbefehl Songs, sein Kommentar zum ganzen Rummel um diese Doku

    Viele schauen gerade die Netflix-Doku über Haftbefehl. Ein Leben zwischen Straße, Gewalt, Ruhm und Ruin – spektakulär erzählt. Aber selten fragt jemand, woher diese Leere kommt.
    Wie viele Nächte des Nicht-Gesehen-Werdens darin stecken. Wie viel Hunger nach Anerkennung, nach Halt, nach zuhause. Unsere Gesellschaft schaut lieber zu als hin.
    Sie konsumiert Verlorenheit wie Unterhaltung. Hören wir den Schrei nach Würde.

    Oder sehen wir die Mechanismen des Marktes, in dem es wichtig ist auf Platz 1 zu stehen, wo dann das Leid zur Ware wird.

    Wie finde ich in dieser seltsamen Welt Halt und einen Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Haftbefehl aka Aykut Anhan fühlte sich in der Schule fehl am Platz. Nicht weil er nicht lernen wollte, sondern weil die Schule nicht wusste, wie man mit Kindern umgeht, die ums Überleben kämpfen. In der Podcastfolge fragen wir uns – wie viele „Haftis“ sitzen heute in unseren Klassenzimmern: unerkannt, unverstanden und irgendwie auch unsichtbar? Wenn ich ein genervtes Gesicht schaue – dann kann ich mir doch auch mal die Frage stellen, wie sah denn der Tag oder die Nacht vor meiner Stunde aus? Meine Erfahrung aus vielen Jahren Berufsschule sagt mir Bildung ist nicht nur Stoffvermittlung sie ist auch Beziehungsarbeit. Falls Du eine Lehrperson bist – hier mal ein herausfordernder Tipp: Stell Dir vor ein Jugendliche/r ist laut, wütend und respektlos – frag dich nicht: „Was stimmt nicht mit ihr/ihm?“ sondern „Was ist ihr/ihm passiert?“ – das gibt dem Gegenüber das Gefühl ich werde gesehen. Noch mehr Tipps in dieser Folge.

    Bei mir am Berufskolleg haben praktisch alle diese Doku gesehen oder reden darüber, daher ist es wichtig in der Schule über diese Doku zu sprechen, denn viele meiner Schülerinnen und Schüler fühlen, dass diese Doku auch etwas mit Ihnen zu tun hat, dass es viele Stellen in der Doku gibt, wo sie sagen – ja da bekomme ich einen Spiegel vorgehalten. Deshalb sage ich als Berufsschulpfarrer auf jeden Fall über diese Doku reden und mit mir sind in dieser Folge Menschen, die das auch sagen.

    Foto © Tarek Mawad

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    14 min
  • #298 Suzanne Vega – Luka
    Nov 25 2025

    Ich möchte eine Warnung aussprechen in dieser Folge wird über Gewalt und sexuelle Übergriffe gesprochen, bitte höre nicht zu, wenn Du da belastet bist. In den Texten zu dieser Folge findest Du Infos, wo Du Hilfe bekommen kannst.

    Hast du gewusst, dass in diesem Song von Suzanne Vega um Missbrauch geht? Und Sina Rühland erzählt euch im Podcast, dass Suzanne Vega einige Jahre später enthüllte, dass sie aufgrund ihres Stiefvaters, der sie emotional und körperlich misshandelte, der Geschichte zu Luka eine ganz persönliche Ebene gab. Suzanne Vega ist Luka.

    Diese Folge erscheint zu den Orange Days, die am 25.November beginnen - Ziel ist die Forderung nach unbedingtem Schutz vor Gewalt für Mädchen und Frauen. Es kommt auf uns alle an politisch, juristisch und gesellschaftlich aktiv zu werden.

    In Deutschland beispielsweise wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt; etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch ihren früheren Partner. Wir brauchen eine finanzielle Absicherung und den Ausbau von Hilfssystemen wie Frauenhäusern - uns fehlen aktuell zirka 21.000 Plätze für Frauen und Kinder in Deutschland.

    Gewaltbeginnt nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin sind Formen von Gewalt. Sie kann

    Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: Zuhause, in der Öffentlichkeit,

    am Arbeitsplatz oder online.

    Info: Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für

    Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 116 016 und via

    Online-Beratung unterstützen wir Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne

    Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und

    Freunde sowie Fachkräfte beraten wir anonym und kostenfrei.

    Quellenangaben:

    Interview mit Vega: https://www.njarts.net/suzanne-vega-takes-her-new-york-songs-and-

    stories-on-the-road/

    Weitere Infos: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/gleichstellung/frauen-vor-

    gewalt-schuetzen/haeusliche-gewalt/formen-der-gewalt-erkennen-80642 https://www.ndr.de/nachrichten/info/Orange-Day-gegen-Gewalt-an-Frauen-Viel-

    Engagement-im-Norden,orangeday154.html

    https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2024/

    Presse2024/241119_PM_BLB_Straftaten_gegen_Frauen.html

    Foto © Universal Music

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  • #297 bac – noch ein bisschen draußen (ich hoffe das passt)
    Nov 18 2025

    Im Oktober habe ich mich geärgert und zwar so richtig – mir hat der Song geholfen meinen Ärger besser zu artikulieren. Im Song heißt es

    Hier ist es scheißegal, wer du bist oder wer eben auch nichtund genau da geht es los – unser Bundeskanzler Friedrich Merz hat was gesagt, das mich verzweifelt und traurig macht und natürlich auch ärgerlich und wütend.

    Er hat gesagt, dass ihm Migration im Stadtbild störe!

    Ein Satz, der klingt, als wäre das Aussehen oder die Herkunft eine Ordnungswidrigkeit.
    Als müsse sich das Stadtbild oder ich sag auch mal so unser Schulhof „bereinigen“, damit Deutschland wieder deutsch aussieht.
    So spricht man nicht über Migration.
    So spricht man über Menschen, wenn man sie zu Fremden im eigenen Land macht.

    An meiner Schule werden Menschen ausgebildet, um alte Menschen zu unterstützen, zu pflegen, um eure Kinder zu erziehen, um essen zu kochen, um Haare zu schneiden, um Autos zu reparieren, sie erlangen die Studierfähigkeit mit einser Abis – die gehören zu unserem Land!

    Wenn sich Menschen begegnen, geht es um das gegenseitige Interesse und um Wertschätzung und nicht um Pässe oder Aussehen. Wie schon gesagt, ich arbeite an einem Berufskolleg, da sehe ich jeden Tag eine bunte Vielfalt, die in den meisten Fällen funktioniert, wo Menschen mit und aneinander lernen. Die Diskussionen in den letzten Wochen haben mich sehr wütend gemacht und ich möchte es dann so klar sagen: Ich verachte Menschen, die durch solche Reden, meine Schülerinnen und Schüler zu „Problemen im Stadtbild“ machen. Leider machen das zurzeit viele Menschen und daher bin ich auf Bundekanzler Friedrich Merz eben so richtig sauer, denn scheinbar hat er vergessen, was sein Amt eigentlich schützen soll: die Würde aller – nicht nur derer, die ins völkische Deutschland-Bild passen.
    Demokratie ist kein Spiegelbild der Mehrheit oder der Mächtigen mit Geld.
    Sondern das Versprechen, dass jede*r dazugehört – egal, wie er oder sie aussieht.

    Ich danke meinen Kolleginnen und Phyllis und Hillal und den ganzen Schülerinnen und Schülern des BBZ die mitgemacht haben.

    Foto © chó / we feel

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