Fjodor Dostojewski: Der ehrliche Dieb copertina

Fjodor Dostojewski: Der ehrliche Dieb

Eine Novelle. Ungekürzt gelesen von Jürgen Fritsche

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Fjodor Dostojewski: Der ehrliche Dieb

Di: Fjodor Dostojewski
Letto da: Jürgen Fritsche
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Kann ein Dieb zugleich ein ehrlicher Mensch sein? In seiner frühen Erzählung "Der ehrliche Dieb" richtet Fjodor M. Dostojewski den Blick auf einen Menschen am Rand der Gesellschaft – und auf die widersprüchliche Natur von Schuld, Mitgefühl und menschlicher Würde. Der gutherzige Astafi Iwanowitsch nimmt den heruntergekommenen und dem Alkohol verfallenen Jemeljan Iljitsch bei sich auf. Trotz aller Bemühungen gelingt es diesem kaum, seinem bisherigen Leben zu entkommen. Als schließlich eine Reithose aus Astafis Besitz verschwindet, fällt der Verdacht unweigerlich auf Jemeljan. Doch der bestreitet den Diebstahl beharrlich. Zwischen Misstrauen, Scham und Zuneigung entwickelt sich eine ebenso leise wie bewegende Geschichte, die schließlich in einem erschütternden Geständnis mündet. Schon in diesem vergleichsweise kurzen Werk zeigt sich Dostojewskis außergewöhnliches Gespür für die Abgründe und Widersprüche der menschlichen Seele. Er verurteilt seine Figuren nicht, sondern begegnet ihnen mit Anteilnahme und psychologischer Genauigkeit. Der ehrliche Dieb erzählt von Armut und Sucht, von Lüge und Gewissen – vor allem aber von der Frage, wie viel Menschlichkeit selbst dort bewahrt werden kann, wo ein Mensch an sich selbst zu scheitern droht. Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821–1881) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der Weltliteratur. Geboren in Moskau, veröffentlichte er 1846 mit Arme Leute seinen ersten Roman und wurde schon früh als große literarische Begabung gefeiert. 1849 wurde er wegen seiner Beteiligung am Petraschewski-Kreis verhaftet und zum Tode verurteilt. Erst unmittelbar vor der geplanten Hinrichtung wurde das Urteil aufgehoben; es folgten Jahre der Zwangsarbeit und des Militärdienstes in Sibirien. Diese Erfahrungen prägten sein späteres Werk tiefgreifend. "Der ehrliche Dieb" erschien erstmals 1848 und gehört damit zu Dostojewskis frühen Erzählungen. Bereits hier finden sich jene Menschen am Rande der Gesellschaft und jene moralischen Grenzsituationen, die später zu zentralen Motiven seines weltberühmten Werks werden.©2026 Bäng Management & Verlags GmbH & Co. KG (P)2026 Bäng Management & Verlags GmbH & Co. KG Antologie e racconti brevi
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