Liberalismus: Was sind die Probleme?
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Der Liberalismus befindet sich in einer tiefen, gleichzeitig von außen und innen genährten Legitimationskrise. Doch diese Krise ist kein Beleg für sein Scheitern, sondern Ausdruck eines Systems, das strukturell auf Selbstkorrektur angelegt ist. Seine Verteidigung erfordert ein wehrhaftes, konsequentes Vorgehen, ohne selbst in Autoritarismus umzuschlagen.
Der Liberalismus hat historisch gesehen beispiellosen Wohlstand und Freiheit gebracht. Der Fall der Berliner Mauer und das Ende der Sowjetunion inspirierten Francis Fukuyama zur Diagnose vom „Ende der Geschichte“ – die Vorstellung, die liberale Ordnung aus Demokratie, Marktwirtschaft und individuellen Rechten habe sich als endgültiges Modell durchgesetzt.
Demokratien sind an rechtsstaatliche Regeln gebunden, während ihre Gegner Sabotage, Desinformation und Gewalt einsetzen – eine strukturelle Verwundbarkeit offener Gesellschaften. Reale Probleme wie extreme Vermögensungleichheit und ökologische Grenzen des Wachstums sind berechtigte Kritikpunkte. Der Liberalismus biete keinen vorgefertigten Lebenssinn, sondern individuelle Selbstverantwortung, was als kognitive und emotionale Überforderung erlebt werden kann.
Der Podcast führt historische, soziologische und psychologische Perspektiven auf den aktuellen Liberalismus zusammen. Fazit: Die gegenwärtige Krise des Liberalismus ist systemimmanent und nicht existenzbedrohend.
Der Podcast beruht auf dem Buch von Gerald Mackenthun "Liberalismus Die Strategie der freien Welt". Das Buch erschien 2026 im Herder Verlag und kostet 38 Euro. Wer mehr über das Buch erfahren möchte: geraldmackenthun.de/liberalismus