005 Honig kristallisiert — kein Fehler, sondern Qualität
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In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um kristallisierten Honig und die häufige Frage, ob fest gewordener Honig schlecht ist. Markus Habermehl erklärt, dass die Kristallisation kein Verderb ist, sondern ein natürlicher Vorgang bei echtem, naturbelassenem Honig.
Themen dieser Folge:
- Warum Honig fest wird und was dabei physikalisch passiert
- Welche Zuckerarten die Kristallisation beeinflussen
- Welche Honigsorten schnell oder langsam fest werden
- Wie du Kunden die Veränderung verständlich erklärst
- Wie du Honig schonend wieder verflüssigst
Honig besteht vor allem aus Glucose und Fruktose mit wenig Wasser. Dadurch liegt eine übersättigte Zuckerlösung vor, aus der sich Traubenzucker mit der Zeit als Kristalle absetzt. Ein Honig, der nie fest wird, wurde nach Markus in der Regel erhitzt oder stark gefiltert.
Schnell kristallisierende Sorten sind vor allem Rapshonig und Löwenzahnhonig. Langsam kristallisieren zum Beispiel Akazienhonig und viele Waldhonige. Die Geschwindigkeit hängt vor allem vom Verhältnis von Traubenzucker zu Fruchtzucker ab. Auch die Lagerung und das cremige Rühren beeinflussen die spätere Konsistenz.
Für den Verkauf empfiehlt Markus eine einfache Erklärung: Fest werdender Honig ist ein Zeichen für echten, naturbelassenen Honig. Zum Wiederverflüssigen sollte Honig nur sanft im warmen Wasserbad behandelt werden, möglichst bei 35 bis 40 Grad. Mikrowelle, Herdplatte und zu heißes Wasser vermeidet Markus ausdrücklich, weil Hitze die Enzyme schädigt und die Qualität mindert.