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# 16 Christian Wolf vs. Sony - Zwischen Abmahnwelle und Medienpranger

# 16 Christian Wolf vs. Sony - Zwischen Abmahnwelle und Medienpranger

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Christian Wolf, Influencer und Unternehmer mit 1,5 Millionen Followern, prangert die Musikindustrie an – und landet selbst im rechtlichen Gegenwind. Tausende Creator, Cafés und Vereine bekommen gleichzeitig Post wegen rechtswidrig genutzter Musik auf Social Media. Zwei Fälle, eine Folge. In dieser Folge sprechen Rechtsanwalt David Geßner und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Felix Schimmel über den größten Irrtum im Creator-Alltag: Warum die 15-Sekunden-Regel ein Mythos ist, ab wann ein Account gewerblich gilt – und was zu tun ist, wenn die Abmahnung ins Haus flattert. Dann wird es brisant. Wolff prangerte die Abmahnpraxis rund um den Song „Pedro" öffentlich an – eine berechtigte Debatte. Doch innerhalb weniger Tage wurde daraus ein medialer Pranger: schwere persönliche Vorwürfe gegen Sony-Music-Europe-Chef Daniel Lieberberg, schwere Verdachtsäußerungen zu sexueller Belästigung und Drogenkonsum auf Firmenevents - ohne Konfrontation, ohne die Grundsätze zu beachten, die für jeden gelten, der öffentlich Verdächtigungen äußert. Namen. Gesichter. „Merkt euch sein Gesicht." Das Framing: „Sony Files." Die Dynamik: viral, emotional, ungefiltert. Und rechtlich hochproblematisch. Wer Reichweite hat wie ein Medium, muss sich an denselben Regeln messen lassen. Verdachtsberichterstattung ohne Belege, ohne Anhörung, ohne Ausgewogenheit ist kein Aktivismus – es ist ein Persönlichkeitsrechtsverstoß. Und wer solche Inhalte teilt, liked oder kommentiert, haftet unter Umständen mit.
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